Kommentare 0

Hausstauballergie – unsere Tipps gegen unliebsame Milben

Der Herbst ist im Anmarsch und mit ihm werden auch die Tage wieder kürzer. Auch die Temperaturen fallen, und der Aufenthalt im kuschelig-warmen Bett ist beliebt wie nie. Dabei kann Allergiker jedoch eine unliebsame Überraschung erwarten: Niesanfälle und Schnupfen bis hin zu Atemnot plagen häufig diejenigen, die an einer Hausstauballergie leiden.
Gehörst auch du dazu? Unsere Tipps helfen, das Bett zu einer milbenfreien Zone zu machen.

Was haben Milben mit der Allergie zu tun?

Wer das Wort Hausstauballergie hört, der denkt im ersten Moment sicher, dass Hausstaub der Auslöser der allergischen Reaktion ist. In Wirklichkeit sind Niesen, Juckreiz und Co. jedoch winzigen Spinnentieren zu verdanken, den Milben. Genauer gesagt ihrem Kot.
Milben befinden sich im Hausstaub, daher rührt auch der synonyme Begriff „Hausstaubmilbenallergie“. In einem einzigen Gramm Hausstaub befinden sich bis zu 4.000 Milben. Dies ist aber keineswegs ein Zeichen mangelnder Hygiene in der Wohnung – die Anwesenheit einer solch hohen Anzahl von Milben ist völlig normal.

Blog_Milben_01

Die Hauptnahrungsquellen der Milben sind tierische und menschliche Hautschuppen. Auch Haare werden gerne verzehrt. Dabei anfallende Abfallprodukte werden von den Milben über ihren Kot entsorgt. Nach der Ausscheidung zerfällt dieser und vermischt sich mit der Umgebung, also dem Hausstaub.
Das Immunsystem des Allergikers sieht diesen an sich harmlosen Kot als Schädling an und versucht, ihn abzuwehren. Dabei kommt es zu den typischen Abwehrreaktionen wie Schnupfen und Niesen.

Warum befinden sich so viele Milben im Bett?

Eine Raumtemperatur von 25 Grad Celsius in Verbindung mit einer Luftfeuchtigkeit von über 70

Prozent – in einer solchen Umgebung fühlen sich Milben pudelwohl. Deswegen halten sie sich auch bevorzugt in unseren Betten auf. Weitere Lieblingsorte sind Polstermöbel, Teppiche und Plüschtiere.
Das Milbenvorkommen ist im Spätsommer und im Herbst aufgrund des Klimas besonders hoch. Die Hausstauballergie bricht jedoch häufig im Winter am Intensivsten aus. Der Grund hierfür ist, dass in der kalten Jahreszeit die Luftfeuchtigkeit in Wohnungen durch das regelmäßige Heizen sinkt. Die trockene Luft behagt den Milben jedoch gar nicht und infolgedessen sterben sie in großer Zahl aus. Bei diesem Sterbeprozess entsteht eine große Anzahl an Allergenen – zum Leidwesen des Betroffenen.

Wie unterscheide ich eine Allergie von einer Erkältung?

Husten, Niesen, Schnupfen, Kopfschmerzen, Juckreiz und ein unruhiger Schlaf: Diese Symptome einer Allergie unterscheiden sich nicht von denen einer Erkältung, die ebenfalls bevorzugt in den kalten Monaten ihr Unwesen treibt. Wegen dieser Verwechslungsgefahr wird eine Allergie häufig erst spät oder gar nicht erkannt.
Dabei gibt es eine einfache Faustregel, um eine Allergie von einer Erkältung zu unterscheiden: Treten die oben genannten Beschwerden das ganze Jahr hinweg auf und sind sie in der Nacht um am Morgen nach dem Aufstehen am Intensivsten, dann kann eine Erkältung in den meisten Fällen ausgeschlossen und ein Hausarzt zur konkreten Diagnosestellung aufgesucht werden.

Welche Maßnahmen helfen, die Milbenanzahl in der Wohnung zu senken?

Bei bekannten Allergien sollte immer versucht werden, die Allergene zu meiden. Milben lassen sich nicht vollständig entfernen; einfache Maßnahmen helfen jedoch, ihre Anzahl in der Wohnung so gering wie möglich zu halten.Blog_Milben02
Um den Milben eine ungemütliche Umgebung zu bieten, sollten Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur möglichst niedrig gehalten werden. Auch sollte die Wohnung mehrmals täglich gründlich gelüftet werden. Am besten geeignet ist hierfür das Stoßlüften.
Die Kleidung sollte niemals im Schlafzimmer gewechselt und auch die Haare sollten dort nicht gebürstet werden. Zudem sollten Staubfänger wie Kuscheltiere, Gardinen, Teppiche und Pflanzen aus dem Zimmer geräumt werden. Fällt der Verzicht auf das Kuscheltier schwer, dann sollte dieses in regelmäßigen Abständen für 24 Stunden in die Tiefkühltruhe gelegt oder im Wäschetrockner gereinigt werden. Das lässt die Milben absterben.
Reinigung ist auch bei der Bettwäsche wichtig. Diese sollte häufig gewechselt und bei 60 Grad gewaschen werden. Auch empfehlen sich spezielle Allergikerbezüge, die milbenundurchlässig sind. Die Wohnung sollte ebenfalls in regelmäßigen Abständen gründlich gereinigt werden. Ein Staubsauger mit Mikrofilter und feuchtes Staubwischen säubern extra gründlich.
Mit unseren Tipps steht herbstlich-gemütlichen Leseabenden im Bett nichts mehr im Wege!

Ähnliche Artikel auf dem Gesundheitsblog

Schreibe eine Antwort