Schwangerschaft - Schwangerschaftsratgeber von eurapon
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Unser Schwangerschaftsratgeber Teil 1: An diese Dinge sollten Sie bei Ihrer Schwangerschaft denken

Eine Schwangerschaft ist eine einzigartige Erfahrung im Leben jeder Frau. Während die Freude auf die Geburt des Kindes von Woche zu Woche wächst, wird der gewohnte Alltag über neun Monate hinweg auf den Kopf gestellt. Gerade bei der ersten Schwangerschaft stellen sich Frauen unzählige Fragen, die von der richtigen Ernährung bis zu Regelungen wie dem Mutterschutz reichen. Unsere eurapon Online-Apotheke möchte Sie mit einer kleinen Serie umfassend zum Thema Schwangerschaft informieren. In diesem ersten Teil erhalten Sie grundlegende Informationen aus vielen Themenbereichen, die Ihnen die Schwangerschaft erleichtern möchten.

Allgemeine Informationen zur Schwangerschaft

Geburtstermin berechnen

Eine der wichtigsten Fragen aller Frauen ist, wie lange die Schwangerschaft dauert und wann mit der Geburt des Kindes zu rechnen ist. Auch wenn jede Schwangerschaft etwas anders abläuft und Frühgeburten ebenso wie Nachzügler möglich sind, ist eine grobe Berechnung des Geburtstermins möglich.

Für die Berechnung benötigen Schwangere nichts weiter als den Termin der letzten Regelblutung vor der Befruchtung der Eizelle sowie die durchschnittliche Dauer eines Regelzyklus‘. Bei einem regulären Zyklus von 28 Tagen käme es theoretisch zwischen dem zwölften und 15. Tag zum Eisprung, ebenso wie zu einer erfolgreichen Befruchtung der Eizelle. Von diesem Zeitpunkt aus sind 38 Wochen zu rechnen, die als durchschnittliche Dauer einer Schwangerschaft gelten. Sehr grob kann deshalb von knapp zehn Monaten seit der letzten Regelblutung ausgegangen werden.

Alternativ wird Ihnen der behandelnde Frauenarzt im Laufe der ersten Wochen und Monate einen genaueren Zeitrahmen für den Geburtstermin geben. Dieser orientiert seine Vorhersage an den Entwicklungsstand des Embryos oder Fötus, da viele körperliche Entwicklungen innerhalb bestimmter Wochen der Schwangerschaft stattfinden. Für die erste Eigenberechnung reicht die obige Formel jedoch aus.

Mutterschutz

Die Wochen vor und nach der Geburt halten für Schwangere körperlich und psychisch große Herausforderungen bereit. Aus verständlichen Gründen können sie nicht bis zum letzten Tag am gewohnten Arbeitsleben teilnehmen oder sich wenige Tage nach der Geburt um Arbeit, Haushalt oder Freizeitaktivitäten kümmern. Der Gesetzgeber geht hierauf mit verschiedenen Regelungen und Vorschriften ein, die unter den Begriff Mutterschutz fallen.

Mit der Richtlinie 92/85/EWG, der sogenannten Mutterschutzrichtlinie, hat die Europäische Union einheitliche Vorschriften für alle EU-Länder ausgearbeitet. In einzelnen Nationen wie Deutschland gehen diese Vorschriften zum Mutterschutz traditionell noch weiter. Der wichtigste Schutz gilt hierbei für Arbeitnehmerinnen, die in der Phase vor und nach der Geburt nicht gekündigt werden können. Ausgehend von dem vom Arzt berechneten Geburtstermin beginnt der Kündigungsschutz der Frau 280 Tage vorher. Nach der Geburt unterliegt sie nach dem Mutterschutzgesetz weitere vier Monate diesem Kündigungsschutz. Wenige Ausnahmen sind möglich, beispielsweise bei einer Insolvenz des Unternehmens. Der Schutz verlängert sich, sofern die Mutter nach der Geburt Elternzeit nimmt.

Durch das Gesetz sind außerdem die Entgelte durch den Arbeitgeber geregelt. Sechs Wochen vor der Geburt bis acht Wochen nach der Geburt steht der Schwangeren ein Mutterschaftsgeld zu. Dieses beträgt aktuell 13 Euro pro Tag. Der Arbeitgeber darf das Nettogehalt der Frau um das Mutterschaftsgeld reduzieren. Ab dem Tag der Geburt bestehen ergänzend Ansprüche auf Kindergeld, für das erste Kind aktuell 190 Euro. Entfällt das Mutterschaftsgeld acht Wochen nach der Geburt, ist ein Übergang ins Elterngeld möglich. Dieses liegt je nach individuellem Fall zwischen 300 und 1.800 Euro.

Mutterpass

Mutterpass - Schwangerschaftsratgeber von euraponDer Mutterpass ist das wichtigste offizielle Dokument, das eine Frau durch die Monate ihrer Schwangerschaft begleitet. Im Regelfall wird der Mutterpass durch den Frauenarzt ausgestellt, der die Schwangerschaft festgestellt hat und die Frau durch die anstehenden Monate begleitet. Im Dokument wird eine Vielzahl an Informationen gesammelt, um die Gesundheit von Mutter und Kind während der Schwangerschaft zu dokumentieren. Zu den wichtigsten Einträgen bezogen auf die Mutter gehören:

  • Blutgruppe
  • Eisengehalt im Blut der Mutter
  • Erkrankungen während der Schwangerschaft
  • ermittelte Ergebnisse von Infektions- oder Erbkrankheiten

Im Falle des Kindes werden beispielsweise folgende Informationen im Mutterpass dokumentiert:

  • Entwicklung von Gewicht und Größe des Kindes
  • Lage in der Gebärmutter mit eventuellen Veränderungen
  • der voraussichtliche Geburtstermin
  • Besonderheiten und Auffälligkeiten während der Schwangerschaft

Das Führen eines Mutterpasses in Deutschland ist obligatorisch, das Ablehnen eines solchen Dokumentes verstößt nicht gegen geltendes Recht. Dennoch ist es für fast alle Schwangeren einleuchtend, den Mutterpass zu führen, da es ihrem eigenen Wohle und dem des Kindes dient. Sollte es während der Schwangerschaft zu Unfällen, schweren Erkrankungen und anderen Komplikationen kommen, bietet der Mutterpass einen schnellen Überblick und ermöglicht eine angemessene Reaktion. Bei Verlust des Mutterpasses wird deshalb vom Frauenarzt oder der Hebamme schnell ein Ersatzdokument mit allen bisherigen Ergebnissen ausgestellt. Nur so ist gewährleistet, dass in einer Notfallsituation alle wichtigen Informationen vorliegen.

Schwangerschaftsvorbereitung

Ernährung / Nahrungsergänzung

Während der Schwangerschaft lohnt es sich, die eigne Ernährung zu hinterfragen, z. B. wenn regelmäßig Alkohol getrunken wird. Die folgenden Hinweise geben wertvolle Tipps zu einer ausgewogenen Ernährung während der Schwangerschaft und machen die Bedeutung verschiedene Präparate zur Nahrungsergänzung deutlich.

Warum Folsäure so wichtig ist

Neben der regulären Ernährung sind einzelne Nährstoffe in der Schwangerschaft besonders wichtig und sollten in einer größeren Menge aufgenommen werden. Dies gilt in erster Linie für Folsäure, die bei einem Mangel nach verschiedenen Studien beiträgt zu drohenden Frühgeburten, angeborene Herzfehler oder der Entstehung eines offenen Rückens, der sogenannten Spina Bifida. Folsäure ist in vielen alltäglichen Nahrungsmitteln wie Hülsenfrüchten vorhanden, die tägliche Dosis einer Schwangeren geht jedoch über die gewohnte Nahrungsaufnahme hinaus.

Falls eine Eizelle befruchtet wurde und die Schwangere einen Kinderwunsch äußert, sollte die Einnahme von Folsäure-Tabletten als Zusatz bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel erfolgen. Gängig sind Präparate mit 400 bis 500 Mikrogramm Folsäure pro Tag, die ergänzend zu einer ausgewogenen Ernährung eingenommen werden. Wie bei jeder Nahrungsergänzung gilt: Die Einnahme der Präparate ersetzt einen abgestimmten und gesunden Speiseplan nicht und ist, wie es der Name sagt, als Ergänzung zu verstehen.

Ebenfalls wichtige Nährstoffe in der Schwangerschaftsphase sind Jod und Eisen. Eine ausreichende Jodversorgung lässt sich heutzutage einfach über Jodsalz gewährleisten. Ob ein Mangel vorliegt, sollte ähnlich wie bei Eisen durch den behandelnden Arzt über das Blutbild abgeklärt werden. Wird ein Jod- oder Eisenmangel festgestellt, lässt sich dieser durch Einnahme täglicher Präparate ebenfalls beseitigen.

Nikotin & Rauchentwöhnung während der Schwangerschaft

Jeder Schwangeren leuchtet es ein: Genussgifte wie Nikotin und Alkohol sind während der Schwangerschaft unbedingt zu vermeiden. Vorsatz und praktische Umsetzung weichen jedoch oft voneinander ab. Gerade wenn Sie als Frau über Jahre hinweg regelmäßig geraucht haben, wird ein plötzliches Abbrechen zum Beginn der Schwangerschaft zum komplizierten Vorhaben.

Rauchen in der Schwangerschaft - Schwangerschaftsratgeber von euraponDie Forschung der letzten Jahre bringt das Rauchen in der Schwangerschaft immer häufiger mit verschiedenen Symptomen des Kindes in Verbindung, oftmals auch erst als Spätfolgen. Ein Einfluss wird in so verschiedenen Bereichen wie dem Untergewicht des Säuglings, einem steigenden Diabetes-Risiko oder der Neigung zum Übergewicht im Erwachsenenalter vermutet. Vielen Frauen reichen bereits diese Erkenntnisse, um von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufzuhören und sich der Suchtentwöhnung zu stellen.

Falls es Ihnen schwer fällt, spontan mit dem Nikotingenuss aufzuhören, vertrauen Sie sich den behandelnden Ärzten an. Diese können, oftmals in Kooperation mit der zuständigen Krankenkasse, Kurse zur Rauchentwöhnung für Schwangere vermitteln. Hier werden Strategien und Motivationen entwickelt, wie sich die Sucht überwinden lässt.

Übrigens: Passivrauch ist für den heranwachsenden Säugling genauso schädlich! Achten Sie also darauf, in welchem Umfeld Sie sich während der Schwangerschaft bewegen und weisen Sie rauchende Freunde und Arbeitskollegen freundlich auf diesen Umstand hin.

Alkohol in der Schwangerschaft

So schlimm und folgenreich Rauchen in der Schwangerschaft ist – nach aktuellem medizinischem Stand ist Alkoholgenuss noch schlimmer. Viele Studien der vergangenen Jahre und Jahrzehnte bringen ihn mit diversen Fehlbildungen des heranwachsenden Säuglings in Verbindung. Alkoholische Getränke aller Art sollten deshalb von der Schwangeren über den gesamten Verlauf der Schwangerschaft hinweg vermieden werden. Selbst eine Fehlgeburt droht, wenn größere Mengen Alkohol in der ersten Phase der Schwangerschaft zu sich genommen werden.

Laut Webseite des Berufsverbandes der Deutschen Frauenärzte sind lediglich 15-30 Prozent aller Frauen in Deutschland über die gesamte Schwangerschaft hinweg abstinent. Erschreckende Zahlen, wenn man bedenkt, wie stark der Einfluss auf die Gesundheit des Kindes im Mutterleib ist. Oft ist der gesellschaftliche Druck groß, etwas mit zu trinken, dies sollte jedoch nicht als Ausrede genutzt werden. Je nach Entwicklungsstufe des Kindes und sonstigen Umständen kann ein einziger Abend mit ein oder mehreren Gläsern Alkohol ausreichen, um Folgen wie die fetale Alkoholspektrums-Störung (FASD) bzw. das fetale Alkoholsyndrom (FAS) auszulösen.

Wenn Sie als Frau nur selten zu Sekt, Wein oder Cocktail greifen, wird Ihnen die Abstinenz zum Wohle des Kindes in der Schwangerschaft leichtfallen. Schwieriger ist es, wenn Ihr Körper an den regelmäßigen Konsum von Alkohol gewöhnt ist. Hier gilt wie beim Rauchen: Schämen Sie sich nicht und sprechen Sie den Umstand bei Ihrem Arzt oder Frauenarzt an. Dieser gibt Ihnen wie Ihre Krankenkasse Tipps und kann Kurse vermitteln, die Ihnen den Entzug während der Schwangerschaft erleichtern.

Ernährung

Ernährung in der Schwangerschaft - Schwangerschaftsratgeber von euraponJede Schwangere benötigt über Monate hinweg viel Kraft, wofür eine gesunde und ausgewogene Ernährung unverzichtbar ist. Auch auf das gesunde Wachstum des Kindes im Mutterleib nimmt eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen & Co. einen großen Einfluss. Viele Frauen setzen sich erstmals in der Schwangerschaft kritisch mit den eigenen Ernährungsgewohnheiten auseinander und möchten den bestmöglichen Beitrag für die Entwicklung des Säuglings leisten. Zwar gibt es keine spezielle „Schwangeren-Diät“, die Richtlinien einer ausgewogenen Ernährung für Nicht-Schwangere gelten auch in dieser Lebensphase. Trotzdem ist es sinnvoll, je nach Phase einzelne Speisen eher auf den Esstisch zu bringen oder über die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln nachzudenken.

Was viele Frauen überrascht: Der Energiebedarf des Körpers steigt während der Schwangerschaft nicht signifikant an. Es ist also nicht nötig, „für zwei“ zu essen und künstlich zu einer höheren Kalorienaufnahme zu gelangen. Wichtiger ist, sich bewusst mit den Speisen und Getränken auseinanderzusetzen, die täglich gegessen werden. Vollkornprodukte als schnelle und gehaltvolle Energiespender sowie Obst und Gemüse sollten auf keinem täglichen Speiseplan fehlen. Pflanzliche Lebensmittel sollten häufiger als tierische Nahrungsmittel gegessen werden, Zucker und andere Süßwaren sind in Maßen zu genießen. Außerdem sollte jeden Tag ausreichend getrunken werden, zwei Liter Wasser und Tee sind ein guter Anhaltspunkt.

Stress vermeiden

Kein Thema dürfte in den letzten Jahrzehnten das Alltagsleben unserer modernen Gesellschaft so sehr geprägt haben wie das Thema Stress. Dabei befinden sich Schwangere in einer ähnlichen Zwickmühle wie alle anderen Menschen. Jedem ist bewusst, wie sich Stress auf der Arbeit oder im Privatleben auf die körperliche oder psychische Gesundheit auswirken. Doch genauso finden die wenigsten Menschen eine Möglichkeit, sich aus den stressigen Gewohnheiten zu lösen und ihr Leben umzukrempeln, um es entspannter zu gestalten.

Schwangere Frauen genießen beim Thema Stress mehrere Vorteile. Zum einen lernen viele von ihnen während der Schwangerschaft ihren Körper neu kennen und erkennen Signale einer Überlastung schneller oder besser. Dies heißt noch nicht, dass das Leben deutlich stressfreier gestaltet wird, aber die Erkenntnis ist immer der erste Schritt zur Besserung.

Zum anderen gelingt es Schwangeren leichter, die Monate der Schwangerschaft als „besondere Lebensphase“ anzusehen. Gedanklich gelingt hierdurch eine leichtere Abgrenzung vom gewohnten Alltag, der nicht selten stressige Situationen bereithält. Über die Schwangerschaft hinweg finden viele Frauen eine neue Art der Ruhe und schaffen bewusst Momente der Entspannung und Entlastung. Von Arbeitskollegen, Familie und Freunden ist hierfür das Verständnis zugesichert, man ist schließlich schwanger.

Bereits mit einfachen Tipps lässt sich der alltägliche Stress leichter bekämpfen, viele Frauenärzte regen diese oder vergleichbare Schritte früh in der Partnerschaft an. Zu den kleinen und praktischen Hilfsmitteln gehören:

  • Gönnen Sie sich eine bewusste Auszeit vom Alltag!
  • Erlernen Sie eine beruhigende Atemtechnik!
  • Erlernen Sie eine Entspannungstechnik wie das Autogene Training!
  • Hören Sie regelmäßig in sich hinein und akzeptieren Sie Stress!
  • Suchen Sie das offene Gespräch über Ihren Stress!

Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Viele Frauen übersehen, dass die Schwangerschaft selbst bei aller Vorfreude aufs Kind zu einer Belastung für Körper und Seele werden kann. Stimmungsschwankungen sind keine Seltenheit und einem sich stetig wandelnden Hormonspiegel zu verdanken. Scheuen Sie sich nicht, die Angebote einer Beratungsstelle für Schwangere in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie Geselligkeit und Austausch suchen, nehmen Sie an einem Kurs mit anderen werdenden Müttern teil. Diese Angebote zeigen Ihnen, dass Sie nicht alleine mit Ihren Erfahrungen und Gefühlen sind. Außerdem kann ein solcher Kurs zur aktiven Auszeit werden und Ihren Alltagsstress zusätzlich reduzieren.

Während der Schwangerschaft

Das Leben während der Schwangerschaft geht in vielen Bereichen gewohnt weiter. Viele Schwangere planen während der besonderen Monate einen Urlaub, möchten sich sportlich betätigen und nicht auf romantische Stunden mit dem Partner verzichten. Die folgenden Tipps sollen Ihnen bei der Entscheidung helfen, was während einer Schwangerschaft sinnvoll ist und Ihr Leben weiterhin bereichert. Vergessen Sie bei vielen Punkten außerdem nicht, auf Ihren Körper zu hören und einen individuellen Maßstab anzulegen.

Sport

Sport in der Schwangerschaft - Schwangerschaftsratgeber von euraponDass Sport während der Schwangerschaft nicht grundsätzlich verboten ist, zeigen die vielen speziellen Kursangebote für Schwangere in allen Entwicklungsphasen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, den Körper fit für die Strapazen der Geburt zu machen. Durch einen gemäßigten Muskelaufbau wird außerdem das wachsende Körpergewicht besser getragen werden können. Hochleistungssport bis ins Extrem sollte vermieden werden, auch wenn bislang keine breit angelegten Studien dieses Thema behandeln. Persönliche Umstände legen es außerdem nahe, unter Umständen auf Sport zu verzichten, beispielsweise:

  • bei einer bereits erlittenen Früh- oder Fehlgeburt
  • bei einer tiefliegenden Plazenta
  • bei bekannten Problemen mit dem Rücken oder Hüftgelenken
  • bei Bluthochdruck

Sind diese Risikofaktoren nicht gegeben, ist klassischer Ausdauersport wie Schwimmen, Rad fahren oder Jogging für Schwangere die beste Wahl. Selbst wenn Sie bislang nicht sportlich tätig waren, kann sich ein leichtes Training während der Schwangerschaft anbieten. Der behandelnde Arzt spricht gerne mit Ihnen über dieses Thema, Krankenkassen bieten außerdem Kurse speziell für Schwangere an. Die neu gewonnene Fitness zahlt sich spätestens bei der Geburt aus und hilft dabei, ihre körperliche Ästhetik nach der Schwangerschaft aufrechtzuerhalten.

Sexualität

Die schwangere Frau durchläuft über neun Monate hinweg körperlichen Veränderungen, was auch für den Hormonhaushalt gilt. Der höhere Anteil an Sexualhormonen trägt fast immer zur stärkeren Bildung von Scheidensekret oder einer erhöhten Empfindlichkeit der Brustwarzen bei. In einzelnen Phasen der Schwangerschaft haben Frauen deutlich mehr Lust auf Sex, in anderen wird die höhere Erregbarkeit und körperliche Empfindsamkeit als belastend oder sogar schmerzhaft empfunden. All diese Wandlungen sind ganz normal und spiegeln die Vielfalt von Sexualität in der Schwangerschaft wider.

Grundsätzlich gilt: Während der Schwangerschaft muss nicht auf sinnliche Stunden verzichtet werden. Bis auf wenige Ausnahmen, in denen Komplikationen drohen, kann das Sexualleben wie gewohnt ausgelebt werden. Viele Frauen erleben dieses in der Schwangerschaft sogar noch intensiver und befriedigender. Die größere Herausforderung ergibt sich für den Partner, der unsicher werden könnte oder den Hormon- und Stimmungsschwankungen seiner Partnerin ausgesetzt ist. Hier heißt es, stärker auf die Schwangere einzugehen und ihrem Spiel aus Lust und Unlust zu folgen.

Einzelne Risikosituationen sollen nicht verschwiegen werden, in denen Vorsicht beim Sex geboten ist. Vorsicht gilt deshalb in folgenden Situationen:

  • bei einer erlittenen Fehlgeburt (in den ersten drei Monaten)
  • bei erhöhtem Risiko einer Frühgeburt (in den letzten drei Monaten)
  • bei einer Schwangerschaft mit Zwillingen, Drillingen etc.
  • bei Infektionen im Bereich der Scheide

Selbst in diesen Situation gilt: Sexualität ist nicht gleich Geschlechtsverkehr. Selbst wenn ein Eindringen des Penis‘ in die Scheide als Risikofaktor zu sehen ist, kann das schwangere Paar gemeinsame Stunden mit sinnlichen Momenten auf viele andere Weisen ausleben.

Urlaub

Vielen Schwangeren hilft es, während der Schwangerschaft in einem ausgedehnten Urlaub abzuschalten und zu entspannen. Unabhängig vom späteren Mutterschutz steht der Frau als Arbeitnehmerin ein Urlaub in gewohnter Weise zu. Was die Gestaltung des Urlaubs anbelangt, gelten ungefähr die gleichen Hinweise und Einschränkungen wie beim Sport oder dem allgemeinen Thema Stress.

Urlaub - Schwangerschaftsratgeber von eurapon_1024x683pxEin Urlaub ist grundsätzlich allen Schwangeren anzuraten, um sich mehr auf sich zu besinnen und die Strapazen des Alltags hinter sich zu lassen. Im Gegenzug sollte der Urlaub so gestaltet werden, dass er nicht selbst zur Strapaze für Körper und Seele wird. Grundsätzlich ist der vierte bis sechste Monat die beste Zeit zum Reisen, da die grundlegende Entwicklung des Embryos abgeschlossen und das Risiko einer Frühgeburt gering ist.

Bei der Auswahl der Reiseziele ist ein naher Urlaubsort in Deutschland oder europäischen Nachbarländern zu empfehlen. Hören Sie in sich hinein, ob Sie sich und Ihrem Kind eine längere Flugreise zumuten möchten und nehmen Sie Ihre Sorgen und Gefühle ernst. Was den Stressfaktor anbelangt, muss das Fliegen nicht strapaziöser sein als die Anforderungen Ihres Berufsalltags.

Sorgen Sie außerdem während der Reise für den größtmöglichen Komfort, wobei Sie durch Mitreisende in Flugzeug, Zug oder Bus mit Sicherheit unterstützen erhalten. Trinken Sie auf allen Touren ausreichend und rechnen Sie bei Tagestouren ausreichend Pausen ein. Einfach gesagt: Entscheiden Sie sich eher gegen drohende Strapazen und gönnen Sie sich und dem Kind größtmögliche Entspannung!

Genussmittel aller Art

Die Themen Alkohol und Nikotin wurden oben bereits behandelt, beide sind über die Schwangerschaft hinweg dringend abzulehnen. Dies gilt auch für andere Genussmittel und Konsumgüter, wobei Sie nicht gänzlich auf alle Leckereien verzichten müssen. Kaffee und schwarzer Tee sind während der Schwangerschaft zwar erlaubt, sollten aber in Maßen getrunken werden. Auch ein leckeres Stück Torte darf hin und wieder genossen werden. Machen Sie jedoch einen großen Bogen um zu viel Zucker und härtere Konsumdrogen als die oben genannten.

Gleiches gilt für die Einnahme anderer Medikamente, auf die Sie bereits vor der Schwangerschaft angewiesen waren. Hier ist eine präzise Absprache mit dem behandelnden Haus- und Frauenarzt notwendig, beispielsweise um Wechselwirkungen zu vermeiden. Während der Schwangerschaft können verschiedene Symptome und Erkrankungen sogar in den Hintergrund rücken, so dass mit der Medikamenteneinnahme ausgesetzt werden kann. Hier entscheidet allerdings immer der Einzelfall.

Besondere Ernährungsgewohnheiten

Die oben genannten Empfehlungen zur Ernährung während der Schwangerschaft werden nicht alle Frauen befolgen wollen. Gerade bei einer vegetarischen oder veganen Lebensweise entfallen viele Lebensmittel während der Schwangerschaft. Die Auswirkungen auf das heranwachsende Kind sind nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht abzuschätzen, hierfür ist die Studienlage zu dünn. Selbst wenn es Auswirkungen gäbe, wären viele schwangere Frauen nicht bereit, zum Wohle ihres Kindes wieder Fleisch zu essen.

Grundsätzlich gilt: Eine ausgewogene Ernährung sollte jeder Schwangeren am Herzen liegen, d. h. die ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen & Co. muss gewährleistet sein. In welcher Form diese über die Nahrung aufgenommen werden, ist eher zweitrangig. Wichtig ist jedoch die Abklärung durch ein regelmäßiges Blutbild, ob es zu Mangelerscheinungen während der Schwangerschaft mit Gefahr für Frau und Kind kommt.

Ist dies der Fall oder soll diesem Umstand vorgebeugt werden, ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln eine sinnvolle Wahl. Nicht nur für Schwangere steht eine breite Auswahl entsprechender Präparate bereit, beispielsweise auch hier bei eurapon. In Absprache mit dem behandelnden Haus- und Frauenarzt lässt sich jeglicher Mangel unabhängig von persönlichen Ernährungsvorlieben vermeiden.

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