Kommentare 0

Tierpfoten im Winter

Für die meisten Hunde bedeutet Winter Riesenspaß: Man kann den dicken Flocken nachjagen, durch den Schnee rennen und sich darin wälzen, Löcher buddeln. Und durch ihren dicken Winterpelz wird ihnen auch nicht zu kalt, außer es handelt sich um eine sehr kleine Hunderasse. Diese sollten wirklich nicht zu lange draußen bleiben, und wenn sie sichtlich frieren, sollte man ihnen einen „Mantel“ überziehen. Auch ältere Hunde, die unter Rückenbeschwerden etc. leiden, sollten mit einer Hundedecke vor der Kälte geschützt werden, damit sich die Beschwerden nicht verschlimmern. Außerdem gibt es noch ein paar Umstände, die den Hunden die Freude am Winter verderben können. Dazu gehören der Pfotenkontakt mit Streusalz und Split, Schneeballpfoten und vereistes Fell. Damit trockene, rissige Pfoten nicht zur Qual werden, bedarf es der sorgsamen Pflege durch Herrchen oder Frauchen.

Fell an den Pfoten stutzen!

Während die Vierbeiner neben „ihren“ Menschen auf gestreuten Wegen und Straßen herlaufen, kommen Streusand, Salz und Split an die empfindlichen Pfoten. Wenn sich unter den Pfoten Klumpen von Streusand bilden, können diese im Fell zwischen den Zehen verkleben. Um das zu vermeiden, sollte man zu Winterbeginn die Haare an den Pfoten und eventuell auch im Bauchbereich etwas stutzen. Am besten lässt man hierzu einen Profi mit geeigneter Ausrüstung ran, um Verletzungen zu vermeiden, und auch nicht zu viel zu entfernen, schließlich schützt das Fell ja auch vor Kälte.

Vor dem Spaziergang eincremen!

Das Salz trocknet empfindliche Hundepfoten aus, die Haut wird rissig und spröde. Ist dies der Fall, entsteht Juckreiz, der dazu führt, dass der Hund dauernd an den Pfoten knabbert. Durch Split können zusätzlich kleine Verletzungen entstehen, die beim Kontakt mit dem Salz übel brennen und dem Vierbeiner Schmerzen verursachen. Deshalb sollten die Pfoten unbedingt vor dem Spazierengehen mit einer fetthaltigen Creme eingerieben werden. Hirschtalg, Vaseline oder auch spezielle Pfotencreme aus dem Fachhandel sind dazu geeignet und wirken als schützendes Schild gegen Wettereinflüsse.

Hier geht es zu den Produkte:

Vasiline kaufen Hirschtal kaufen Pfotenbalsam kaufen

Wichtig ist, dass die Fettcreme so natürlich wie möglich ist, damit sie dem Hund nicht schadet, wenn er die Creme ableckt. Teebaumöl ist zum Beispiel absolut ungeeignet, denn es ist giftig für den Hund. Die Feuchtigkeit sollte aus diesem Grund auch möglichst rasch einziehen.

Während dem Aufenthalt im Schnee Pfoten kontrollieren!

Wenn Sie länger mit Ihrem Hund im Schnee unterwegs sind, sollten Sie immer wieder einmal kontrollieren, ob sich unter seinen Pfoten Schneeklumpen gebildet haben und diese entfernen. Wenn der Hund hinkt, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass Schnee zwischen den Zehen entfernt werden muss.

Nach dem Spazierengehen abtrocknen!

Nach dem Spaziergang auf Wald- und Wiesenwegen brauchen die Pfoten bloß mit einem Tuch, z.B. aus Mikrofaser, abgetrocknet werden. Ist der Hund jedoch durch Streusalz gelaufen, sollten die Pfoten zusätzlich mit lauwarmem Wasser gewaschen werden. Seife sollte nicht verwendet werden, diese trocknet die ohnehin angegriffene Haut der Pfoten noch mehr aus. Anschließend sollten die Pfoten wieder gut mit dem Mikrofasertuch abgetrocknet werden. Bei Bedarf kann man noch einmal ein wenig Fettcreme auf die Pfoten geben.

Kleben nach dem Spaziergang größere Eisklumpen im Fell, sollte man darauf achten, dass sie der Hund nicht selbst beseitigt. Größere Mengen an Eiswasser sind nämlich absolut nicht verträglich für seinen Magen. Dies gilt übrigens auch für durch Streumittel verunreinigten Schnee, der bei empfindlichen Hunden zu Durchfall und Magenverstimmung führen kann, wenn er in größeren Mengen gefressen wird. Sammelt der Hund immer wieder größere Eisklumpen im Fell, ist ein Versuch mit Schweifspray möglich. Dieses Produkt ist eigentlich für Pferde entwickelt, verringert aber auch in Hundefell die Bildung von Eisklumpen.

Achtung bei extremen Wetterbedingungen!

An Tagen, wo es überhaupt nicht richtig hell werden will, ist es wichtig, dass der Hund von Rad- und Autofahrern gut gesehen wird, ein leuchtendes Halsband kann dafür sorgen. Man sollte auch darauf achten, dass der Vierbeiner weder in einen zugefrorenen See einbricht, noch ein Bad darin nimmt, auch wenn das Wasser nicht gefroren ist. Durch das nasse Fell kann es auch bei Hunden zu Erkältungen kommen.

Auf das Stöckchen apportieren sollte man bei großer Kälte ebenfalls verzichten, da das gefrorene Holz im Maul splittern kann, und sich der Hund dadurch böse verletzen kann.

Ähnliche Artikel auf dem Gesundheitsblog

Schreibe eine Antwort