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Vogelgrippe – Das sollten Sie wissen

Vogelgrippe ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Gruppe von Viruserkrankungen, die sich zunächst tatsächlich unter Vögeln verbreitet und nur in Einzelfällen andere Tierarten oder Menschen befallen hat. Speziell die H5N1 Subtypen der Influenza A Viren könnten sich aber leicht in eine auf den Menschen angepasste Variante verwandeln. Außerdem gibt es in dieser Gruppe besonders virulente Stämme, die als HPAI H5N1 bezeichnet werden und hochgradig krankheitserregend sind.

Vorkommen und Verbreitung der Vogelgrippe

Die als Vogelgrippe bezeichneten Viruserkrankungen sind weltweit bekannt, wobei die verschiedenen, zur Vogelgrippe gezählten Virenstämme regional unterschiedlich vertreten sind. Mindestens ein Stamm der besonders gefährlichen und in Medienberichten vorwiegend mit dem Begriff Vogelgrippe assoziierten HPAI H5N1 Viren hat sich weltweit verbreitet. Schwerpunktmäßig sind H5N1-Infektionen in Südostasien zu finden.

Wodurch zeichnet sich die Vogelgrippe aus?

Alle Formen der Vogelgrippe zählen zu den echten Grippeerkrankungen, das heißt, sie werden durch Influenza-Viren verursacht. Speziell geht es hier um den Typ A, zu dem alle Viren gehören, die Grippeepidemien verursachen, auch solche wie H1N1, die nicht zur Vogelgrippe zählen. Die einzelnen Stämme der Influenza Typ A Viren werden anhand zweier Proteine unterschieden, die sich auf ihrer Außenhülle finden. Daraus leiten sich die Kürzel wie H5N1 ab. H steht für Hämagglutinin und N für Neuraminidase, die Ziffern bestimmen jeweils einen unterschiedlichen Subtyp der Influenza Typ A Viren.

Das Zusammenspiel der beiden Hüllproteine ist ein wesentlicher Faktor, warum sich die Influenza A Viren in einem infizierten Organismus so aggressiv ausbreiten. Das Hämagglutinin ist ein Anker, mit dem das Virus an bestimmten Rezeptoren einer Wirtszelle andockt, aber die Neuraminidase zerstört gerade diese Andockstellen. Dadurch verhindert das Virus, dass andere Artgenossen sich in seiner Umgebung ansiedeln. Die Grippeinfektion verbreitet sich daher ungewöhnlich schnell und großflächig aus. Dieser Effekt kann auch ein Auslöser einer gefährlichen Überreaktion des Immunsystems im infizierten Organismus sein, die als Zytokinsturm bekannt ist und wahrscheinlich die überdurchschnittlich hohe Anzahl von Todesfällen bei jungen Erwachsenen verursacht.

Infektionsrisiko für den Menschen

Die verschiedenen Influenza A Subtypen verbreiten sich jeweils ausschließlich oder vorzugsweise bei bestimmten Tierarten oder beim Menschen. Namen wie Vogelgrippe leiten sich daher von der Tierart ableiten, die das Virus infiziert oder bei der es zuerst nachgewiesen wurde. Beispielsweise das Vogelgrippevirus Influenza A/H5N1 breitet sich nach aktuellem Stand nur bei Vögeln, insbesondere Geflügel aus. Es gibt zwar Fälle, in denen andere Tierarten und auch Menschen durch H5N1 infiziert wurden, diese blieben aber isoliert und ließen sich in der Regel auf einen direkten Kontakt mit infizierten Vögeln zurückführen. Trotzdem sind gerade die H5N1 Vogelgrippeviren für den Menschen gefährlich. Das hat zwei Gründe: Die hohe Sterblichkeitsrate von über 50 Prozent und die in Analysen der Genstruktur festgestellte Leichtigkeit, mit der sich die H5N1 Viren in eine an den Menschen angepasste Variante verwandeln können.

Wie wird die Vogelgrippe übertragen?

Grundsätzlich kann die Vogelgrippe alle Vogelarten infizieren. Krankheitssymptome und Todesfälle treten aber vor allem bei Geflügel auf, also Hühnern, Puten, Gänsen und Enten. Davon leitet sich auch ein weiterer Name der Krankheit ab, die Geflügelpest. Es sind aber auch Fälle bekannt, in denen die Viruserkrankung ein Vogelsterben unter wildlebenden Tieren ausgelöst hat. Ein Beispiel dafür ist die H5N3-Epidemie, die sich 1961 bei Seeschwalben in Südafrika ausbreitete.

Ist die Vogelgrippe auf Haustiere übertragbar?

Eine Vogelgrippe-Infektion bei Haustieren ist vor allem bei Katzen möglich, die entweder mit wildlebenden Vögeln oder über das Futter mit kontaminierten Geflügelprodukten in Kontakt kommen. Die Übertragung auf den Menschen ist selten,  kann aber über Geflügelfleisch, über Kontakt mit dem Kot infizierter Vögel, aber auch durch eine Tröpfcheninfektion, auf dem Weg über die eingeatmete Luft erfolgen. Diese drei möglichen Infektionswege erfordern unterschiedliche Schutzmaßnahmen.

Schutz vor der Vogelgrippe

Die Influenza A Viren der Vogelgrippe können in Nahrungsmitteln durch ein Erhitzen auf mindestens 70, besser 74 °C abgetötet werden. Bei der Zubereitung ist darauf zu achten, dass die Speisen durcherhitzt werden und auch im Inneren diese Temperaturen erreichen. Wer in asiatische Länder reist sollte sich von Märkten mit Lebendgeflügel und ähnlichen Orten fernhalten. Weitere Informationen sind beispielsweise in Versandapotheken wie der Online-Apotheke eurapon erhältlich, die zu den zehn Größten der Branche zählt.

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