Zeckensaison Schutz
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Zeckensaison: So schützen Sie sich und Ihre Kinder

Wissen Sie, welches das gefährlichste Tier Deutschlands ist? Laut dem ersten Süddeutschen Zeckenkongress der Universität Hohenheim ist es die Zecke. Durch kein anderes Tier werden hierzulande so viele Krankheiten verursacht, wie durch die blutsaugenden Spinnentiere. Wo die Gefahren der Zeckensaison im Besonderen liegen, können Sie in diesem Artikel bei uns erfahren. Heute haben wir für Sie einige nützliche Tipps parat, wie man lästige Zecken am besten ausbremst, und wie man sie richtig wieder loswird, wenn doch mal eine zugebissen hat.

Vermeiden Sie, mit Zecken in Kontakt zu kommen

Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie auf Waldspaziergänge verzichten müssen. Wenn Sie z. B. auf den vorgesehen Wegen bleiben, anstatt querfeldein zu streifen, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Sie eine Zecke abbekommen. Seien Sie sich bewusst, dass Zecken auch in Parkanlagen und sogar im Garten lauern können. Und auch, wenn sich der Mythos hartnäckig hält: Zecken fallen nicht von Bäumen auf ihre Opfer herab, sondern leben im Gras, im Unterholz und im Gebüsch.

Adaptieren Sie Ihre Kleidung

Bei einem Ausflug in den Wald, Park etc., wo man mit Zecken in Kontakt kommen kann, sollte man lange Hosen tragen, die über die (geschlossenen) Schuhe reichen. Sandalen und kurze Hosen sind eine Einladung für Zecken. Kinder sollten auch eine Kopfbedeckung tragen, denn bei ihnen verbeißen sich die Spinnentiere besonders gerne am Kopf oder im Nacken, da sie sich beim Spielen öfters im Gras etc. bücken. Im Internet finden sich in der Suchkategorie Wander- und Jägerzubehör sogar spezielle Zeckenschutz-Socken, bzw. Zeckenschutz-Caps. Führen Sie auch stets eine Zeckenzange, bzw. eine Pinzette mit sich, damit im Falle eines Zeckenstichs die Zecke sofort entfernt werden kann.

Zeckenschutzmittel verwenden

Bei hohen Temperaturen ist es natürlich nicht jedermanns Sache, in hochgeschlossener Kleidung zu wandern. Ein Kompromiss sind Zeckenschutzmittel zum eincremen oder auf die Kleidung sprühen. In der Drogerie oder der Apotheke (natürlich auch bei Ihrer Online-Apotheke eurapon) finden Sie Sprays oder Lotionen auf der Basis von Litsea Cubeba-Öl + Ätherischölkomponenten  oder Icaridin. Lesen Sie die Packungsbeilage oder erkundigen Sie sich, ob das Mittel Ihrer Wahl auch für Ihre Kinder geeignet ist. Vergessen Sie auch nicht, die Schuhe einzusprühen, denn Zecken kommen meistens von unten. Übrigens: Diese Mittel töten Zecken nicht, sie dienen der Abwehr. Die Verwendung von Zeckenschutzmittel ersetzt nicht das Absuchen von Haut und Kleidung nach einem Waldspaziergang. Behalten Sie auch die angegebene Wirkdauer des Mittels im Auge!

Kleidung gründlich absuchen

Nach einem Ausflug mit möglichem Zeckenkontakt ist es wichtig, die Kleidung gründlich nach Zecken abzusuchen. Die Zecke kann nämlich wunderbar viele Tage im Haus überleben, und bei späterer Gelegenheit stechen. Wussten Sie, dass Zecken sogar einen Waschgang in der Waschmaschine überleben können? Im Wäschetrockner wird ihnen allerdings garantiert der Garaus gemacht. Wenn Sie eine Zecke auf der Kleidung finden, entfernen Sie sie am besten mit einem Stück Klebeband.

Körper gründlich absuchen

Nicht nur die Kleidung sollte eine gründliche Inspektion durchlaufen, sondern auch Ihr Körper, bzw. der Ihrer Kinder. Besonders den Hautfalten sollte Beachtung geschenkt werden, denn Zecken lieben es warm und feucht. In Achseln, Leisten, hinter dem Ohr oder dem Hals-/Nackenbereich fühlen sie sich ausnehmend wohl.

Impfschutz gegen FSME

Zecken übertragen verschiedene Krankheiten, unter anderem die Borreliose und die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME). Gegen Borreliose gibt es keinen Impfstoff, jedoch gibt es die Möglichkeit, sich gegen FSME vorübergehend zu immunisieren. Genaueres zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel zur Zeckensaison.

Zecken richtig entfernen

Trotz aller Vorsicht kann es natürlich passieren, dass ein kleines Biest zugestochen hat. Nun ist es wichtig, den Blutsauger möglichst rasch fachgerecht zu entfernen. Auch bei der Zeckenentfernung werden oftmals noch „Hausmittel“ genannt wie Öl auf die Zecke zu träufeln, oder Zecken herauszudrehen. Bitte schnell vergessen! Besorgen Sie sich in der Apotheke eine Zeckenpinzette mit gebogenen Enden, oder eine Zeckenkarte. Letztere wird unter den Leib bis zum Beißwerkzeug der Zecke geschoben, dann kann man die Zecke vorsichtig gerade heraushebeln. Achten Sie beim Entfernen mit der Pinzette darauf, das Hinterteil der Zecke nicht zu quetschen, sondern sie vorsichtig nach oben aus der Haut zu ziehen. Sollte der Kopf der Zecke noch in der Wunde stecken, oder der rote Fleck, der nach dem Stich sichtbar ist, sich nicht zurückbilden, suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf.

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