Peelings richtig anwenden
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Peelings richtig anwenden

Sie „to peel“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „schälen“. Geschält wird in diesem Fall abgestorbenen Hautschuppen von der Hautoberfläche, damit die Haut wieder frisch und rosig aussieht. Im Hausgebrauch oder bei der Kosmetikerin passiert dies mittels einer Paste, in der sich feinste Körnchen befinden, dies wird als mechanisches Peeling bezeichnet. Es gibt aber auch chemische Peelings, bei denen mittels Alpha-Hydroxy-Säuren die oberste Hautschicht vorsichtig entfernt wird. Dies kann eine Verbesserung bei Aknenarben, Pigmentflecken oder der Hauterkrankung Rosazea bringen.

Wir haben für Sie das Wichtigste zum Thema Peeling zusammengetragen, und verraten Ihnen auch, wie Sie mit einfachen Zutaten aus dem Vorratsschrank selbst eine Peelingpaste herstellen können.

Wie wendet man ein Peeling richtig an?

Denkbar einfach: Die Haut sollte leicht feucht sein, dann wird die Peelingpaste mit kreisenden Bewegungen aufgetragen. Eine Gesichtsbürste verstärkt den Effekt des Abschleifens. Nach etwa zwei Minuten Einwirkzeit können Sie die Paste abspülen.

Wie oft dürfen Sie ein Peeling anwenden?

Wie oft Ihre Haut ein Peeling verträgt, hängt ganz davon ab, wie empfindlich sie ist. Sehr empfindliche Haut verträgt ein Peeling nicht öfter als alle 14 Tage, und dabei sollte es sich um milde Produkte handeln. Auch normale und Mischhaut darf maximal ein Mal pro Woche gepeelt werden. Zeichen dafür, dass Sie Ihre Haut zu oft gepeelt haben, sind Rötungen und Reizungen der Haut. Laut amerikanischer Studien führt zu häufiges Peelen auch zu vorzeitiger Hautalterung, da die Zellteilung angeregt wird und die Zellen sich nur begrenzt oft teilen können. Außerdem trocknet zu häufiges Peelen die Haut aus und kann so das Absterben von Hautzellen beschleunigen.

Was bewirkt ein Peeling?

Unsere Hautzellen erneuern sich rund alle 28 Tage komplett neu – daraus ergibt sich, dass es auch ausreichen würde Peelings nur alle zwei bis vier Wochen anzuwenden. Das Entfernen abgestorbener Hautschüppchen sorgt dafür, dass die Haut besser atmen kann. Sie wirkt dadurch jünger und frischer. Außerdem wird die Durchblutung angeregt, und die Zellproduktion gefördert. Die Haut fühlt sich spürbar weicher und gepflegter an.

Welche Pflege nach dem Peeling?

Nach einem Peeling ist die Haut durstig nach Feuchtigkeit. Ihre Gesichtshaut freut sich über ein feuchtigkeitsspendendes Gesichtswasser vor der üblichen Pflege. Wenn Sie Cremes mit besonderen Wirkstoffen auftragen wollen, z.B. mit Anti-Aging-Wirkung, ist nach einem Peeling ein guter Zeitpunkt dafür, da die Haut besonders aufnahmefähig ist.

Macht Peeling die Haut heller oder zerstört die Bräune?

Ein Peeling vor dem Sonnenbaden sorgt für glatte Haut und gleichmäßige Bräune. Wenden Sie es allerdings nicht direkt vor der Sonneneinstrahlung an, da die Haut unter Umständen gereizt reagiert. Um die Bräune zu erhalten, sollten Sie kein grobes Peeling mit scharfkantigen Körnern verwenden. Ein sanftes Peeling, dessen Körner beim Kontakt mit Feuchtigkeit schmelzen (z.B. aus Meersalz), pflegt die gebräunte Haut natürlich, sanft und schonend, ohne die Bräune zu zerstören.

Wann sollten Sie kein Peeling angewenden?

Bei sehr trockener, juckender Haut oder akuter Neurodermitis sollten Sie auf Peelings verzichten, da diese die Haut noch mehr reizen würden. Möchten Sie Ihrer Haut dennoch etwas Gutes tun, verrühren Sie etwas Heilerde (erhältlich z.B. in Ihrer Online-Apotheke eurapon) mit Wasser zu einem Brei und tragen diesen auf. Nach ein paar Minuten mit lauwarmem Wasser abspülen.

Peelings mit Mikroplastik vermeiden

Mikroplastik sind Kunststoffteile mit einer Größe unter 5 mm aus Polypropylen oder Polyethylen, die in Peelings, Zahnpasten und Co. oftmals enthalten sind. Da die Minipartikel über das Abwasser ins Klärwerk gelangen und dort die Filter passieren, geht die Reise weiter in Flüsse, Seen und Meere. Unter anderem landen die Partikel in den Körpern von Fischen, und somit letztlich über die Nahrungskette auf unserem Teller. Während in den USA der Verkauf mikroplastikhaltige Kosmetik verboten ist, muss man in Deutschland selbst auf die Inhaltsstoffe achten. Wenn Sie wirklich sicher gehen wollen, empfiehlt es sich, das Peeling selbst herzustellen.

Peelings selber herstellen

Der Klassiker ist das Mischen von Olivenöl mit Zucker oder grobkörnigem Salz. Rücken, Füße, Ellenbogen und Knie fühlen sich nach dem Peeling samtig weich und geschmeidig an. Mit Olivenöl und Honig, bzw. Zucker können Sie auch lecker die Lippen peelen.

Der Kaffeesatz vom Frühstück findet Verwendung, wenn Sie ihn mit etwas Kokosöl vermischen, und damit den Körper einreiben. Das Koffein fördert die Durchblutung, und das Öl macht die Haut streichelzart.

Für unreine, zu Pickeln neigende Gesichtshaut bietet sich der Mix von etwas Kamillentee mit Heilerde an.

Naturjoghurt, Mandelkleie und Honig vermischt verträgt meistens auch sehr sensible Gesichtshaut.

 

 

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