Homöopathie im Gesundheitsblog von eurapon
Kommentare 1

Homöopathische Mittel bei Erkältungen – was hilft?

Die Homöopathie ist eine Reiz- und Regulationstherapie, welche die Selbstheilungskräfte anregt. Sie wurde von Samuel Hahnemann entwickelt, dessen Grundsatz: „Similia similibus curentur“ (Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden), bis heute Maßstab für die Behandlung ist. Die große Herausforderung ist aber, das richtige Mittel zu finden. Zur Auswahl stehen zahlreiche Einzelmittel in unterschiedlichen Potenzen und Darreichungsformen. So können die Mittel als Tropfen, Tabletten oder Globuli verabreicht werden. Der Markt bietet aber auch Komplexmittel.

Was sind Komplexmittel?

 Komplexmittel sind Kombipräparate, die verschiedene Einzelmittel enthalten, die zusammen ein größeres Spektrum abdecken, als das bei Einzelmitteln der Fall ist. Sie sind nicht zwingend wirksamer, dennoch aber sehr hilfreich. Um das korrekte Einzelmittel zu finden, müssen viele Symptome, die nicht unbedingt mit der Erkrankung in Verbindung stehen müssen, berücksichtigt werden. Auch ist das Mittel, das noch vor Monaten bei einer Erkältung geholfen hat, nicht zwingend bei der nächsten Erkältung ebenfalls richtig. Bei einem Komplexmittel fällt die Auswahl aufgrund des breiten Wirkspektrums deutlich leichter.

Homöopathie zur Vorbeugung?

Ob eine homöopathische Behandlung vorbeugend möglich ist, wird kontrovers diskutiert. Es ist z.B. nicht möglich, Mittel gegen Schnupfen oder Husten einzunehmen, wenn gar keine Symptome vorliegen. Die Stärke der Homöopathie liegt aber darin, das Immunsystem zu kräftigen. Das bekannteste Mittel ist sicher Echinacea. Liegen erste Anzeichen einer Erkältung vor, können einige homöopathische Mittel wertvolle Dienste leisten.

Und schließlich helfen einige Mittel auch schon bei den ersten Anzeichen, wie:

  • Kratzen im Hals
  • Krankheitsgefühl
  • Kopfschmerzen

Wer zu Einzelmitteln greift, sollte sich für niedrige Potenzen entscheiden. So ist auch die Gefahr von Nebenwirkungen oder auch einer Erstverschlimmerung deutlich niedriger. Eine mehrmalig tägliche Einnahme ist bei größeren Kindern und Erwachsenen dann aber erforderlich.

Erste Anzeichen – schnell reagieren

Zeigen sich die ersten Erkältungsanzeichen, lässt sich das Immunsystem mit homöopathischen Mitteln stärken, ohne dass der Organismus mit Schmerzmitteln oder Antibiotika belastet wird, wenn es noch nicht nötig ist. Auf diese Weise unterstützen Sie die körpereigene Abwehr bei der erfolgreichen Bekämpfung der Erreger.

Homöopathische Mittel sollten nicht gleichzeitig mit koffeinhaltigen Getränken eingenommen werden, da sonst die Wirkung eingeschränkt wird.

Homöopathische Erkältungsmittel für sensible Patienten

Für kleine Kinder, Schwangere und stillende Mütter sind homöopathische Mittel ohne Alkohol ebenfalls gut geeignet. Bei hohem Fieber, Apathie, erkennbarer Verschlechterung oder länger anhaltenden Krankheitszeichen sollte jedoch ein Arzt oder Heilpraktiker hinzugezogen werden.

Sehr zu empfehlen sind die Schüssler-Salze. Sie sind auch für Einsteiger überschaubar und lassen sich leicht zuordnen. Nicht gestillte Säuglinge können die Tablette aufgelöst mit der Flaschennahrung bekommen. Bei Stillkindern eine Tablette in Muttermilch oder abgekochtem Wasser auflösen und tropfenweise geben.

Gabe je nach Stadium

  1. Erkältungsstadium: Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen und Erschöpfung sind typische erste Anzeichen einer heftigen Erkältung. Hier ist Ferrum phosphoricum das Mittel der Wahl (Schüssler Nummer 3). Bei Erwachsenen genügt 3×1 Tablette täglich. Schüssler-Salze werden nicht geschluckt, sondern sollen sich im Mund auflösen, z.B. unter der Zunge.
  2. Erkältungsstadium: Die Nase läuft, der Husten ist trocken und schmerzhaft. Jetzt ist es Zeit für Kalium chloratum (Schüssler Nummer 4). Die Dosierung entspricht der des ersten Stadiums. Die Einnahme von Ferrum phosphoricum wird nun beendet.
  3. Erkältungsstadium: Kommt die Erkältung zum Stillstand, z.B. mit gelblichem Nasenausfluss und/oder zähem Hustenauswurf, ist Kalium sulfuricum (Schüssler Nummer 6) das richtige Mittel. Mit der Einnahme  des neuen Schüssler-Salzes wird Kalium chloratum nicht mehr eingenommen.

Hustenformen

Bleibt der Husten fest, eignet sich Natrium chloratum (Schüssler Nummer 8). Ist der Husten hingegen krampfartig, ist zu Magnesium phosphoricum (Schüssler Nummer 7) zu raten. Die Symptome müssen innerhalb weniger Tage erheblich besser werden. Bleibt der Zustand bestehen oder verstärkt sich die Atemnot, muss ein Arzt abklären, ob es sich z.B. um Keuchhusten oder eine Lungenentzündung handelt, die schulmedizinisch behandelt werden muss.

Hier finden Sie unsere Schüssler Salze

Die Regeneration nicht vernachlässigen

Ein großes Risiko ist es, die Regeneration zu vernachlässigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Erkrankung naturheilkundlich oder schulmedizinisch behandelt wurde. Kinder sollten nach Abklingen der Symptome lieber einen oder zwei Tage länger zu Hause bleiben. Ein gutes Signal für die Regeneration ist, wenn Sie den Tag über wieder munter sind und keine Anzeichen von Erschöpfung zeigen. Das gilt auch für Sportler. Erkältungen können je nach Verursacher auch im Abklingen bei Überlastung noch erheblichen Schaden anrichten. Das gilt besonders, wenn es sich um einen fiebrigen Infekt gehandelt hat.

Weitere Tipps zur Behandlung mit homöopathischen Mitteln

Hilfreich ist eine homöopathische Notfallapotheke, wie sie in Apotheken erhältlich ist. Sie beinhaltet die wichtigsten Homöopathika in niedrigen Potenzen. Eine solche Taschenapotheke eignet sich nicht nur für einen Haushalt mit Kindern, sondern für alle, die lieber schnell auf gesundheitliche Störungen reagieren möchten, bei denen eine schulmedizinische Behandlung noch nicht angezeigt ist. Die Therapie eignet sich aber auch begleitend. Dann sollte der behandelnde Arzt informiert sein, um den Verlauf und die Symptome besser einschätzen zu können.

Weitere Informationen:

Die wichtigsten Globuli für Kinder bei globuliwelt.de

Die homöopathische Kleinkinder-Taschenapotheke bei vitanet.de

Tipps zu Homöopathie in der Schwangerschaft von homoeopathie-homoeopathisch.de

 

 

Ähnliche Artikel auf dem Gesundheitsblog

1 Kommentar

Schreibe eine Antwort