Tipps gegen Frieren
Kommentare 0

Tipps gegen Frieren

Wenn draußen die Tage wieder länger werden, beginnen wir, uns mental langsam auf den Frühling einzustellen. Bis es aber wirklich so weit ist, müssen wir noch einige kalte Wochen überstehen. Manchen Menschen scheint die Kälte nicht wirklich viel anzuhaben, während andere bereits der Blick aus dem Fenster frösteln lässt. Falls Sie zu den Letzteren gehören, könnte der folgende Beitrag für Sie interessant sein. Wir haben die besten Tipps und Tricks gegen das Frieren für Sie gesammelt:

Tipp 1: Den Körper an die Kälte gewöhnen

Man kann seinen Körper durch Training an die Kälte gewöhnen, schließlich haben Menschen aus nordischen Ländern dieselben Gene wie wir. Nicht umsonst erfreuen sich gerade in Finnland zum Beispiel Saunagänge einer großen Beliebtheit. Wer seinen Körper regelmäßig in der Sauna aufheizt und anschließend abkühlt, lernt besser, mit plötzlichen Kältereizen umzugehen. Außerdem wehrt die dadurch gut durchblutete Schleimhaut eine Besiedelung von Grippe– und Erkältungsviren ab, was neben dem Frieren eine weitere unangenehme Erscheinung der kalten Jahreszeit ist. Auch Wechselduschen oder Kneippgüsse sind empfehlenswert. Bei schwerwiegenden Vorerkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) sollten Sie vorher Ihren Arzt konsultieren.

Für das Kältetraining ist außerdem die regelmäßige Konfrontation des Körpers mit der Kälte wichtig, also sollten Sie sich jeden Tag, bei jedem Wetter –und sei es auch nur kurz- in die Kälte wagen. Vorausgesetzt ist natürlich die richtige Kleidung.

Tipp 2: Richtig anziehen bei Kälte

Dicke Daunenjacken erinnern zwar eher an das Michelin-Männchen, denn an eine Style-Queen, aber darum sollte es bei Minusgraden auch nicht gehen. Der Federanteil der Jacken sollte bei 10 bis 20 Prozent liegen, und das Außenmaterial wind- und wasserabweisend sein. Darunter sollten einige dünne Schichten im Zwiebellook folgen, die man bei Bedarf der Reihe nach abstreifen kann. Nasse Kleidung auf der Haut sollte unbedingt vermieden werden, das kühlt den Körper schnell aus. Besonders Kinder sind der Gefahr einer Unterkühlung ausgesetzt. Bei sportlichen Aktivitäten im Freien sollten die Schichten aus atmungsaktivem Material bestehen. Funktions- bzw. Skiunterwäsche schützt unter der Hose vor Kälte. Winterschuhe sollten wasserdicht sein, mit einer dicken, isolierenden Gummisohle mit gutem Profil, so dass man auf gefrorenem Boden nicht ins Rutschen gerät. Die Schuhe sollten so groß gekauft werden, dass Einlagen aus Lammfell oder mit einer Aluminiumbeschichtung noch Platz finden, denn die halten frierende Füße richtig warm. Vergessen Sie nicht, eine Mütze aufzusetzen, denn über den Kopf geht jede Menge Wärme verloren. Und natürlich gehören auch Handschuhe dazu, wobei Fäustlinge wärmer sind als Fingerhandschuhe. Gefüttert mit Fleece etc. halten sie eisigem Wind besser stand als Strickware.

Tipp 3: Bewegung gegen kalte Hände und Füße

Bei Kälte verengen sich die Gefäße an Fingern und Zehen, aber auch Ohrläppchen, Nase und Kinn als erstes. Vornehmlich sind kalte Extremitäten aber ein Frauenproblem. Dies liegt unter anderem daran, dass Frauen weniger Muskeln und ein ungünstigeres Verhältnis von Körpermasse zu Oberfläche haben als Männer und daher schneller frieren. Kalte Hände und Füße zeigen an, dass sie im Moment nicht gut durchblutet sind. Ein möglicher Grund dafür ist zu niedriger Blutdruck, aber auch hormonelle Schwankungen.

Im Freien ist es daher wichtig, nicht bewegungslos in der Kälte zu stehen, während Sie auf den Bus etc. warten. Gehen Sie auf und ab und bewegen Sie Ihre Arme.

Leidet man aber auch im Sommer ständig unter kalten Händen und Füßen, sollte man seine Lebensgewohnheiten überdenken: Rauchen, Alkohol, Stress, einseitige Ernährung oder Bewegungsmangel sind allesamt Faktoren, die zu einer schlechten Durchblutung beitragen können. Findet man auch hier keine Ursache, sollte ein Arzt dem Problem auf den Grund gehen: Gefäßverengungen in Zusammenhang mit Entzündungen sind keine Seltenheit. Gefäßschäden oder ein schwacher Herzmuskel sollten ebenfalls ausgeschlossen oder behandelt werden.

Tipp 4: Warme Lebensmittel wärmen von innen

Wenn man richtig durchgefroren nach Hause kommt, gelüstet einem richtig nach einer Tasse Tee oder einer leckeren heißen Schokolade. Reicht dies jedoch zum Aufwärmen nicht aus, helfen Wärmflaschen, Heizkissen oder ein warmes Kirschkernkissen aus der Mikrowelle. Achten Sie darauf, dass zwischen Haut und Wärmespender ein Handtuch liegt, um Verbrennungen zu vermeiden.

Außerdem sollte man besonders im Winter auf seine Ernährung achten, wenn man leicht friert. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), bzw. im indischen Ayurveda unterscheidet man wärmende und kühlende Lebensmittel. Vielen Gewürzen wird eine wärmende und durchblutungsfördernde Funktion zugeschrieben, dazu gehören z.B. Ingwer, Pfeffer, Chili, Zimt, Kreuzkümmel, Kardamom, Muskat und Koriander.

Wildfleisch und Geflügel gelten ebenso als wärmend, wie Kürbis, Süßkartoffeln, Petersilienwurzel oder Fenchel.

Während Pfefferminz- und Kamillentee als kühlend eingestuft wird, wärmen Tees mit Fenchel, Anis, Vanille oder Kümmel. Auch Kaffee oder Glühwein (wegen der Gewürze) in Maßen genossen gelten als Wärmegetränke.

Ähnliche Artikel auf dem Gesundheitsblog

Schreibe eine Antwort