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Spinat roh essen – bedenklich oder ratsam?

Spätestens durch Popeye, den bärenstarken Seemann, wissen wir: Spinat kräftigt unsere Muskeln und verleiht uns jede Menge Kraft. Bis vor einigen Jahren galt das Gewächs zudem als Eisenwunder, was allerdings nach neueren Untersuchungen korrigiert wurde, da die Annahme auf einem Messfehler beruhte.

Trotz alledem enthält Spinat im Vergleich fünfmal mehr Eisen als gewöhnlicher Salat und kann einen beachtlich hohen Vitamin-Gehalt aufweisen, den man durch die Zubereitung besonders schützen kann. Wie das funktioniert? Erfahren Sie mehr über die grünen Blättchen und die Vorteile der rohköstlichen Zubereitung in unserem Beitrag aus dem Rohkost-Ratgeber von eurapon.

Spinat – kleines Blatt, große Wirkung

Die zarten Blättchen des Spinats lassen nicht erahnen, welcher Vitamin- und Nährstoffreichtum sich in Ihnen verbirgt. Neben Eisen, Magnesium und Kalzium weist roher Spinat stattliche 120 mg Vitamin C pro 100 g. auf. Beim Braten, Kochen oder Dünsten gehen diese wichtigen Stoffe allerdings teilweise verloren, weswegen es sich empfiehlt, das kleine, grüne Kraftpaket roh zu verzehren.

Roher Spinat hat aufgrund seines erhöhten Nitratgehalts zwiegespaltene Eigenschaften: Zum einen können Nitrate in erhöhter Konzentration die Eisen- und Kalziumaufnahme hemmen, zum anderen nähren sie die Mitochondrien in unseren Muskelzellen. Diese sind für die Produktion von Stickstoff zuständig, welcher Blutgefäße erweitert und entzündungs- und trombosehemmend wirkt. Um die negativen Wirkungen von Spinat abzumindern, empfiehlt es sich jungen Spinat zu verwenden und diesen mit Milchprodukten zu kombinieren und den dicken Stängel der Blätter zu entfernen. Dieser enthält am meisten Nitrat!

Ein besonderer pflanzlicher Wirkstoff ist das im Spinat enthaltene Chlorophyll, auch „grünes Blut“ genannt, welches ähnlich wie unser roter Blutfarbstoff Hämoglobin aufgebaut ist. Die Molekularstrukturen liegen in grünem Blattgemüse wie zum Beispiel Spinat, Mangold oder Grünkohl in erhöhter Konzentration vor.

Grüner wird es nicht – Smoothies, Salate oder Pesto mit Spinat

Für Diäten ist Spinat der richtige Begleiter auf dem Teller. Bei nur 20 kcal pro 100 g. und mehr Eiweiß als Kohlenhydraten, macht es sich wunderbar als leichte Beilage oder kann sogar die Hauptrolle in einem Gericht spielen. Wie sie Spinat sinnvoll in ihre Ernährung integrieren können? eurapon stellt im Rohkost-Ratgeber einige kulinarische Ideen vor, bei denen roher Spinat zum Einsatz kommt und die nicht nur die Gesundheit, sondern auch den Gaumen erfreuen.

Das Blattgemüse stammt vermutlich aus Südwestasien und lässt sich gemäß unserer vier Jahreszeiten nach Aussaattermin einteilen. Der zarte Frühlings- und Sommerspinat ist besonders geeignet für Salate und sollte möglichst unerhitzt und frisch verzehrt werden. Grüne Smoothies sind nicht nur leicht und schnell in der Zubereitung, sie schmecken dazu auch frisch und fruchtig und können überall mitgenommen werden. Für das gesunde Trendgetränk benötigt man nur 100-150 g Spinat, – der für die charakteristisch grüne Farbe sorgt – sowie je nach Vorlieben einige Portionen Obst, Gemüse und Flüssigkeit. Besonderen pfiff verleihen Gewürze oder Nüsse, die dazu auch noch sättigend wirken.

Spinat in grünen Smoothies ist beliebig kombinierbar mit:

  • Ananas (sorgt für die fruchtige Note und enthält eine Vielzahl an Enzymen)
  • Banane (süßt den Smoothie mit natürlich enthaltenem Zucker und enthält viel Kalium)
  • Orangensaft, Grapefruitsaft (Vitamin C schützt vor der toxischen Wirkung des Nitrits)
  • Avocado (liefert gesunde Fettsäuren und der Smoothie wird noch cremiger)
  • Kokoswasser (wirkt isotonisch und liefert 60 mg Magnesium pro Glas)

Wer nicht gerne Smoothies schlürft oder nach einem geeigneten Abendessen sucht, der kann rohen Spinat als Basis für einen leichten Salat wählen. Erlaubt ist alles was Ihnen schmeckt, denn Spinat hat roh keinen starken Eigengeschmack und ähnelt beim Mundgefühl stark dem Feldsalat.

Tipp von Eurapon: Auch als Pesto macht Spinat eine gute Figur. Zusammen mit geriebenem Parmesan, Olivenöl, Walnüssen und Zwiebeln ist Spinat-Pesto eine geeignete Alternative zu Bärlauch oder Basilikum.

Weitere Informationen rund um das grüne Kraftpaket Spinat:

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