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Kürbis: Heimisches Superfood

Bereits die Mayas und Azteken begannen vor rund 10.000 Jahren, den Kürbis zu kultivieren. Inzwischen ist das nährstoffreiche, Gemüse von unserem herbstlichen Speisenplan nicht mehr wegzudenken. Die ursprüngliche Heimat des Kürbisses sind die USA, seine engsten Verwandten heißen Melone, Gurke und Zucchini. Am beliebtesten für den Einsatz in der Küche ist sicherlich der Hokkaido-Kürbis, dessen Schale beim Kochen weich wird, und somit mitgegessen werden kann. Der Hokkaido kann, genauso wie auch der Butternut-Kürbis, wunderbar roh gegessen werden! Aber auch die übrigen Anwendungsmöglichkeiten sind extrem vielfältig: Ob gebraten, gekocht, gebacken oder eingelegt, der Kürbis schmeckt nicht nur lecker, sondern steckt auch voller Antioxidantien und Vitamine.

Hier erfahren Sie nun alles Wissenswerte über den Kürbis, der mit sage und schreibe 200 Sorten bei uns bekannt ist. Insgesamt hat die Kürbisfamilie über 800 Mitglieder, die von knallorange über leuchtend gelb bis sattgrüner Farbe sein können. Ihre Formen ähneln Ufos, Flaschen, Schlangen oder Orangen.

Die beliebtesten Kürbissorten

Butternut: Flaschenförmig, von blass gelber Farbe. Er hat viel Fruchtfleisch, wenig Kerne, und schmeckt süßlich-cremig. Dieser Kürbis kann roh gegessen werden, z.B. in Salaten, er schmeckt aber auch gebraten, gebacken oder püriert.

Hokkaido: Leuchtend orange Schale, die beim Kochen weich wird und mit verzehrt werden kann. Nussiger Geschmack, kann roh gegessen werden. Für Suppen, Desserts, zum Füllen, Einlegen, oder als Risotto ist er bestens geeignet.

Spaghetti: Ähnelt äußerlich sehr der Zucchini. Kann tatsächlich als „Spaghetti-Ersatz“ verwendet werden, da das Fruchtfleisch beim Garen faserig zerfällt. Er sollte im Ganzen gekocht, bzw. maximal halbiert werden.

Muskat: Wenn er reif ist, wird die Schale hellbraun. Sein Fruchtfleisch hat ein leichtes Muskataroma. Man kann ihn braten, backen, einlegen, oder auch als Suppe genießen.

Riesenkürbis: Er kommt vor allem an Halloween zum Einsatz, er eignet sich gut zum Schnitzen und lässt sich prima aushöhlen.

Haben Sie Appetit bekommen? Wir halten auch leckere Rezepte für Sie bereit.

Kürbis als Rohkost

Im Grunde genommen kann jeder Speisekürbis roh verzehrt werden, aber nicht jede Sorte schmeckt auch wirklich. So empfiehlt es sich, bevor man einen ganzen Rohkostsalat raspelt, ein kleines Stück davon zu probieren. Schmeckt der Kürbis allerdings bitter, wie es manchmal auch bei der Zucchini vorkommen kann, sollte er nicht verzehrt werden. Er enthält dann nämlich Cucurbitacine, diese Gifte können durch die Kreuzung von Speise- mit Zierkürbissen entstehen, oder auch durch Überreife, große Hitze, falsche Lagerung oder Pilzinfektionen. Cucurbitacine sind hitzebeständig und lassen sich auch durch Kochen oder Backen nicht neutralisieren. Im schlimmsten Fall führen sie zu einer Lebensmittelvergiftung. Vertrauen Sie also Ihrem Geschmackssinn und verzichten Sie auf bitter schmeckenden Kürbis und Zucchini.

Weitere heimische Gemüsesorten, die nun Saison haben und uns den Herbst versüßen, stellen wir in unserem eurapon-Rohkostratgeber vor.

Welche Nährstoffe sind im Kürbis enthalten?

Der Kürbis ist reich an Wasser und daher kalorienarm. 100 g Kürbisfleisch enthalten gerade einmal um die 25 kcal.

In größerer Menge enthalten ist hingegen Beta-Carotin, welches über antioxidative Eigenschaften verfügt. Antioxidantien fungieren als Zellschutz, indem sie die Zellen vor dem Angriff freier Radikaler bewahren. Freie Radikale werden als Ursache verschiedenster Krankheiten (unter anderem auch mitverantwortlich für die Entstehung von Tumoren) und verfrühter Hautalterung angesehen.

Das enthaltene Vitamin C stärkt und unterstützt unser Immunsystem. Da der Kürbis viel Wasser enthält, werden Giftstoffe auch schneller aus unserem Körper transportiert. Schließlich sorgt er mit vielen enthaltenen Ballaststoffen für eine gute, funktionierende Verdauung.

Nähere Details zu den Nährstoffen, welche unser Immunsystem stärken und unseren Körper fit für die kommende Erkältungszeit machen, finden Sie im eurapon-Ratgeber „Fit durch den Herbst“.

Was ist das Besondere an den Kürbiskernen?

Mitnichten sind die Kerne nur lästiges „Füllmaterial“, das man einfach herauskratzen und wegwerfen soll. Die Kürbiskerne bestehen zu 45 % aus ungesättigten Fettsäuren, vielen Mineralstoffen und Vitaminen. Besonders wichtig sind jedoch die sekundären Pflanzenstoffe, die Phytosterine. Diese spielen besonders für die Gesundheit der Männer eine große Rolle, denn sie helfen bei der Blasenentleerung und schützen die Prostata vor Größenwachstum. Noch nicht wissenschaftlich belegt, ob Phytosterine auch cholesterinsenkend wirken.

Getrocknet und geröstet sind Kürbiskerne eine gesunde, leckere Knabberei. Sie sollten die Kürbiskerne daher vom Fruchtfleisch reinigen und mit Wasser abspülen, anschließend auf Küchenkrepp trocknen. Anschließend breitet man sie auf ein eingeöltes Backblech aus und wendet sie, sodass die Kerne rundherum mit Öl bedeckt sind. Mit etwas Salz bestreuen, und bei 170 °C im Backofen für ca. 20 bis 25 Minuten rösten. Nach 10 Minuten sollte man die Kerne noch einmal wenden.

Sollten Sie die Gelegenheit haben, an originales Kürbiskernöl aus der österreichischen Steiermark zu gelangen, dann greifen Sie zu. Das dunkelgrüne bis braune Öl hat einen hervorragenden, nussigen Geschmack und eignet sich als Salatöl, für Desserts und zum Verfeinern von Suppen und Hauptgerichte. Ein paar Tropfen Kürbiskernöl auf der Kürbissuppe ist ein optisches und geschmackliches Highlight!

Wie erkennt man einen reifen Kürbis?

Die Schale eines reifen Kürbisses hat eine satte Farbe ohne grüne Stellen. Der Stiel sollte holzig bis trocken sein. Machen Sie den Klopftest: Wenn er hohl klingt, dann ist es perfekt. Die Schale sollte unversehrt und ohne Druckstellen sein, sonst kann Fäulnis entstehen.

Erntezeit und Lagerung

Man unterscheidet zwischen Sommer- und Winterkürbis. Je nach Sorte beginnt die Erntezeit Ende Juli und dauert bis weit in den Herbst hinein. Wenn der Frost einsetzt, ist auch die Kürbisernte vorbei. Vor der weiteren Verwendung der Kürbisse lässt man sie am besten 2 bis 3 Wochen bei ca. 20 °C nachreifen. Die Schale sollte dann so hart sein, dass ein Fingernagel sie nicht einritzt. Kürbisse sollten kühl (10 bis 14 °C) und trocken gelagert werden, dann sind sie durchaus einige Monate haltbar. Angeschnitten und mit Folie umwickelt hält sich ein Stück Kürbis im Kühlschrank rund 2 bis 3 Tage. Haben Sie keine Möglichkeit, den Kürbis als Ganzes zu lagern, schneiden Sie ihn in Stücke und frieren Sie ihn ein. Wenn der Kürbis blanchiert und püriert eingefroren wird, kann er rasch zu Suppe weiter verarbeitet werden.

Weitere Links zum Thema Kürbis

Ausgefallene Kürbisrezepte: https://www.veganblatt.com/t/kuerbis

Bebilderte Anleitung zum Kürbisschnitzen: http://www.moms-blog.de/anleitung-halloween-kuerbis-schnitzen-kinder/.

Video zum Kürbis schnitzen, diesmal kein Gesicht:  https://youtu.be/XANZcY98DWY.

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