Unsere ersten Schritte zur Versandapotheke
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Unsere ersten Schritte zur Versandapotheke

Ich habe lange überlegt, worüber ich in meinem ersten Blogbeitrag schreiben soll, und habe mir gedacht: Warum nicht ganz am Anfang beginnen? Schauen wir also zurück auf die Anfangszeit unserer Apotheke und den Weg, den wir seitdem gegangen sind.

Die Entstehung der „Euro Apotheke Online“

Es war ein langer und glücklicherweise erfolgreicher Weg, den Eurapon bis heute gegangen ist. Das wussten wir selbstverständlich noch nicht, als wir im Mai 2006 unsere ersten Pakete verschickt haben. Damals war ich noch nicht Eigentümer von Eurapon, aber als Mitarbeiter der Euro-Apotheke an der Planung und Umsetzung beteiligt.

Der damalige Eigentümer Herr Linke hatte schon im Jahr 2000 die Überlegung, einen Apothekenversandhandel zu eröffnen, doch leider gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht die gesetzlichen Voraussetzungen dazu in Deutschland. Das änderte sich 2004, woraufhin wir die ersten Schritte eingeleitet und mit der Planung begonnen haben.

Bis zum Start unseres Online Shops hat es noch eine ganze Weile gedauert – fast 18 Monate. Viele Dinge mussten geklärt werden, z.B. das Logistikkonzept, die Shopsoftware und nicht zuletzt der Name. Wir haben uns für Eurapon entschieden, als Abkürzung für Euro Apotheke Online.

Startschwierigkeiten und viel Handarbeit

Als unser Shop dann live ging und die erste Bestellung getätigt wurde (von einer Bekannten aus Bremen), war die Freude natürlich groß. Einen Monat später hatten wir das erste „größere“ Bestellvolumen: 80 Aufträge an einem Tag – da merkten wir schnell, dass die Bearbeitung von Online-Bestellungen doch etwas anderes ist, als das Bedienen von Kunden in der Apotheke.

In unserer Apotheke hätte für die Bedienung von 80 Kunden an einem Tag locker die Arbeitskraft einer Pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA) ausgereicht. Für die Bearbeitung der 80 Bestellungen waren wir dagegen mit zwölf Leuten bis in die Abendstunden beschäftigt: Beschaffung der Artikel über den Großhandel, Kommissionierung, Endkontrolle und schließlich Verpackung. Am Ende waren alle schweißgebadet, da wir vieles noch manuell gemacht haben. Diese Erfahrung hat uns aber auch vor Augen geführt, dass wir unsere Prozesse ändern müssen, wenn wir eine richtige Versandapotheke werden wollen.

Als wir die ersten Prozessoptimierungen durchgeführt hatten und das Bestellaufkommen bewältigen konnten, hatten wir endlich Zeit, uns mit der Frage zu beschäftigen, wie wir mehr Aufträge bekommen können. Wie bekommen wir mehr Besucher auf unsere Seite? Wie können wir Neukunden gewinnen? Und was müssen wir tun, um einmalige Besteller zu Stammkunden zu machen? Anscheinend haben wir diese Fragen ganz gut beantwortet, denn die Bestellungen bei Eurapon stiegen in den folgenden Monaten und Jahren immer weiter an.

Wachstum und seine Tücken

Mit jedem „Meilenstein“, den wir bei der Anzahl an Bestellungen erreichten, stellten sich aber auch neue Herausforderungen an den Versandprozess. In der Anfangsphase hatten wir noch kein richtiges Lager und haben die meisten Artikel über den pharmazeutischen Großhandel bezogen. Der „Wareneingang“ bestand daraus, dass wir die gelieferten Artikel alphabetisch sortiert auf den Tisch gelegt haben. Dann wurde mit den Bestellaufträgen, die in Zettelform vorlagen, versucht, die Artikel den richtigen Bestellungen zuzuordnen. Die fertigen Aufträge wurden dann zur Kontrolle vom pharmazeutischen Personal mit dem Bestellzettel abgeglichen.

Im Laufe der Zeit haben wir diese Arbeitsschritte stark verändert und dabei natürlich auch viele Fehler gemacht: Als wir immer mehr Produkte auch vorrätig auf Lager hatten, haben wir uns z.B. an der klassischen Apothekenlogistik orientiert. Die funktioniert nach dem Prinzip, dass alle Artikel nach Alphabet sortiert in Schubladen gelagert werden. Diese Form der Sortierung stellte sich jedoch als völlig ungeeignet für eine Versandapotheke heraus. Aus solchen Fehlern haben wir versucht zu lernen und uns ständig zu verbessern. Das klingt vielleicht etwas platt, aber in unserer Branche wurden wir tatsächlich dazu gezwungen, so zu denken: Alles verändert sich stetig, wir müssen uns immer wieder neu anpassen und unsere bisherigen Abläufe und Denkweisen hinterfragen.

Mit Schwung in die Top 10

Auf diese Weise können wir heute auf ein kontinuierliches Wachstum zurückblicken. Heute verschicken wir pro Woche 14.500 Pakete und gehören zu den zehn größten Versandapotheken Deutschlands. Wie wir das geschafft haben? Darauf gehe ich in meinem nächsten Artikel hier im Blog ein. So viel kann ich aber schon verraten: Dahinter steckt eine enorme Leistung unserer Mitarbeiter und natürlich hat sich auch technisch sehr viel verändert seit unseren Anfängen.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Rückblick gefallen. Da dies mein erster Blogbeitrag ist, würde ich mich über Dein Feedback sehr freuen. Hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar hier im Blog.

Eurapon Inhaber Kubilay TaluKubilay Talu ist Apotheker und seit 2008 Inhaber der Versandapotheke Eurapon.  Als Mitarbeiter der Euro Apotheke in Bremen hat er bereits seit 2001 die Entwicklung des Unternehmens begleitet und entscheidend mitbestimmt.
Hier im Blog schreibt er in der Kategorie „Chefvisite“ einmal pro Monat über seine Erfahrungen und Ansichten aus dem Apothekenbereich.

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5 Kommentare

  1. Pingback: Unser Umzug in die Scipiostraße

  2. Eric

    Sehr interessanter Einblick! Mit unserem kleinen Onlineshop sind wir auch erst letzten Monat vom eigenen Lager zu einem Logistiker umgezogen.
    So können wir uns auf unser Kerngebiet fokussieren und überlassen die Logistik den Profis.

  3. Sevim

    Kubilay Bey,

    tesadüf eseri dün sitenizden ilac siparis ettim. Gelen emailde adinizi görünce gururlandim. Bundan sonra recetesiz bütün ilaclari buradan siparis verecegim.
    Calismalarinizda basarilar dilerim.

    Tolga Sevim

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