Schüssler Salze: Alles zur Dosierung und Einnahme
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Schüssler-Salze – das ist bei der Einnahme zu beachten

Mit den 27 Schüssler-Salzen in der Hausapotheke lassen sich viele gesundheitliche Störungen behandeln. Wie bei allen anderen Heilmitteln auch, gibt es aber auch bei der Einnahme der Schüssler-Salze einiges zu beachten, damit sie richtig wirken. Schüssler-Salze sind nur in der D6 oder in der D12-Potenz erhältlich. Für die Verwender bedeutet das eine Erleichterung, denn Sie müssen sich nicht mit der Entscheidung für eine Potenz befassen.

D 6 und D 12, das steckt hinter den Kürzeln

Die homöopathische Verdünnung erfolgt immer in Zehnerschritten. Je höher die Zahl, desto stärker die Wirkung. Bei einer D-Potenz wird das ursprüngliche Mittel 1:10 verdünnt. Das Ergebnis ist eine D1, wobei D für Deciums (der Zehnte) steht. Die Zahl zeigt die Schritte der Potenzierung an. Eine D 6 wurde also sechsmal hintereinander 1:10 verdünnt, eine D 12 zwölfmal.

Die korrekte Einnahme der Schüssler-Salze

Schüssler-Salze für die innere Anwendung sind in Tabletten-oder Globuliform erhältlich. Bei der Einnahme gibt es verschiedene Möglichkeiten, die abhängig von der Stärke der Symptome sind. Da die Tabletten nur über die Mundschleimhaut wirken sollen, können sie in die Backentasche oder unter die Zunge geschoben werden, wo sie sich innerhalb kurzer Zeit auflösen.

Bei kleinen Kindern, besonders bei Säuglingen ist das jedoch nicht möglich. Lösen Sie die Tabletten in etwas Wasser auf und geben Sie die Salze dann in diesem flüssigen Zustand tropfenweise in den Mund des Säuglings. Alternativ können Sie, die Tablette mit warmem Wasser zu einer breiigen Konsistenz auflösen und diese dann auf die Lippen streichen. Schüssler-Salze schmecken süß und werden von Kindern zumeist gut angenommen.

Ein gutes Beispiel für die alternative flüssige Einnahme ist die heiße 7, welche schnelle Hilfe gegen krampfartige Schmerzen bringen soll. Lösen Sie 10 Tabletten Magnesium phosphoricum (Schüssler Nr. 7) in etwas heißem Wasser auf und nehmen Sie dann die Lösung, möglichst noch heiß, langsam ein. Zur Schmerzlinderung darf die Anwendung auch mehrfach wiederholt werden. Stellt sich bei starken oder lang anhaltenden Beschwerden keine Besserung ein, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.

Als Allergiker sollten Sie beachten, dass Schüssler-Salze Gluten und Milchzucker enthalten, welche bei einer Intoleranz gegen diese Inhaltsstoffe unerwünschte Reaktionen auslösen können.

Akute und chronische Beschwerden – das ist zu beachten

Die Verfassung des Patienten, die Art der Erkrankung und das Stadium spielen bei der Dosierung eine wichtige Rolle. Zusammenfassend ist bei akuten Beschwerden eine häufige Einnahme sinnvoll, z. B. im Abstand von 15 Minuten. Bei chronischen Erkrankungen erfolgt die Einnahme drei- bis sechsmal täglich mit ein bis zwei Tabletten. Kinder unter 12 Jahren nehmen die Hälfte.

Die Schüssler-Salze können bei der Behandlung mit weiteren Mitteln kombiniert werden, da Sie nicht mit Wechselwirkungen zur Rechnen haben. Je nach Erkrankung kann es auch erforderlich sein, mehrere Schüssler-Salze miteinander zu kombinieren, wobei Sie jedoch nicht mehr als vier Salze zusammen einnehmen sollten. Nehmen Sie diese Salze nicht zum gleichen Zeitpunkt ein, sondern im Wechsel, notfalls auch stündlich. Beachten Sie, dass die einmal gewählte Reihenfolge der Schüssler-Salze bei der Anwendung beizubehalten ist.

Der richtige Zeitpunkt der Einnahme

Die Schüssler-Salze müssen nicht immer zur selben Zeit eingenommen werden. Auch können die Abstände verkürzt werden, wenn sich die Symptome verstärken, wie das häufig bei beginnenden Erkältungen der Fall ist. Grundsätzlich erfolgt die Einnahme, bis die Symptome nachlassen. Da die Schüssler-Salze vor allem über die Schleimhäute aufgenommen werden, sollten zwischen der Einnahme und einer Mahlzeit mindestens 15 Minuten liegen. Das gilt auch für Getränke. Auch sollten die Schüssler-Salze nicht mit Metall in Berührung kommen. Für das Beispiel der heißen 7 eignet sich zum Umrühren ein Löffel aus Kunststoff.

Sind Überdosierungen möglich?

Die Behandlung mit Schüssler-Salzen soll einen feinstofflichen Mangel an fehlenden Mineralstoffen ausgleichen. Das bedeutet, dass nicht der bestehende Mangel direkt behoben wird, vielmehr werden die Zellen aufnahmefähiger für die fehlenden Stoffe. Dadurch wird der Körper bei der Selbstheilung unterstützt. Eine Überdosierung ist daher nicht möglich.

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