hormonfreie Verhütung im eurapon Gesundheitsblog
Kommentare 0

Welche hormonfreien Verhütungsmittel gibt es?

Hormonelle Verhütungsmittel sind für den weiblichen Körper eine Belastung. Ihr Vorteil ist, dass sie als recht sicher gelten. Dennoch nehmen die Anfragen nach hormonfreien und schonenden Verhütungsmitteln zu, die natürlich in ihrer Wirkung kalkulierbar sein müssen. Hier stehen Ihnen weit mehr Methoden, als nur die Verwendung eines Kondoms zur Verfügung. Auskunft über die Zuverlässigkeit liefert Ihnen der Pearl-Index.

Was ist der Pearl-Index?

Der Pearl-Index ist ein wissenschaftlich belegtes Verfahren, um die Zuverlässigkeit eines Verhütungsmittels in Zahlen auszudrücken. Ein niedriger Pearl-Index sagt aus, dass diese Verhütungsmethode recht sicher ist. Je höher die Zahl ist, desto unzuverlässiger ist die Methode. In Zahlen bedeutet das, dass die Anzahl von 100 Frauen angegeben wird, die trotz Anwendung einer bestimmten Methode schwanger geworden sind. Der Wert errechnet sich über einen Zeitraum von 12 Monaten, unter der Voraussetzung, dass die Methode korrekt verwendet wurde. Liegt der Pearl-Index z.B. bei 1-2, bedeutet das, dass innerhalb eines Jahres 1-2 von 100 Frauen schwanger werden, auch wenn Sie die Methode richtig anwenden.

Das Diaphragma

Das Diaphragma hat einen Pearl-Index von 1-20. Damit gilt das Diaphragma immer noch als recht sicher. Sie müssen es aber zusammen mit einem Verhütungsgel verwenden. Ein Diaphragma ist eine weiche Kappe, die vor dem Muttermund platziert wird und ihn damit verschließt. Nachteilig ist, dass Sie etwas Übung brauchen, damit die Verwendung einwandfrei funktioniert. Das Diaphragma muss nach dem Geschlechtsverkehr noch einige Stunden im Körper bleiben, dann müssen Sie es entfernen. Das Diaphragma sollte dann gründlich gereinigt werden. Es ist dann wieder verwendbar.

Die Temperaturmethode

Bei der Temperaturmethode gibt der Pearl-Index die Sicherheit mit 0,8 bis 3 an. Wenn Sie sich hierfür interessieren, müssen Sie täglich morgens zum gleichen Zeitpunkt Ihre Körpertemperatur messen und in eine Temperaturkurve eintragen. Sie stellen dann fest, dass die Temperatur zur Mitte des Zyklus ansteigt. Auf diese Weise können Sie den Zeitpunkt des Eisprungs sehen und in der fruchtbaren Zeit zusätzliche Verhütungsmethoden anwenden.

Verhüten mit dem Zykluscomputer

Zykluscomputer gibt es von verschiedenen Herstellern. Entsprechend unterschiedlich ist der Pearl-Index. Insgesamt gelten die Computer jedoch als zuverlässig. Solche Computer benötigen die Körpertemperatur und eine kleine Menge Urin, um die fruchtbaren Tage berechnen zu können. Die gemessene Temperatur müssen Sie dann in den Taschencomputer eingeben. Mit einem Teststäbchen überprüfen Sie anschließend über den Urin den Hormonstatus. Der Computer zeigt Ihnen an, wann Sie zusätzlich verhüten müssen, um eine Schwangerschaft zu verhindern.

Der Ovulationstest und seine Möglichkeiten

Der Ovulationstest hat einen Pearl-Index von 5-6 und ist eine beliebte hormonfreie Möglichkeit der Empfängnisverhütung. Er beruht auf dem Prinzip, dass sich 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung der Hormonstatus verändert. Die Überprüfung erfolgt ebenfalls über den Urin. Das Teststäbchen zeigt Ihnen neben einem Kontrollstreifen einen weiteren Streifen an. Je höher der Spiegel des LH-Hormons ist, desto kräftiger erscheint der Streifen, Ihr Hinweis auf den Eisprung. Diese fruchtbare Phase hält etwa 48 Stunden an, so dass Sie mindestens jetzt zusätzlich verhüten müssen.

Mögliche Risiken der hormonfreien Empfängnisverhütung

Die Methoden der hormonfreien Empfängnisverhütung setzen vor allem auf Eigenverantwortung. Wenn sie keinen hemmenden Charakter haben, wie das Diaphragma oder das Kondom, eignen sie sich auch zur Planung einer Schwangerschaft. Bei den Methoden, die die fruchtbaren Tage anzeigen, sollten Sie allerdings bedenken, dass Spermien bis zu fünf Tage im weiblichen Körper überleben können. Die Dauer kann deutlich kürzer sein, denn sie ist abhängig vom Zyklus und dem Aufbau der Schleimhaut. Damit es Ihnen nicht passiert, dass Sie morgens feststellen, dass Ihr Eisprung kurz bevorsteht, Sie aber ein bis zwei Tage zuvor ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, sollten Sie sich intensiv mit Ihrem Zyklus befassen und vor allem in der Anfangszeit besser zusätzlich mit einem Kondom verhüten. Mit der folgenden Routine steigt auch die Sicherheit beim Umgang mit der hormonfreien Empfängnisverhütung.

Schreibe eine Antwort