Risiko Schlaganfall - schnelle Hilfe entscheidet über Leben und Tod
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Risiko Schlaganfall – schnelle Hilfe entscheidet über Leben und Tod

Am 10. Mai ist der Tag gegen den Schlaganfall. Seit 1999 findet er bereits statt, um für dieses Thema zu sensibilisieren und darüber zu informieren. Dabei ist das Thema Schlaganfall heutzutage relevanter denn je: 250.000 Menschen erleiden jährlich einen Schlaganfall und etwa eine Million Menschen lebt mit den Folgen eines Schlaganfalls – und das allein in Deutschland. Und nach wie vor ist ein Schlaganfall neben Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen die Ursache der meisten Todesfälle.

Eine schnelle Hilfe kann bei einem Schlaganfall Leben retten. Doch wie erkenne ich die Symptome bei anderen und mir selbst richtig? Antworten dazu finden Sie in unserem Blogbeitrag.

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall ist kurz gesagt eine Durchblutungsstörung im Gehirn, bei dem die Gehirnzellen eines bestimmten Bereiches nicht mehr mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt werden. In Folge dieser Schädigung sterben die Gehirnzellen ab.

Bei einem Schlaganfall können lebenswichtige Hirnfunktionen ausfallen. Setzt die Behandlung schnell ein, dann können sie wieder zurückgewonnen werden. In einigen Fällen bleiben die Schädigungen jedoch ein Leben lang bestehen. Und ist der Schlaganfall besonders schwer, dann kann er mit dem Tod enden.

Bei einem Schlaganfall entscheiden also wenige Minuten über den Verlauf der Erkrankung. Dabei ist es wichtig zu wissen, welche Symptome mit einem Schlaganfall einhergehen, um im Ernstfall die Lage binnen Sekunden einschätzen und schnell reagieren zu können.

Welche Symptome sind typisch für einen Schlaganfall?

Die Symptome eines Schlaganfalls richten sich immer nach dem Teil des Gehirns, in dem die Zellen abgestorben sind. Ein Schlaganfall kann sich also auf wichtige Gehirnfunktionen wie die Motorik, die Sprache, das Sehen und das Bewusstsein auswirken. Wichtig ist auch die Größe des betroffenen Hirngewebes, denn sie entscheidet über die Ausprägung der Symptome.

Ein häufiges Anzeichen für einen Schlaganfall sind Taubheitsgefühle. Diese können beispielsweise einen Arm oder ein Bein betreffen. Auch Sprachstörungen, bei denen die betroffene Person sich plötzlich nicht mehr verständigen kann oder undeutlich spricht, kommen oftmals vor. Sieht die Person plötzlich doppelt oder schlechter als üblich, dann sollten ebenfalls die Alarmglocken schrillen.

In vielen Fällen geht ein Schlaganfall auch mit einer Lähmung einher. Dies betrifft meist eine Hälfte des Körpers, also zum Beispiel die linke Gesichtshälfte. Auch ein starkes Schwächegefühl kann auf einen Schlaganfall hindeuten. Bei einer Hirnblutung treten oftmals wie aus heiterem Himmel sehr starke Kopfschmerzen auf.

Weitere Anzeichen für einen Schlaganfall sind:

  • Schwierigkeiten beim Schlucken, hängende Mundwinkel
  • Schwindel bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • Geistige Verwirrtheit

Sollten Sie also derartige Symptome bei sich selbst oder bei einer anderen Person bemerken, dann zögern Sie nicht und rufen Sie schnellstmöglich den Notarzt. Jede Sekunde zählt, denn jeder Schlaganfall ist ein Notfall!

Wie kann ich einem Schlaganfall vorbeugen?

Ein Schlaganfall kann jeden treffen. Um das Risiko so gut es geht zu verhindern, sollten die Risikofaktoren für eine Embolie (Gefäßverschluss) und eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) minimiert werden.

Eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks ist wichtig, da Bluthochdruck einen Schlaganfall begünstigen kann. Hoher Blutdruck sollte mit Medikamenten gesenkt werden. Auch der Blutzucker sollte untersucht werden, um eine Diabetes auszuschließen.

Zu hohe Blutfettwerte (Cholesterin) sollten ebenfalls behandelt werden. In dem Zusammenhang wird auch eine gesunde Lebensweise dringend angeraten. Regelmäßige körperliche Betätigung und eine gesunde vollwertige Ernährung senken nicht nur das Risiko für Schlaganfälle, sondern auch für eine Reihe weiterer Erkrankungen. Auch Rauchen und Stress sollten vermieden werden.

Bei Unregelmäßigkeiten des Pulsschlags, Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Denn hier lauert die Gefahr unentdeckter Blutgerinnsel, die zu einem Schlaganfall führen können.

Die richtige Deutung der Anzeichen und eine unmittelbare schnelle Hilfe sind somit das A und O bei einem Schlaganfall. Denn hier gilt das Motto: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Notarzt rufen.

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