Kopfläuse – Die falschen Freunde aus dem Haus vertreiben
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Kopfläuse – Die falschen Freunde aus dem Haus vertreiben

Die Kindergartenzeit/Schulzeit hat wieder angefangen, die Kinder toben und Kuscheln und bringen leider nicht nur neue Freunde mit nach Hause. Kopfläuse sind zwar lästig aber ungefährlich. Konsequent behandelt, ist der Besuch auch nur von kurzer Dauer. Wir geben die besten Tipps wie man diese schnell wieder los wird:

  1. Untersuchen
    Am besten besorgst du dir einen Nissenkamm aus der Apotheke. (Ein Metallkamm ist etwas teurer aber stabiler und daher sehr langlebig. Außerdem sind die Kammzinken nicht biegsam, so können keine Nissen durchrutschen.) Nun feuchtest du die Haare an und benetzt sie vollständig mit einer Spülung oder einer Haarkur. Lange Haare sollten gescheitelt und die Strähnen einzeln bearbeitet werden. Beim Auskämmen solltest du den Nissenkamm zwischendurch an einem weißen oder hellen Hand- oder Papiertuch abstreichen und daran hängende Reste unter hellem Licht und eventuell unter Zuhilfenahme einer Lupe untersuchen.
  2. Erkennen
    Läuse sind am häufigsten direkt an der Kopfhaut zu finden. Entweder als dunkle schwarze oder braune Punkte oder als weiße Läuseeier und Nissen (leere Eihüllen) die an den Haaren, in der Nähe der Kopfhaut kleben. Unter der Lupe kann man die Beinchen der Tiere erkennen.
  3. Ruhe bewahren und keine falsche Scham
    Haben sich Läuse Gefunden gilt es kühlen Kopf zu bewahren. Kopfläuse sind auch in den modernen Industrieländern keine Seltenheit sondern die zweithäufigste ansteckende Erkrankung! Außerdem hat ein Kopflausbefall nichts mit fehlender Hygiene zu tun. Häufiges Haare waschen sorgt allenfalls für saubere Läuse aber nicht für Lausfreiheit.
    Wenn du den Kindergarten oder die Klassenlehrerin deines Kindes darüber informierst, kann es nicht nur dir helfen, nach einer erfolgreichen Behandlung, nicht erneut angesteckt zu werden, sondern auch die anderen Spiel- und Klassenkameraden können sich rechtzeitig untersuchen und behandeln lassen, bevor die Läuse sich heimlich verbreiten.
  4. Richtig behandeln
    Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder mit Insektiziden, also Wirkstoffe die das Nervensystem der Läuse angreifen, für Menschen aber ungefährlich sind, oder mit Medizinprodukten, die rein Mechanisch wirken. Zugelassene Medikamente mit insektizidem Wirkstoff sind z.B. InfectoPedicul oder Goldgeist® forte. Rein Mechanisch wirken Nyda und Jacutin Pedicul Fluid. Diese bestehen aus Siliconen oder einer Mischung aus Silicon und Ölen. Sie verstopfen die Atmungslöcher der Läuse und ersticken sie ohne dem Menschen zu schaden. Ein weiteres, sehr empfehlenswertes Mittel ist das Licener Henning Shampoo.
    Je nachdem welches Mittel du verwendest, lies die Gebrauchsanweisung genau durch und halte dich genau an die Zeitangaben!
    Nach 8 bis 10 Tagen muss die Behandlung unbedingt erneut durchgeführt werden. Alle vier Tage sollten die Haare nass ausgekämmt werden um geschlüpfte Larven rechtzeitig zu entfernen.

WICHTIG:
Für die Untersuchung reicht auch ein Läusekamm (dieser ist grober und erfasst nur Läuse, aber keine Nissen.), zum Behandeln muss aber ein Nissenkamm benutzt werden!
Alle Familienmitglieder sollten gleichzeitig untersucht und betroffene behandelt werden um erneute Ansteckungen zu vermeiden.
Die Einwirkzeiten in der Packungsbeilage genau beachten. Das Mittel nicht zu sparsam und gleichmäßig auf dem Kopf verteilen.
Bettzeug, Kämme, Haargummis, Mützen und andere Kopfbedeckungen bei 60°C Waschen. Nicht Waschbares zwei Tage Luftdicht im Gefrierschrank aufbewahren.
Nach 8-10 Tagen die Behandlung wiederholen!

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