Weltblutspendetag
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Weltblutspendetag – mit einer einzigen Spende drei Leben retten

Am 14. Juni ist weltweit Weltblutspendetag. An diesem Tag soll auf die Relevanz von freiwilligen und regelmäßigen Blutspenden hingewiesen werden, da es immer noch viel zu wenig aktive Blutspender gibt. Der 14. Juni ist zugleich der Geburtstag von Karl Landsteiner, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Blutgruppen entdeckt und dem Blutspendetag sein Datum verliehen hat.

Trotz der großen Präsenz – jeder hat schon einmal davon gehört – herrscht bei dem Thema oft noch eine große Unsicherheit: Darf jeder spenden? Was sind die Risiken und was muss beim Spenden beachtet werden? Und wo kann ich eigentlich spenden?

In unserem Blogbeitrag bringen wir Licht ins Dunkel und klären über die Fakten rund um das Thema Blutspende auf.

Warum sollte ich Blut spenden?

Blut ist ein wertvolles Gut und kann auf künstlichem Wege nicht hergestellt werden. Bei Unfällen, Krebstherapien und Operationen wird Blut dringend benötigt. In Deutschland sind dies etwa 15.000 Blut- und 5.000 Plasmaspenden täglich. Dieser hohe Bedarf muss rein aus freiwilligen Spenden gedeckt werden. Wobei derzeit nur etwa 2,5 % der deutschen Bevölkerung regelmäßig Blut spendet.

Bei den meisten Behandlungen reichen bestimmte Bestandteile des Blutes aus. Deshalb wird die Spende nach der Abnahme in rote Blutkörperchen, Plasma und Blutplättchen aufgetrennt. Eine einzige Blutspende kann im Ernstfall somit bis zu drei Leben retten. Und jeder Einzelne von uns könnte einmal in die Situation kommen, dass er auf fremdes Blut angewiesen ist.

Neben dem moralischen Aspekt hat jede einzelne Blutspende aber auch eine Menge gesundheitlicher Vorteile für den Spender:

  • Bestimmung des Blutbildes, des Pulses und des Blutdrucks
  • Untersuchung auf Infektionskrankheiten wie HIV und Hepatitis B und C
  • Erkennung von Erkrankungen wie Eisenmangel und Infektionskrankheiten
  • Zweijährlicher Check der Nieren- und Leberwerte

Grund genug also, um sich tiefer mit dem Thema Blutspende auseinanderzusetzen.

Darf jeder Mensch Blut spenden?

In Deutschland darf jede Person zwischen 18 und 72 Jahren, Erstspender bis zu einem Alter von 64 Jahren, Blut spenden, sofern keine gesundheitlichen Bedenken dagegen sprechen. Bei Spendern zwischen 68 und 72 Jahren ist eine ergänzende Untersuchung durch den Hausarzt vorgeschrieben. Zudem muss der potenzielle Spender mindestens 50 Kilogramm wiegen.

Zur Blutspende muss ein gültiger Lichtbildausweis mitgebracht werden. 12 Stunden vor der Spende darf kein Alkohol und 4 Wochen vorher keine Drogen konsumiert werden. Vor der Spende sollte ausreichend gegessen und getrunken werden.

Gesunde Männer können bis zu sechsmal, Frauen bis zu viermal im Jahr Blut spenden. Zwischen den einzelnen Spenden sollten aber zwei bis drei Monate Pause liegen.

Wie läuft eine Spende ab?

Zu Beginn der Blutspende wird ein Fragebogen zur gesundheitlichen Vorgeschichte ausgefüllt. Damit wird sichergestellt, dass der Spender gesund und die Spende für ihn nicht gefährlich ist. Dann folgt eine kurze ärztliche Untersuchung. Dabei wird unter anderem der Hämoglobinwert bestimmt, der wichtig ist, um eine Blutarmut auszuschließen. Dafür wird nur ein kleiner Piks in Fingerkuppe oder Ohrläppchen benötigt.

Der Arzt gibt sein Okay? Dann kommt es jetzt zu der eigentlichen Blutspende. Dabei wird dem Spender etwa 500 Milliliter Blut entnommen. Dies dauert seine Zeit, aber nach 5 bis 10 Minuten ist der Blutbeutel ausreichend gefüllt. Im Anschluss folgt eine kurze Ruhephase, die etwa 10 Minuten dauert. Während der gesamten Blutspende steht ärztliches Personal als Ansprechpartner zur Verfügung.

Nun ist es Zeit, das gespendete Blut zu ersetzen. Dafür stehen im Imbissraum Speisen und Getränke zur Verfügung. Hier sollte gerne gut zugegriffen werden. Danach kann der Alltag wie gewohnt fortgesetzt werden.

Alles in allem nimmt die Blutspende etwa eine Stunde Zeit in Anspruch. Eine Stunde, die Leben retten kann.

Wo kann ich Blut spenden?

Es gibt eine Reihe an Organisationen, die Blutspenden durchführen, unter anderem das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Blutspendedienst der Bundeswehr, verschiedene Krankenhäuser und diverse unabhängige Blutspendedienste. Im Internet findet man viele hilfreiche Informationen zur Wahl der passenden Blutspendeorganisation.

Auch wenn das Thema Blutspende im ersten Moment etwas heikel erscheinen mag, es lohnt sich, darüber nachzudenken. Denn mit nur einer Spende kann vielen Menschen geholfen werfen. Trauen Sie sich!

Was denken Sie über das Thema Blutspenden? Ist es etwas, dass jeder regemäßig machen sollte? Raten Sie von Blutspenden ab? Schreiben Sie uns Ihre Meinung im Kommentar!

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