Kann man sich glücklich essen?
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Kann man sich glücklich essen? Nahrungsmittel für die Seele

Am 7. März findet – mittlerweile bereits zum 19. Male – der Tag der gesunden Ernährung statt, der vom Verband für Ernährung und Diätetik e. V. (VFED) ausgerichtet wird und die deutsche Bevölkerung auf die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung aufmerksam machen möchte.

Noch vor wenigen Jahrzehnten stellte ein ausreichendes Nahrungsangebot in Deutschland vielerorts eine Mangelware dar. Mittlerweile herrscht in den Supermärkten der Überfluss und besonders industriell gefertigte Produkte sind in unserer modernen Welt, in der Zeit ein knappes Gut ist, sehr gefragt. Kombiniert mit zu wenig Bewegung führt der Konsum von Convenience-Produkten häufig zu Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Doch hat die eigene Ernährungsweise neben dem Einfluss auf den Körper auch eine Auswirkung auf die Psyche? Und wenn ja, was muss man essen, um gesund und glücklich zu sein? Wir haben das Thema unter die Lupe genommen.

Der Darm – ein zweites Gehirn?

„Schokolade hilft bei Frust“ und „Liebe geht durch den Magen“ – wenn es nach dem Volksmund geht, dann ist ein Zusammenhang zwischen der Psyche und der Ernährung schon seit Langem bekannt. Auch die alternative Medizin, wie die traditionelle indische Heilkunde Ayurveda, basiert auf dem Prinzip, den Gleichklang von Geist und Körper durch unter anderem die richtigen Nahrungsmittel zu erreichen. Personen, die nach diesen Prinzipien leben, berichten von einem Plus an Energie, Erholung und Zufriedenheit.

Und auch in der klassischen Schulmedizin gewinnt das Thema immer stärker an Bedeutung. Demnach beherbergt der Darmtrakt neben dem Gehirn und dem Rückenmark das dritt wichtigste Nervensystem des Organismus. Dieses entspricht in seinem Aufbau dem Gehirn, mit mehr als 100 Millionen Nervenzellen, die sich in den Darmwänden befinden.

Die Hauptaufgabe des Nervensystems im Darm besteht aus der Aufspaltung und Verwertung der Nahrungsbestandteile und dem Abtransport der Reststoffe. Darüber hinaus steht der Darm in einem ständigen Dialog mit unserem Gehirn und viele Nachrichten, die vom Darmtrakt in das Gehirn gesendet werden, landen direkt in den Hirnregionen, die für unser Gefühlsleben zuständig sind. Dadurch lässt sich auch erklären, warum man, wenn man satt ist, meist auch ein Gefühl von Zufriedenheit verspürt. Und Hunger hingegen eher schlechte Laune macht.

Superfood für ein starkes Gehirn

Auch das Gehirn braucht eine Reihe an Nährstoffen, um seine verschiedenen Funktionen in vollem Umfang ausüben zu können. Dazu zählen unter anderem Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Für die Übertragung von Nervenimpulsen zwischen zwei Nervenzellen, die unser Handeln, Fühlen und Denken ausmachen, werden beispielsweise Neurotransmitter benötigt. Diese werden unter anderem aus Vitamin B und Folsäure gebildet, weswegen eine ausreichende Versorgung mit diesen Stoffen essenziell ist.

Schokolade hingegen macht zwar ebenfalls glücklich, jedoch nur für einen sehr kurzen Zeitraum. Verantwortlich dafür ist die Ankurbelung der Produktion des Botenstoffes Serotonin, der auch unter dem Begriff „Glückshormon“ bekannt ist. Da industriell gefertigte Produkte wie Schokolade häufig von geringem Nährwert und dazu sehr fetthaltig sind, gehen die Glücksgefühle jedoch oftmals mit Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes einher. Deshalb sollte für eine positive Beeinflussung der Psyche besser auf gesunde Lebensmittel gesetzt werden.

Gesunde Ernährung für mehr Lebensglück

Das Glückshormon Serotonin befindet sich neben Schokolade auch in vielen Lebensmitteln, wie zum Beispiel

  • Bananen
  • Kiwis
  • Tomaten
  • Ananas
  • Walnüssen
  • Kakao

Wird dazu noch auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure und Vitaminen geachtet, dann wird die Leistungsfähigkeit des Gehirns sichergestellt. Folsäure ist unter anderem in Brokkoli, Rosenkohl und Blattspinat enthalten und wirkt zudem stimmungsaufhellend. Bohnen, Avocado, Erd- und Walnüsse sowie Sonnenblumenkerne hingegen sind reich an B-Vitaminen, die wiederum für die Aktivität der Neurotransmitter wichtig sind.

Die Wahl der richtigen Nahrungsmittel wirkt sich also unmittelbar auf die Gehirnaktivität aus. Und wer dann noch auf serotoninhaltige Lebensmittel setzt, der hat die richtige Basis für mehr Lebensglück und psychische Gesundheit gefunden.

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