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Zeckensaison: Zecken bei Tieren

Die blutsaugenden Quälgeister sind nicht nur für uns Menschen lästig und bisweilen gefährlich, sondern auch für unsere Haustiere. Besonders Hunde- und Katzenhalter werden immer wieder damit konfrontiert, dass der Vierbeiner Zeckenstiche erleidet. Nachdem wir uns bereits den Gefahren durch Zecken, sowie dem Zeckenschutz gewidmet haben, erfahren Sie heute viel Interessantes zum Thema Zecken und Haustiere.

Welche Krankheiten übertragen Zecken auf Tiere?

  • Babesiose, „Hundemalaria“: Es werden die roten Blutkörperchen durch Einzeller befallen und zerstört. Die Erkrankung beginnt akut mit hohem Fieber, im weiteren Verlauf kommt es zu Gelbsucht und Blutungen. Eine nicht erkannte oder unbehandelte Babesiose führt zum Tod des Hundes.
  • Borreliose: Oft symptomlos, aber auch Mattigkeit, Fieber und Appetitverlust möglich. Später kommt es zu Entzündungen bzw. Lähmungen von Gelenken, Organschäden oder Hautentzündungen.
  • Anaplasmose: Die weißen Blutzellen werden befallen. Die Erkrankung verläuft schubförmig, alle 2 bis 3 Wochen kommt es zum Auftreten von Fieber, bzw. zur Verschlechterung des Allgemeinbefindens. Erbrechen, Durchfall oder zentralnervöse Symptome sind möglich.
  • FSME: Die Frühsommermeningoenzephalitis führt auch beim Hund zu schweren neurologischen Symptomen wie Krämpfe, Bewegungsstörungen oder Lähmungen, Verhaltensstörungen und Fieber.
  • In Mittelmeerländern sind auch Erkrankungen wie die Rickettsiose, bzw. die Hepatozoonose häufig.

Die genannten Krankheiten sind hauptsächlich für Hunde von Bedeutung und müssen immer zeitnah  nach dem Auftreten der ersten Symptome durch den Tierarzt behandelt werden. Katzen werden zwar ebenfalls von Zecken befallen, erleiden dadurch aber seltener schwere Folgen. Warum das so ist, wurde noch nicht hinreichend geklärt. Eine Möglichkeit ist, dass durch die ausgiebige Fellpflege von Katzen die Zecken früher entdeckt werden; außerdem ist ihr Immunsystem möglicherweise stärker. Auch sind Katzen seltener im Wald- und Augebiet unterwegs, der Hauptbrutstätte der Zecken. Bei Katzen kommt es meist höchstens zu Infektionen an der Einstichstelle durch Kratzen oder Lecken; seltener kommt es zu Lyme-Borreliose oder FSME, welche sich durch unspezifische Symtome wie z. B. Appetitlosigkeit, Fieber und Lahmheit äußern und deshalb oft erst sehr spät diagnostiziert werden.

Borreliose-Impfung für Hunde

Wir Menschen können nur einen Impfschutz gegen FSME erhalten, Hunde können jedoch gegen Borreliose geimpft werden. Wenn Sie in einem Gebiet leben, in dem häufiger infizierte Zecken auftreten, oder Urlaub in einer zeckenbelasteten Region machen, empfiehlt es sich, Ihren Hund zu impfen. Ab zwölf Wochen kann Ihr Hund gegen Borreliose geimpft werden, eine zweite Impfung nach 3 bis 5 Wochen sorgt für die Grundimmunisierung. Eine weitere Auffrischungsimpfung ist nach einem halben Jahr nötig, danach sorgen jährliche Wiederholungsimpfungen dafür, dass Ihr Hund vor Borreliose geschützt wird.

Zecken mit Antirepellentien abwehren

Wir Menschen verwenden Zeckenschutzmittel als Spray oder Lotion, für Hunde und Katzen stehen Spot-on-Präparate und spezielle Halsbänder zur Verfügung. Achten Sie jedoch beim Kauf auf den Wirkstoff und fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Tierarzt, ob das Produkt für Ihr Tier geeignet ist. Permethrin ist zum Beispiel für Hunde bestens geeignet, für Katzen überhaupt nicht, für sie ist der Wirkstoff sogar giftig. Die Spot on-Präparate werden mittels Pipette auf die Haut des Haustiers getropft, meist im Nackenbereich, um das Ablecken zu verhindern. Diese Mittel versprechen einen Schutzeffekt für mehrere Wochen, sollten aber regelmäßig entsprechend der Packungsbeilage aufgefrischt werden. Übrigens finden Sie solche Präparate auch im Sortiment Ihrer Online-Apotheke eurapon!

Die richtige Zeckenentfernung beim Haustier

Genau wie beim Menschen gilt es, das Fell von Haustieren (hauptsächlich Hunde und Katzen) nach Zecken zu inspizieren. Je schneller der Blutsauger fachgerecht entfernt wird, desto geringer ist das Risiko, dass der Vierbeiner an einer der oben genannten Erkrankungen leiden muss. Eine Zeckenkarte, bzw. Pinzette sollte selbstverständlich zur Grundausstattung in der Hausapotheke gehören.

Steichen Sie vorsichtig das Fell Ihres Tieres an der betroffenen Stelle auseinander, damit Sie ihm keine Haare ausreißen.

Die Zecke sollte vorsichtig nach oben herausgezogen, nicht gedreht werden! Dadurch besteht die Gefahr, dass Sie die Zecke teilen, und der Kopf in der Wunde verbleibt. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, um eine Infektion zu vermeiden.

Beobachten Sie ihr Tier gut in den Tagen nach der Zeckenentfernung. Ist es fiebrig oder appetitlos? Oder bleibt die Einstichstelle gerötet? Dann sollte unverzüglich der Tierarzt aufgesucht werden.

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