Hyaluronsäure als Faltenfiller
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Hyaluronsäure als Faltenfüller

Sie liegt im Trend, viele Anti-Aging-Produkte werben damit: Hyaluronsäure. Laut Studien soll sie äußerst wirksam gegen Falten sein, da Hyaluronsäure der Haut viel Feuchtigkeit spendet, und so für Elastizität und Spannkraft sorgt. Hört sich nach Wundermittel an, kommt allerdings sogar auf natürliche Weise in unserem Körper vor. Bei uns erfahren Sie heute viel Wissenswertes zum Thema Anti-Aging mit Hyaluronsäure, und warum Sie darauf achten sollen, dass gerade im Alter kein Mangel an dem natürlichen Wirkstoff entsteht.

Was ist eigentlich Hyaluronsäure?

Die Hyaluronsäure ist eine zuckerartige Verbindung, die in verschiedenen Bindegewebsarten des menschlichen Körpers vorkommt. Zudem ist sie ein wichtiger Bestandteil des Glaskörpers unseres Auges und in der Gelenksschmiere vorhanden. Mit fortschreitendem Alter vermindert sich der Hyaluronsäureanteil im Gewebe. Die Substanz zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie große Mengen an Wasser binden kann. 1 g reicht, um 6 l Wasser zu binden! Hyaluronsäure mit Wasser verbunden sorgt dafür, dass unsere Gelenke gut geschmiert werden und belastungsfähig bleiben.

Wie wirkt Hyaluronsäure als Faltenfüller?

In der Kosmetik unterscheidet man zwei wirksame Arten von Hyaluronsäure: Hochmolekulare, welche die Hautbarriere nicht durchdringt, aber für einen aufpolsternden Soforteffekt sorgt, und niedermolekulare, die in die Haut für die Langzeitwirkung einzieht. Um den größtmöglichen Effekt zu erreichen, werden meist beide Sorten in den Kosmetikprodukten kombiniert. Die wasserbindende Eigenschaft der Hyaluronsäure sorgt dafür, dass die Haut von innen aufgepolstert wird. Äußerlich zeigt sich die Wirkung, indem sich kleine Fältchen glätten, sofern die Pflege regelmäßig verwendet wird. Die Haut erscheint voller, geglätteter und frischer.

In welchen Produkten wird es verwendet?

Hyaluronsäure wird in verschiedensten Cremeprodukten verwendet, ebenso gibt es Seren und Intensivpflege. Bei sehr ausgeprägten Falten können Sie sich die Säure auch unter der Haut injiziert, was vor allem bei Stirn, Nase und der Mundpartie zu guten und sichtbaren Erfolgen führt. Auch die erschlaffte Wangenpartie kann mit Hyaluronsäure aufgepolstert werden. In der Medizin wird Hyaluronsäure unter anderem in arthrosegeschädigte Gelenke gespritzt und sie ist Bestandteil von Medikamenten gegen das Austrocknen von Schleimhäuten.

Ab welchem Alter sollte man mit der Verwendung von Hyaluronsäure beginnen?

Bereits ab etwa dem 25. Lebensjahr beginnen sich die körpereigenen Speicher von Hyaluronsäure zu leeren. Mit dem 50. Lebensjahr verfügt die Haut nur mehr über die Hälfte des Anteils der Säure wie in Ihrer Jugend. Deshalb wird grundsätzlich empfohlen, ab dem 25. Lebensjahr die Haut mit Hyaluronsäure-Cremes zu unterstützen. Selbstverständlich können Sie auch jenseits der 25 noch gute Effekte mit Hyaluronsäure erreichen, es gibt viele Produkte speziell für reife Haut mit einem noch höheren Anteil der Säure.

Allerdings sollten Sie sich bewusst sein, dass auch Hyaluronsäure kein Allheilmittel ist. Sie kann nur wirken, wenn auch die Hautbarriere gestärkt ist, denn diese verhindert den Feuchtigkeitsverlust der Haut. Für die Stärkung der Hautbarriere sind folgende Stoffe wichtig:

  • Ceramide,
  • Sheabutter,
  • Reinöl.

Wie regelmäßig sollten Sie Hyaluronsäure verwenden?

Wenn Sie ein sichtbares Resultat erwarten, müssen Sie eine Creme mit Hyaluronsäure zwei Mal täglich anwenden, als Tages- und Nachtpflege. Es reicht, wenn Sie die Creme dünn auf die Faltenregion auftragen, aber seien Sie sich bewusst, dass die Wirkung unterbrochen wird, wenn Sie aufhören, die Creme zu benutzen.

Wann sieht man Ergebnisse und wie lange hält die Wirkung an?

Generell sollten Sie einer Creme mindestens vier Wochen Zeit geben, um ihre Wirkung zu entfalten. Die Wirkung hält an, so lange Sie die Creme verwenden. Wenn Sie die Creme über einen längeren Zeitraum hinweg angewendet haben, hat Ihre Haut Feuchtigkeitsdepots angelegt, von der sie noch eine Weile zehrt, dann aber werden die Falten wieder sichtbar.

Gibt es Nebenwirkungen oder Risiken bei der Anwendung?

Da unserem Körper die Hyaluronsäure bekannt ist, gibt es eigentlich kaum Unverträglichkeiten. Wird die Säure allerdings tierisch gewonnen (z.B. aus Hahnenkämmen), können allergische Reaktionen auftreten, ebenso von Zusatzstoffen in den Kosmetikprodukten. Bei der Gewinnung aus bakterieller Fermentation, besteht dieses Risiko nicht.

Wird die Säure injiziert, kann es an den Einstichstellen zu lokalen Reaktionen kommen, die allerdings nicht auf die Hyaluronsäure, sondern auf die Injektion zurück zu führen sind.

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