Winterschlaf beim Menschen
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Winterschlaf beim Menschen

Die dunkle Jahreszeit lässt uns dies manchmal wünschen. Einfach schlafen legen und erst wieder aufstehen, wenn die Sonne wieder da ist. Doch sind die täglichen Verpflichtungen das Einzige, was uns daran hindert, oder ist unser Körper gar nicht dazu in der Lage?

Wozu dient der Winterschlaf?

Sinken die Temperaturen oder wird die Nahrung knapper, versetzen sich viele Tiere in den „Sparmodus“. Durch das lange Schlafen wird so wenig Energie wie möglich verbraucht. Manche Wissenschaftler sehen die kurzen Tage und die schwächere Sonne als Auslöser für den Winterschlaf. Bekommt ein Körper weniger Sonnenstrahlung ab, wird auch weniger Vitamin D produziert. Eine Hormonumstellung bewirkt die Umstellung. Andere führen die innere Uhr als Ursache für den jahreszeitlich bedingten Rhythmus auf.

Können Menschen auch Winterschlaf halten?

Wechselwarme Tiere regulieren ihre Körpertemperatur nicht selbst, sondern passen sich an Ihre Umgebung an. So wird möglichst wenig Energie in Form von Wärme an die Umgebung verloren. Sinkt ihre Temperatur bis zu einem bestimmten Wert, verfallen sie in eine Winterstarre und bleiben so reg- und bewegungslos.
Gleichwarme Tiere, und dazu gehören auch wir Menschen, können ihre Körpertemperatur selbst regulieren und versuchen eine konstante Temperatur zu erhalten. Doch auch sie senken im Winter Ihre Körpertemperatur, um den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten. Von längeren Schlafphasen, bis hin zu einem durchgehenden, ununterbrochenen Schlaf gibt es die unterschiedlichsten Verhaltensweisen. Auch Menschen können ihre Temperatur sinken lassen, aber nur einige wenige zehntel Grad, etwa von 37°C auf 36,7°C. Sinkt die Temperatur weiter, können unsere Stoffwechselprozesse nicht mehr richtig ablaufen. Erfrierungen einzelner Körperteile oder des gesamten Körpers sind dann möglich. Blutdruckabfall und ein verlangsamter Puls können dann zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand führen.

Gibt es ihn nun? Den Winterschlaf beim Menschen?

Das Gen dazu haben die Wissenschaftler bei Menschen auch gefunden. Doch da das Nahrungsmittelangebot, in westlichen Ländern mehr als ausreichend ist, und auch die Unterkünfte und Transportmittel ausreichend beheizt sind, gibt es keinen Nutzen eines Winterschlafs mehr.
Anders als in Sibirien. Dort soll ein Volksstamm sich wegen Nahrungsmittelknappheit mit einem Winterschlaf durch den Winter geholfen haben. Nur einmal am Tag aß jeder ein Stück Brot, trank etwas Wasser und sah nach dem Feuer, um das sich alle versammelt hatten, um danach wieder in den Schlaf zu verfallen.
Auch aus Japan ist ein Fall bekannt. Der Japaner Etwa 24 Tage soll der Japaner in der 10°C kalten Gegend ohne Wasser und Nahrung, in einem Dämmerschlaf verbracht haben. Als die Rettungskräfte ihn fanden, hatte er nur noch eine Körpertemperatur von 22°C.

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