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Tomate als Rohkost – der Klassiker auf dem Teller

Die Geschichte der Tomaten reicht bis in die Zeit der Azteken und Mayas zurück. Schon 200 v. Chr. kultivierten die südamerikanischen Völker die roten Knollen, deren Samen bei späteren Ausgrabungen in der Nähe von Mexiko-Stadt gefunden wurden. Christoph Kolumbus brachte die Tomate Jahrhunderte später nach Europa, wo sie im 17. Und 18. Jahrhundert noch als Zierpflanze gehalten wurde. Heute ist das Nachtschattengewächs, welches eng mit der Kartoffel verwandt ist, nicht mehr aus unserer Ernährung wegzudenken und wird im großen Stil weltweit angebaut.

Deutschlands liebstes Gemüse: Die Tomate

Durchschnittlich 22 kg Tomaten verspeist der Deutsche durchschnittlich im Jahr. Die Hälfte davon sind verarbeitete Lebensmittel, bei denen die Tomaten erhitzt, passiert, extrahiert oder gepresst werden. Der restliche Teil besteht aus frischen Tomaten, die beim Kochen verwendet werden, aber auch roh zum Einsatz kommen. Tomaten können bedenkenlos roh verzehrt werden. Dies ist sogar zu empfehlen, da so hitzeempfindliche Nährstoffe nicht verloren gehen. Für einen optimalen Nährstoffgehalt sollten Tomaten innerhalb von vier bis fünf Tagen verbraucht werden und zudem besser nicht im Kühlschrank gelagert werden. Ansonsten laufen sie Gefahr, den typischen Geschmack zu verlieren.

Tipp von eurapon: Entfernen Sie grüne Teilen und Stielansätze vor dem Verzehr, da diese leicht giftig sind. Daher sollten Sie auch keine unreifen Exemplare essen! Sie haben noch unreife Stellen an Ihren Tomaten? Durch eine Lagerung zusammen mit Äpfeln, kann der Reifeprozess durch das natürliche „Reifegas“ Ethen verstärkt werden.

Was ist drin? Viel Wasser, viele Nährstoffe

Tomaten bestehen zu 95% aus Wasser, sind daher sehr kalorienarm und enthalten darüber hinaus eine Vielzahl an Nährstoffen. Neben Vitamin A und C, Kalium und Magnesium ist Lycopin, ein besonderes Carotinoid, enthalten. Dieser Inhaltsstoff ist in erhöhter Konzentration auch in Hagebutten zu finden und sorgt für die rote Farbe bei Früchten und Gemüse. Um Lycopin optimal aufzunehmen, empfiehlt sich der Verzehr von Tomatensaft oder Tomatenmark, da beim Erhitzen die pflanzlichen Strukturen aufgebrochen werden und sich der Stoff lösen kann.

Tomaten – Diese Sorten sollten Sie kennen

Mehr als 3000 verschiedene Tomatensorten sind weltweit registriert und jährlich kommen neue hinzu. Diese Tomatensorten sollten Sie kennen:

  • Stabtomaten – wachsen unbegrenzt und werden durch Stäbe gehalten
  • Fleischtomaten – enthalten mehr Fruchtfleisch, sind rundlicher und leicht gerippt
  • Kirsch-/Cocktailtomaten – die kleinsten Tomaten und meist leicht süßlich
  • Eiertomaten – schmecken besonders intensiv
  • Busch-/Strauchtomaten – werden als ganze Traube geerntet

Neben den klassischen Sorten finden wir immer häufiger auch besondere Formen in den Supermärkten, die aus speziellen Züchtungen stammen und optisch vom klassischen Rot der Tomate abweichen. Spannende Sorten sind beispielsweise die „Black Cherry“, die durch ihre schwarze Farbe auffällt. Auch gelbe Wildtomaten sind mittlerweile keine Seltenheit und sind ein Blickfang auf Salatbuffets. Tierisch gestreift wird es mit der Sorte „Green Zebra“, bei der abwechselnd Grün und Gelb an die Struktur einer Wassermelone erinnern.

Rohe Vielfalt – Rezepte mit Tomaten

Tomaten lassen sich ganz einfach roh verarbeiten und sind ein neutraler Begleiter für kräftige Zutaten. Im eurapon Rohkost Ratgeber finden Sie weitere Links zu Rezeptideen, bei denen das beliebte Gemüse roh zum Einsatz kommt:

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