Hormonell bedingter Haarausfall
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Unser Haarausfallratgeber Teil 5: Hormonell bedingter Haarausfall

Zwischen dem hormonell bedingten und dem erblich bedingten Haarausfall gibt es einige Parallelen, dennoch sind beide Varianten nicht identisch. In vielen Fällen sind die Gene für die Überempfindlichkeit der Kopfhaut gegenüber DHT verantwortlich, was für den Haarausfall über Generationen hinweg verantwortlich ist und gerade bei Männern eintritt. Dennoch gibt es Fälle, wo der Hormonhaushalt unabhängig von der genetischen Disposition den Haarausfall begünstigt. Ein typisches Beispiel sind Frauen vor der Menopause, die sich einer Brustkrebsbehandlung unterziehen. Hier wird erheblich auf hormoneller Ebene eingegriffen, Haarausfall kann eine Folge der entstehenden hormonellen Schwankungen sein.

hormoneller Haarausfall

Hormoneller Haarausfall

Ebenfalls hormonell begründet ist der Haarausfall bei Frauen nach der Menopause. Der Körper produziert weniger Östrogen, in Relation hierzu wird mehr Testosteron ausgestoßen. Im fortschreitenden Lebensalter leiden deshalb 50 % der Frauen an einem hormonell bedingten Haarausfall, der in dieser Form bei Männern schon in frühen Jahrzehnten einsetzt.

Was tun gegen hormonell bedingten Haarausfall

Unterschiedliche Therapieformen

Zunächst bieten sich als Therapieformen alle Behandlungen an, die schon unter dem erblich bedingten Haarausfall beschrieben wurden. Hierbei wird primär am Testosteron als männliches Sexualhormon angesetzt, dessen Bildung bzw. Umwandlung in DHT gehemmt werden soll. Der Einsatz von Medikamenten und Wirkstoffen wie Finasterid ist etabliert und verspricht in vielen Fällen beeindruckende Behandlungserfolge.

Gerade wenn der Haarausfall hormonbedingt ist, ergeben sich gegenüber dem genetisch bedingten Haarausfall zusätzliche Probleme. Meist ist der Haarausfall keine einzelne Erscheinung, wenn der Hormonhaushalt des Betroffenen durcheinander ist oder durch ungünstige Faktoren beeinflusst wird. Neben einer gezielten Behandlung des Haarausfalls wird in Einzelfällen eine Hormontherapie durchgeführt, die auf einem ganzheitlichen Ansatz beruht. Aus praktischer Erfahrung heraus wissen Frauen und Männer, wie folgenreich der Eingriff in den Hormonhaushalt sein kann. Während diese Art von Therapie von manchen Betroffenen problemlos vertragen wird, kommt es bei anderen zu einer erheblichen Verschlechterung der gesamten Gesundheit.

Bei der Behandlung des hormonell bedingten Haarausfalls ist deshalb im Einzelfall zu überlegen, ob die Therapie sinnvoll und empfehlenswert ist. Der Betroffene muss abwägen, ob ihm der Erhalt des Haupthaars wichtiger als körperliche Veränderungen und Nebenwirkungen sind, die er durch die Hormontherapie erleidet. Auch die Bewertungen und Prognosen des begleitenden Arztes sollten unbedingt berücksichtigt werden.

Mittel gegen Haarausfall

Mittel und Medikamente für die Bekämpfung von hormonell bedingtem Haarausfall wurden oben genannt. Unter verschiedenen Umständen muss jedoch nicht von außen eingegriffen werden, da es sich um einen zeitlich begrenzten Haarausfall handelt und sich das Haupthaar in absehbarer Zukunft wieder normal entwickeln wird. Der wichtigste Fall dieser Art ist die Schwangerschaft, nicht wenige Frauen erleiden während dieser Monate bis zur Stillzeit einen mehr oder weniger starken Haarausfall. Wird mit dem Stillen aufgehört, verschwindet dieses Symptom und die Betroffene kann sich nach einigen Monaten wieder an einem normalen Haarwachstum erfreuen.

Der gleiche Effekt gilt für die hormonelle Behandlung von Krankheiten aller Art, bei denen Haarausfall eine Nebenwirkung sein kann. Wird die Therapie für diese Erkrankung erfolgreich durchgestanden, erholt sich der Hormonhaushalt des Körpers in den meisten Fällen von selbst. Die Nebenwirkung Haarausfall verschwindet ebenfalls und führt zum gewünschten, vertrauten Haarwachstum. Lediglich wenn diese Normalisierung ausbleibt, ist eine weitere ärztliche Behandlung und die Gabe von Hormon-Präparaten anzudenken, um das natürliche Haarwachstum wieder zu fördern.

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