Selbstbräuner
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Hilft Selbstbräuner vorbeugend gegen Sonnenbrand?

Blässe gilt als unschön, ganz besonders in der warmen Jahreszeit. Es ist nur natürlich, dass die meisten Menschen sich im Sommer eine gesunde Farbe wünschen, und zwar nicht nur im Gesicht. Aber seit bekannt ist, wie gefährlich UV-Strahlung sein kann, sind für gesundheitsbewusste Menschen lange Sonnenbäder tabu. Ist der Selbstbräuner eine Alternative und kann er sogar die Entstehung eines Sonnenbrandes verhindern?

Der Wunsch nach gesunder Bräune ist nicht so leicht zu erfüllen. Bestimmte UV-Strahlen in den Sonnenstrahlen lösen Hautkrebs aus, wenn die Belastungsgrenze überschritten ist. Doch selbst bei genau berechnetem Aufenthalt in der Sonne drohen Probleme, wie die verstärkte Faltenbildung. Lange Zeit haben sonnenhungrige Menschen sich mit dem Besuch in Solarien geholfen, doch inzwischen hat sich auch hier herausgestellt, dass sie ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Auf Selbstbräuner trifft das nicht zu. Sie können damit tatsächlich eine Alternative mit dem Ziel der gebräunten Haut sein.

Wie wirken Selbstbräuner?

Selbstbräuner enthalten synthetische Zucker aus der Schale der Kastanie. Diese reagieren mit den Eiweißen, die sich in der oberen Hautschicht befinden. So kommt es zur gewünschten Braunfärbung der Haut. Diese Reaktion setzt schnell ein bis nach etwa sechs Stunden nach dem Auftragen die gewünschte Braunfärbung erreicht ist.

Die Färbung bleibt auf der Hautoberfläche und lässt ab dem dritten Tag allmähglich nach, bis sie wieder vollständig verschwunden ist. Die Intensität der Bräunung ist aber auch abhängig von der Konzentration der Wirkstoffe, die in Prozent auf der Verpackung angegeben werden. Natürlich gibt es auch Abweichungen bei der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, die gemeinhin aber als gut verträglich eingestuft werden können.

Darauf ist zu achten

Selbstbräuner gibt es in verschiedenen Anwendungsformen, als Creme, Spray, Gel oder auch als Öl. Sie werden außerdem nach Verwendung für die jeweiligen Körperstellen unterschieden.

Der Selbstbräuner für den Körper ist somit nicht für das Gesicht geeignet und umgekehrt. Für ein zufriedenstellendes Ergebnis sollten Sonnenbräuner gleichmäßig auf einer sauberen und möglichst fettfreien Haut aufgetragen werden. Der beste Zeitpunkt für das Auftragen ist daher nach dem Duschen. Wer zuvor stark geschwitzt hat, z. B. durch ein anstrengendes Sportprogramm, sollte ein paar Stunden warten.

Von Vorteil ist, wenn die Haut leicht gepeelt ist, denn sonst nimmt sie die Substanzen unterschiedlich aktiv auf. Das könnte dazu führen, dass die Haut im Anschluss nicht gleichmäßig gebräunt ist. Problematische Hautstellen können mit Bodylotion vorbehandelt werden, auch das sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Farbe. Außerdem ist es notwendig, Handschuhe beim Auftragen zu tragen, da es sonst zu zusätzlichen Verfärbungen der Haut an den Händen kommt. Nach dem Auftragen ist es wichtig, eine halbe Stunde zu warten, damit die Wirkstoffe einziehen können.

Braune Haut schützt vor Sonnenbrand – hilft der Selbstbräuner?

Wenn die Haut durch die Einwirkung des Sonnenlichtes dunkler wird, ist sie deutlich besser gegen UV-Strahlung geschützt. Daraus möchte man schließen, dass die Verwendung des Selbstbräuners als Schutz geeignet ist- das ist aber nicht zutreffend!

Denn der Selbstbräuner sorgt mit seiner Reaktion lediglich für eine Verfärbung auf der Haut, für die kein schützendes Melatonin gebildet wurde. Die Gefahr eines Sonnenbrandes wird dadurch nicht reduziert.

Eher das Gegenteil ist der Fall, denn die dunklere Haut kann über die reale Belastbarkeit gegenüber der risikoreichen UVB-Strahlung hinwegtäuschen. Zwar zeigen sich dann auch die Schmerzen durch einen beginnenden Sonnenbrand. Die warnende rote Verfärbung durch die Schäden auf der Haut ist aber nicht zu sehen. Somit entfällt ein Alarmsignal, das den schweren Sonnenbrand zu verhindern hilft.

Wer dennoch nicht auf den Selbstbräuner verzichten möchte, sollte zusätzlich Pflegeprodukte mit Lichtschutzfaktor verwenden. Dieser Lichtschutzfaktor muss zum eigenen Hauttyp passen, natürlich ohne die Verfärbung durch den Selbstbräuner. Nun ist es wichtig, diesen zu reduzieren, damit die natürliche Bräune sichtbar wird, bestenfalls in einem fließenden Übergang.

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