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Sauerkraut als Hausmittel

Sauerkraut hat in Deutschland eine lange Tradition und wird auch als das „deutscheste aller Lebensmittel“ bezeichnet. Schon seit 1932 wird das helle Kraut in Dosen abgefüllt verkauft und erlebte doch erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ein Wirtschaftswunder. Seitdem begleitet es Schupfnudeln, Bratwürste und Eisbein, doch auch als Hausmittel wird Sauerkraut seit jeher eingesetzt und sollte nicht unterschätzt werden. In der kleinen Apotheke der Hausmittel stellt eurapon den gegorenen Weißkohl genauer vor:

Vitamin C, Vitamin B12, Milchsäuren– der „Besen“ des Darms

Basis für das Sauerkraut ist der Weißkohl, der mithilfe von Milchsäurebakterien fermentiert wird und dadurch für unseren Darm bekömmlicher wird. Diese Milchsäurebakterien, welche auch in der Herstellung von Milchprodukten zum Einsatz kommen, unterstützen auf natürliche Art und Weise unsere Darmfunktionen und sorgen für eine blähungsfreie, gesunde Verdauung. Daher ist Sauerkraut ein beliebtes Hausmittel bei Verstopfungen und fördert die Bildung positiver Darmbakterien. Nicht umsonst wird das Kraut im Volksmund auch als „Besen des Darms“ bezeichnet.

Neben den positiven Eigenschaften für unseren Darm, ist in Weißkohl ein hoher Vitamin-C Gehalt zu finden sowie eine hohe Konzentration an Vitamin K. Schon 200 g Weißkohl enthalten das 1,5 fache unseres Tagesbedarfs. Eine weitere Besonderheit ist das enthaltene Vitamin B12, das ausschließlich in Mikroorganismen gebildet wird und nicht in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Weißkohl ist daher das einzige Gemüse, das Vitamin B12 enthält und ist somit besonders für Menschen geeignet, die kein Fleisch zu sich nehmen.

Sauerkrautsaft – die flüssige Alternative

Die Milchsäurebakterien des Sauerkrauts können auch in Form von Saft aufgenommen werden, was sich besonders für Menschen eignet, die Sauerkraut generell nicht mögen. Schon 1-2 Gläser Sauerkrautsaft unterstützen die Darmtätigkeiten und unterstützen den Körper bei beispielsweise Heilfastenkuren. Dabei darf Sauerkrautsaft keinesfalls als ein Abführmittel gesehen werden. Der regelmäßige Verzehr ist unbedenklich, sofern der Saft nicht in riesigen Mengen getrunken wird.

Sauerkraut selber herstellen

Sauerkraut finden wir in unzähligen Ausführungen in den Supermarktregalen. Ob mit Speck, Früchten oder klassisch – überwiegend entdecken wir bei einem Blick auf die Zutaten allerdings Geschmacksverstärker, viel Zucker und Aromen. Doch Sauerkraut lässt sich auch Zuhause selber herstellen, benötigt wenige Zutaten und kann über einen langen Zeitraum gelagert werden.

Zutaten:

  • Weißkohl
  • Speisesalz (auf 1 kg kommen 20 g Salz)
  • Nach Belieben: Kümmel, Wacholderbeeren, Karotten, Apfelscheiben, Weinblätter

Hilfsmittel:

  • Glasierter Sauerkrauttopf (erhältlich in jedem Lagerhaus), wenn nicht vorhanden: Holz- oder Plastikgefäß
  • Großes Messer
  • Sauerkrautstampfer/ Holzstampfer
  • Geschirrtuch
  • Brett zum Abdecken des Topfes
  • Etwas zum Beschweren des Deckels

Zu Beginn die Krautköpfe vierteln, den Strunk entfernen und fein hobeln. Im nächsten Schritt eine Schicht Kohl mit Salz und Gewürzen in den Behälter geben und so lange Stampfen bis Flüssigkeit austritt. Diesen Schritt wiederholen bis der Behälter gefüllt ist. Anschließend den Topf mit einem sauberen Tuch abdecken, mit einem Brett und Beschwerer luftdicht verschließen und an einem kühlen, dunklen Ort lagern. Der Garprozess dauert zwischen drei und sechs Wochen. Danach kann das fertige Sauerkraut portionsweise aus dem Behälter entnommen und vielfältig verzehrt werden.

Weitere Informationen rund um Sauerkraut:

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