Haarausfall durch Stress
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Unser Haarausfallratgeber Teil 6: Stress als Ursache

Stress gehört zu den häufigsten Ursachen von Haarausfall und einer Vielzahl weiterer Symptome und Erkrankungen. Fast jeder Mensch hierzulande kennt das Problem, dauerhaft unter Strom zu stehen und zu wenig Zeit für sich selbst und eine ausgedehnte Entspannung zu finden. Vom hektischen Arbeitsalltag bis zu unzähligen Anforderungen in der Freizeit reicht das Spektrum an Tätigkeiten, die über Monate und Jahre Einfluss auf die Gesundheit nehmen. Selbst wenn es nicht zu einer radikalen Auswirkung wie dem permanenten Burn-Out kommt, kann Haarausfall ein wesentliches Anzeichen für zu großen Stress sein.

Die Erkennung von stressbedingtem Haarausfall ist schwierig und komplex. Bei jedem Menschen zeigt sich Stress durch andere Symptome und Beschwerden, die häufig in Kombination miteinander auftreten. Außerdem wird zu Beginn einer Erkrankung selten auf Stress getippt, sondern eher nach naheliegenden, organischen Erkrankungen gesucht. Auch mit der gegenteiligen Situation sind viele Betroffene vertraut: Ein Arzt findet keinen körperlichen Auslöser und benennt Stress als Auslöser für eine Vielzahl von Symptomen und Erkrankungen. Außerdem ist Stress tückisch, gerade wenn er schleichend über Jahre hinweg angestiegen ist: Viele Betroffene fühlen sich nicht gestresst, bis es zum großen Crash wie einem Burn-Out kommt.

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Haarausfall durch Stress

Wie die individuelle Situation auch gegeben sein mag: Stress sollte als Faktor bei einem eingetretenen Haarausfall immer berücksichtigt werden. Selbst wenn er nicht die Hauptursache ist, wird er in andere organische Gründe einfließen. Beispielsweise nimmt zu viel Stress einen Einfluss auf den Hormonhaushalt oder die Aktivierung bestimmter Gene im Laufe des Lebens. Eine stressfreie und bewusste Lebensweise ist auch jenseits von Problemen mit Haarausfall unbedingt anzuraten.

Was tun gegen Haarausfall durch Stress

Unterschiedliche Therapieformen

Wird der Einfluss von Stress auf den Haarausfall angenommen, bietet sich ein breites Spektrum möglicher Therapieformen. Diese zielen nicht explizit auf einen stressbedingten Haarausfall ab, sondern dienen grundsätzlich zur Reduktion von Stress und einer bewussteren Lebensweise. Selbst wenn sie nicht langfristig den Verlust des Haarausfalls stoppen können, leisten sie einen wertvollen Beitrag zur generellen Gesundheit und werden sich auf andere Weise gesundheitlich auszahlen.

Im ersten Schritt einer Therapie zur Stressreduktion gilt es, die eigene Lebensweise kritisch unter die Lupe zu nehmen. Vielen Betroffenen fehlt die Ehrlichkeit oder das Verständnis, an welchen Stellen ihres Lebens sie tatsächlich unter großem Stress sehen, häufig werden keine Alternativen zur aktuellen Lebensweise erkannt. Dabei geht es nicht immer um die radikale Änderung der Lebensumstände, was je nach Job oder Familie ohnehin nicht möglich wäre. Allerdings gibt es Methoden, eine neue Einstellung zu den Lebensumständen zu finden und diese als weniger stressig zu empfinden.

Typische Therapien dieser Art sind das Erlernen von Entspannungstechniken wie dem autogenen Training oder der progressivem Muskelrelaxation nach Jacobsen. Ein regelmäßiges Praktizieren hilft dabei, innerlich zur Ruhe zu kommen und auch in stressigen Phasen ruhig zu bleiben. Auch Meditation hilft in dieser Hinsicht und kann sogar das Gehirn umstrukturieren, um belastende Situation irgendwann nicht mehr als Stressfaktor zu empfinden. Manchen Menschen hilft es bereits, zwischendurch vom Alltagstrott abzuschalten, der Stressabbau erfolgt in der Natur oder auf Reisen. Bei einer größeren Belastung ist es sinnvoll, über eine Psychotherapie nachzudenken, beispielsweise falls akute Probleme für einen permanenten Stress verantwortlich sind.

Stress hat viele Gesichter und kann aus diversen Gründen entstehen. Beispielsweise kann eine ungesunde Ernährung dafür sorgen, dass die Nerven nicht mehr mit genügend Nährstoffen versorgt werden. Der betroffene Mensch reagiert gereizter und empfindet viele Situationen seines Alltags als belastender und negativer. Bei der Analyse des persönlichen Schemas im Umgang mit Stress sind solche Außenfaktoren gleichermaßen zu bedenken. Die Kunst, auch mal „nein“ sagen zu können und die schönen Momente des Lebens zu genießen, ist ein weiterer wichtiger Ansatz. Da unser Alltag stetig stressiger und komplexer wird, ist eine Auseinandersetzung mit diesem Thema unvermeidbar.

Mittel gegen Haarausfall

Stressbedingten Haarausfall mit Medikamenten und vergleichbaren Mitteln zu bekämpfen, ist weniger zu empfehlen. Am häufigsten sind Beruhigungsmittel und ähnliche Präparate gemeint, die das Nervensystem beruhigen und den gestressten Menschen abschalten lassen. Die Einnahme solcher Medikamente wirkt sich kurzzeitig auf den gesamten Organismus aus, allerdings nicht gezielt auf das Problem Haarausfall.

Außerdem ist die Einnahme von Medikamenten bei Stress ein Paradebeispiel dafür, wie die Symptome und nicht die Ursache behandelt werden. Anstatt weiterhin die stressige Lebensweise aufrechtzuerhalten und sich mit Arzneimitteln zu beruhigen, sollte lieber beim eigentlichen Problem angesetzt werden. Körper und Psyche lassen sich kaum austricksen und werden sich früher oder später mit anderen Symptomen zurückmelden. Im Extremfall wird sich der Haarausfall verschlimmern oder durch andere Probleme wie entzündliche Stellen am Kopf erweitern. Die Folge ist die Einnahme weiterer Medikamente mit Nebenwirkungen & Co., obwohl alleine die Beseitigung von Stress der Schlüssel zu einer gesunden Kopfhaut und zum Erhalt des Haupthaares wäre.

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