Hautpflege für Babys bei eurapon
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Hautpflege für Babys – was braucht das Baby wirklich?

Ein Baby ist ein zartes Wesen mit einer weichen Haut, sodass viele Eltern unsicher sind, wenn es um die richtige Pflege geht. Wickeln stellt sehr schnell kein Problem mehr dar, aber wie sollte die Haut des Babys beim Baden gepflegt werden? Wie effektiv sind Feuchttücher und muss das Baby wirklich nach jedem Bad eingecremt werden? Ab wann ist Shampoo ein Thema für die Babyhaare und wird überhaupt noch Babypuder verwendet? Fragen über Fragen, auf die viele Eltern eine Antwort möchten, denn schließlich wollen sie immer nur das Beste für Ihr Baby.

 Wie wird das Baby richtig gebadet?

Sobald der Nabelrest abgefallen ist, dürfen Sie Ihr Baby baden. Es dient nicht nur der Körperpflege, sondern entspannt auch das Baby, sorgt für eine gute Durchblutung und es macht Ihr Baby müde. Lassen Sie das Bad in einem warmen Raum ohne Zugluft, entweder in einer Babywanne oder in einem Badeeimer ein. Das Wasser sollte nicht wärmer als 38° Grad sein, verzichten Sie auf Seife oder Badezusätze im Babybad, pures Wasser reicht vollkommen aus.

Gegen eine sehr trockene Haut des Babys helfen ein paar Tropfen Babyöl oder etwas Muttermilch ins Wasser. Wenn Sie Ihr Baby waschen, dann widmen Sie den Hautfalten unter den Achseln und in der Leiste sowie den Finger- und Zehenzwischenräumen besonders viel Aufmerksamkeit. Zum Schluss waschen Sie den Genitalbereich, auf diese Weise verhindern Sie, dass Darmkeime auf andere Bereiche des Körpers übertragen werden.

Waschen Sie das Gesicht Ihres Babys vor dem Baden, indem sie mit einem feuchten weichen Waschlappen vorsichtig von außen nach innen streichen.

Baden Sie Ihr Kind nicht länger als fünf bis maximal zehn Minuten und nicht öfter als zwei- bis dreimal in der Woche. Eine Ausnahme sind heiße Sommertage, wenn das Baby geschwitzt hat, denn dann ist das abendliche Bad für Ihr Baby eine Wohltat.

 Ist eine Hautcreme notwendig?

In jedem Drogeriemarkt werden Sie meterlange Regale mit Babycreme finden und diese Auswahl ist mehr als verwirrend. Vielleicht stellen Sie sich die Frage, ob die Haut Ihres Babys tatsächlich eine Creme benötigt und wenn ja, welche Creme die richtige für die zarte und weiche Haut ist. Grundsätzlich gilt, wenn die Haut eines Babys intakt und gesund ist, dann wird keine spezielle Babycreme gebraucht.

Ist die Haut aber trocken und ein wenig spröde, dann können Sie eine Pflegelotion, eine Creme oder eine Körpermilch verwenden, allerdings nur sparsam.

Vor allem während der kalten Jahreszeit kann die Haut des Babys trocken werden, bedingt durch die kalte Luft draußen und die Heizungsluft drinnen. Tragen Sie deshalb vor dem Spaziergang eine Wind- und Wettercreme auf das Gesicht auf und massieren Sie Ihr Baby nach dem Bad sanft mit ein wenig Babyöl.

Im Sommer ist es wichtig, dass Ihr Baby an Körperpartien eingecremt wird, die der Sonne ausgesetzt sind. Diese Creme sollte immer eine Sonnenschutzcreme für Kinder mit einem hohen Lichtschutzfaktor sein.

Müssen die Haare von Babys gewaschen werden?

Ist Ihr Baby erst wenige Wochen alt, dann reicht es während des Badens vollkommen aus, wenn Sie mit dem Waschlappen sanft über den Kopf streichen. Ein Shampoo sollte immer nur dann verwendet werden, wenn Ihr Kind lange und dichte Haare hat oder wenn das Baby stark verschwitzt ist. Verwenden Sie nur eine kleine Menge mildes Babyshampoo, das Sie vorsichtig in die Haare einmassieren und dann mit dem Waschlappen und klarem Wasser wieder ausspülen.

Nach dem Baden bürsten Sie die Haare mit einer weichen Bürste gegen den Strich, denn das fördert die Durchblutung. Sollte sich auf dem Kopf Ihres Babys eine gelbliche Kruste bilden, dann handelt es sich um harmlosen Milchschorf, in diesem Fall können ein paar Tropfen Babyöl helfen. Massieren Sie das Öl vorsichtig in die Kopfhaut ein und lassen Sie es am besten über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen lässt sich der Schorf dann mit einem Babykamm, über den ein weiches Tuch gelegt wird, leicht abheben.

 Was tun bei einem wunden Po?

Jedes Baby hat irgendwann einmal einen wunden Po, aber mit der richtigen Pflege können Sie dem Windelausschlag effektiv vorbeugen. Wenn die Haut am Po des Babys gerötet ist und nässt, dann handelt es sich um eine sogenannte Windeldermatitis oder umgangssprachlich um einen Windelausschlag. Rund die Hälfte aller Babys ist im ersten Lebensjahr davon betroffen, bei ca. fünf Prozent nimmt dieser Ausschlag einen schweren Verlauf, meist sind Kinder betroffen, die eine Neigung zu trockener Haut haben.

Besonders häufig ist die Dermatitis bei Babys zwischen dem neunten und zwölften Lebensmonat zu finden, denn sie scheiden im Gegensatz zu neugeborenen Kindern, viel mehr Kot und Urin aus. Diese Ausscheidungen reiben in der Windel am Po, die Haut wird gereizt und die Windel sorgt dafür, dass sich eine luftdichte Schicht bildet. Das wiederum sorgt für eine feuchte Umgebung, die die Entzündung begünstigt und ein perfekter Nährboden für Pilze ist.

Ganz vermeiden lässt sich der Windelausschlag nicht. Wenn es so weit kommt, dann kann eine Salbe mit Zinkoxid helfen, die das Entzündungssekret aufsaugt und gleichzeitig eine Hautbarriere aufbaut. Auch Salben mit Panthenol schützen die Haut und wirken entzündungshemmend.

Um einer Windeldermatitis vorzubeugen, ist es wichtig, dass die Windel oft gewechselt und der Po bei jedem Windelwechsel sanft gereinigt wird. Für die Reinigung sollten Sie keine Öltücher verwenden, die die Haut austrocknen, sondern nur warmes Wasser und eine seifenfreie pH-neutrale Waschlotion.

 Was hilft bei Pilzinfektionen?

Sollte es zu einer Pilzinfektion kommen, dem sogenannten Windelsoor, dann sind auf dem Po kleine Pusteln mit einer weißen Spitze zu erkennen. Diese Infektion wird durch den Pilz Candida albicans übertragen. Leidet die Mutter an einem Scheidenpilz, überträgt sie den Erreger auch auf das Kind. Daher ist es wichtig, dass vor dem Wickeln die Hände gründlich gewaschen und desinfiziert werden.

Der Windelsoor lässt sich in der Regel leicht behandeln, meist hilft wieder eine Salbe mit Zinkoxid, das die Pilze abtötet. In schweren Fällen verschreibt der Kinderarzt eine spezielle Pilzsalbe, die die Infektion schnell lindert. Sollte die Salbe jedoch nicht helfen, dann kann es eine allergische Reaktion sein, in seltenen Fällen ist auch eine Schuppenflechte die Ursache für den Windelsoor.

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