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Knoblauch roh essen – eine Knolle, die es in sich hat

Den Geschmack finden viele wunderbar, den Geruch eher weniger. Trotzdem gibt es gute Gründe für einen häufigen Verzehr von Knoblauch. Dass die weiße Knolle gesund ist, wissen wir alle irgendwie, aber was genau macht den Lauch eigentlich so wertvoll,  welche Inhaltsstoffe hat er und sollte man Knoblauch lieber roh oder gekocht verzehren, um sein volles Potenzial auszuschöpfen? Über diese Fragen geben wir Ihnen im eurapon Rohkost-Ratgeber nun ausführlich Auskunft.

Knoblauch oder Allium sativum – Wo kommt er her, wo geht er hin, was ist drin?

Wie der Name schon nahelegt, stammt Knoblauch aus der Lauch-Familie. Seinen Ursprung hat er vermutlich in Asien, heute wird er aber weltweit angebaut, wobei China immer noch der Hauptversorger ist. Auch in den heimischen Gemüsegärten ist Knoblauch immer öfter anzutreffen. Kein Wunder, denn er ist einfach anzubauen und zu ernten. Je nach Aussaatzeitpunkt teilt man ihn in Winterknoblauch (Aussaat im Herbst) und Sommerknoblauch (Aussaat im Frühling) ein. Welche Variante dabei die Bessere ist, daran scheiden sich die Geister. Außerdem gibt es einjährige und zweijährige Knollen. Von der Qualität des Knoblauchs gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden. Die Knollen, die zwei Jahre lang in der Erde bleiben durften, sind jedoch oft größer.

Was wir von der Pflanze bei uns auf dem Teller finden, ist die Zwiebel, also der Teil, aus dem normalerweise einmal die eigentliche Knoblauchpflanze wächst. Das ist auch der Grund für die grünen Keime, die manchmal in den Zehen zu finden sind. Bei frischem Knoblauch ist der Keim entweder gar nicht vorhanden oder noch sehr klein. Wächst er hingegen sogar schon aus der Zehe heraus, sollten Sie den Knoblauch auf keinen Fall mehr verspeisen. Er schmeckt nicht nur bitter, sondern ist auch giftig.

Passt man den richtigen Moment ab, um den kräftigen Lauch zu verspeisen, kann dieser wahre Wunder bewirken. Ein Blick auf die Nährwertangaben für Knoblauch ist zunächst einmal überraschend. Denn mit rund 142 Kalorien pro 100 g ist die Knolle nicht gerade ein Leichtgewicht. Aber kein Grund zur Panik: eine Zehe wiegt nur rund 3 g. Und Knoblauch punktet mit anderen Vorteilen: Neben einer Reihe wertvoller Mineralstoffe, ist Knoblauch vor allem für die Schwefelverbindung Allicin bekannt. Wenn Sie die Knoblauchzehe „verletzen“, also aufschneiden, raspeln oder hacken reagiert das im Lauch vorhandene Alliin mit der Luft und wird zu der Verbindung Allicin. Sie sorgt für den typischen Knoblauchgeruch, aber auch für den Ruf als Heilpflanze für verschiedenste Beschwerden.

Knoblauch besser roh essen – wie aber Mundgeruch neutralisieren?

Allicin ist ähnlich wie viele andere Pflanzenstoffe relativ hitzeempfindlich. Um seine Wirkung also für sich nutzen zu können, sollten Sie zwar nicht in den sauren Apfel, aber in den rohen Knoblauch beißen. Durch das Kauen wird der Wirkstoff des Knoblauchs bereits in Ihrem Mund freigesetzt. Der zunächst einmal unangenehme Mundgeruch ist dabei ein Zeichen für eine ausreichende Versorgung mit der gesunden Schwefelverbindung und rein vom gesundheitlichen Aspekt her keine schlechte Sache. Falls Sie trotzdem etwas dagegen unternehmen möchten, empfiehlt es sich ein paar Blätter rohe Petersilie zu kauen. Diese neutralisieren den Knoblauchgeruch.  Bei den Händen hilft ein wenig Zitronensaft. Einfach mit einer Scheibe über die betroffenen Hautpartien reiben und mit warmem Wasser abspülen.

Bei den Zubereitungsmöglichkeiten gibt es fast keine Grenzen. So können Sie beispielsweise rohen Knoblauch über Ihren Salat raspeln oder dünn auf einer Scheibe Brot verteilen und als gesunde Zwischenmahlzeit einbauen.

eurapon-Tipp: Es gibt eine Reihe leckerer Dips, die sie ganz einfach mit Knoblauch herstellen können und die in Verbindung mit anderen Rohkost-Sticks aus unserem Ratgeber eine leckere, leichte und gesunde Mahlzeit ergeben.

Weitere Informationen rund um den Knoblauch

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