Der eurapon Pollenflugkalender
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Und sie fliegen wieder – Der eurapon Pollenflugkalender

Mit dem Frühling beginnt auch der Pollenflug, und wegen der milden Temperaturen in den vergangenen Jahren startet die Pollensaison immer früher. So begann in einigen Regionen die Blüte des Haselstrauches bereits Ende Dezember letzten Jahres. Und die Birke blüht mittlerweile durchschnittlich 2 bis 4 Wochen länger als noch vor einigen Jahren.

Allergiker spüren dies sofort an den typischen Heuschnupfen-Symptomen. Eine Linderung der Beschwerden versprechen Antihistaminika oder die sogenannte Hyposensibilisierung. Wichtig ist es jedoch auch zu wissen, wann die jeweiligen Pollen, auf die allergisch reagiert wird, unterwegs sind. Dann können die Aktivitäten im Freien danach geplant und somit versucht werden, den Allergenen aus dem Weg zu gehen. Auch kann mit der medikamentösen Behandlung rechtzeitig begonnen werden.

Pollen können auf ihrer Reise bis zu 400 Kilometer zurücklegen

Pollen enthalten das männliche Erbgut und werden von den Pflanzen abgegeben, um für die Vermehrung mit dem Wind verteilt zu werden. Ist der Wind günstig und das Wetter trocken und warm, so können die einzelnen Pollen eine Strecke von bis zu 200 Kilometern zurücklegen. Bei sehr guten Bedingungen können die Pollen sogar bis zu 400 Kilometer weit reisen.

Dieser Mechanismus ist im Vergleich zu dem der insektenbestäubenden Pflanzen dennoch wenig zielgerichtet und somit deutlich ineffektiver. Um trotzdem einen möglichst hohen Grad an Vermehrung zu erreichen, produzieren windbestäubende Pflanzen große Menge an Pollen. So setzt der Sauerampfer während seiner Saison etwa 400 Millionen Pollen frei – zum Leidwesen der Allergiker.

Der Pollenkalender gibt Auskunft über die Flugzeiten

Die verschiedenen Pollenarten haben unterschiedliche Blüte- und Flugzeiten. Diese sind in unserem Pollenflugkalender festgehalten, der den Gesamtflugzeitraum enthält und auch auf den Höhepunkt des jeweiligen Pollenflugs hinweist.

Beim Pollenflug spielen auch die Region und die Höhenlage eine Rolle. In höher gelegenen Gebieten beginnt die Saison meist später als in den niedriger gelegenen. In Deutschland startet der Frühling und somit die Pflanzenblüte in der oberrheinischen Tiefebene und breitet sich dann nach und nach bis in den Nordosten Deutschlands aus.

eurapon Pollenflugkalender

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Die wichtigsten Pollenarten und ihre Flugsaison

Die Hauptsaison der Frühblüher beginnt schon im Februar. Typische Frühblüher sind Erle und Hasel, ihre Pollensaison geht bis in den Mai hinein.

Ab Februar beginnen weitere Pflanzen zu blühen. Unter anderem sind dies Ulme, Pappel. Ahorn, Eibe und Eiche. Auch die Birkenpollen-Saison beginnt dann, unter der besonders viele Menschen leiden: 50% aller Heuschnupfen-Betroffenen reagieren allergisch auf die Pollen dieses Baums. Die Flugzeiten der Pflanzen reichen bis in den Juni hinein.

Auch im März starten viele Blüten in ihre Saison, wie Raps, Platane, Flieder, Ampfer, Löwenzahn, Spitzwegerich, Fichte und Walnuss. Die Flugzeit dieser Pollen ist unterschiedlich und reicht von Juni bis in den September.

Im April beginnen Hopfen, Rosskastanie, Akazie und Holunder mit der Aussendung ihrer Blüten. Auch Nadelgewächse, wie Tanne und Kiefer, sowie die Getreidesorten Hafer, Roggen und Weizen, beginnen ihre Flugsaison. Bis in einen Zeitraum zwischen Juni und Oktober hinein sind die Pollen dann unterwegs. Auch die Gräserpollen, nach der Birke einer der häufigsten Allergieauslöser, haben ihre Saison von April bis Oktober.

Im Mai setzen dann die verschiedenen Nesselsorten wie die Brennnessel ein. Auch Linde, Beifuß, Goldrute, Gänsefuß, Mais und Gerste sind dann in der Luft anzutreffen, bis die Flugsaison zwischen August und Oktober endet.

Ein Spätblüher hingegen ist die Ambrosia. Ihr Flug startet im Juli und endet im Oktober.

Immer den tagesaktuellen Pollenflug prüfen

Da die Flugzeiten der Pollen eng mit den Außentemperaturen verknüpft sind, können sie von Tag zu Tag variieren. Die tagesaktuellen Pollenbelastungen gibt bspw. der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf seiner Internetseite bekannt. Wer einen Ausflug ins Grüne oder andere Aktivitäten im Freien plant, sollte sich also zeitnah über den erwarteten Pollenflug informieren.

Grünes Licht hingegen gibt es für die Zeit nach einem Regenschauer: Wer dann im Freien unterwegs ist, der bleibt von Heuschnupfen häufig verschont, da der Regen die Luft „reinwäscht“ und die Pollenkonzentration somit geringer ist.

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