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Hausmittel gegen Schlafstörung

Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Problem. Besonders Frauen mit schwankendem Hormonhaushalt und Kinder sind betroffen. Insgesamt leidet rund ein Viertel der Bevölkerung unter schlaflosen Nächten. Gefährlich wird es dann, wenn der Schlaf dauerhaft gestört ist. Oft hilft es allerdings schon, einfache Gewohnheiten zu ändern und ein paar Tipps zu beherzigen. Lesen Sie bei eurapon, warum Schlaf so wichtig für den Menschen ist und welche Hausmittel gegen Schlafstörungen helfen.

Warum ist Schlaf so wichtig?

Schlaf ist, ebenso wie Essen und Trinken,  ein Grundbedürfnis des menschlichen Körpers. Ein Großteil von wichtigen Vorgängen im Körper, wie die Regelung des Hormonhaushalt, der Körpertemperatur oder des Immunsystems, passen sich an Tag und Nacht an. Daher hat eine gestörte Nachtruhe oft unmittelbare Auswirkungen auf den Körper.

Symptome nach längerem Schlafentzug sind beispielsweise: Müdigkeit am Tag, Unruhe, Gereiztheit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche. Alle Symptome eines Schlafentzugs lassen sich auf die konstante Überlastung des Nervensystems zurückführen. Unser Gehirn arbeitet nachts durchgängig. Im Gegensatz zu den Aktivitäten am Tag, laufen nachts allerdings wichtige Regenerations- und Lernprozesse ab. Geklärt sind all diese komplexen Prozesse allerdings noch nicht: Wissenschaftler forschen bis heute in Schlaflaboren nach den genauen Abläufen.

Die fünf Schlafphasen

Unser Schlaf ist von fünf Phasen gekennzeichnet, die in einem 90-minütigen Zyklus durchlaufen werden. Jede Phase hat in diesem Zyklus eine wichtige Funktion.

Man unterscheidet zwischen Non-REM-Schlafphasen (Phase 1-4) und der REM-Schlafphasen.

  1. Einschlafphase

Der Wachzustand steht am Anfang, wie auch am Ende jedes Schlafzyklus und fungiert als Übergang. In der Einschlafphase verändert sich die Aktivität des Gehirns: Die Atmung und der Puls verlangsamen, die Muskulatur entspannt sind und sogar die Körpertemperatur sinkt bedeutend ab.

  1. Leichter Schlaf

Während dieser Phase entspannen sich die Muskeln des Körpers und es kommt zu leichten Zuckungen einzelner Körperteile.

  1. Übergangsphase

In dieser Phase bereitet sich der Körper langsam auf die Tiefschlafphase vor.

  1. Tiefschlaf

In der Tiefschlafphase sollte man besser nicht aufgeweckt werden, da man zu besonderer Schläfrigkeit und leichter Desorientierung nach dem Aufstehen neigt.

  1. REM-Schlaf (Rapid Eye Movement)

Ein Charakteristikum dieser Phase sind die schnellen Augenbewegungen und die lebhaften Träume, die oft in Erinnerung bleiben. Unser Körper ist während dieser kurzen Zeit wie vollständig gelähmt – das Gehirn arbeitet dafür umso mehr.

Faktoren, die unseren Schlaf beeinflussen

Unser Schlaf wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst, die wir über den Tag beeinflussen können. Um Ihre Aktivitäten sowie Ihre Stimmung und Ernährung zu dokumentieren, empfiehlt eurapon das Führen eines Tagebuchs.

Erfahren Sie aber nun in eurapons kleiner Apotheke der Hausmittel welche Faktoren Ihren Schlaf beeinträchtigen können:

Guter und schlechter Schlaf durch bzw. trotz Sport

Wer sich über den Tag verteilt zu wenig bewegt, bemerkt während mancher Einschlafversuche eine unterschwellige Unruhe. Allerdings trifft dies auch diejenigen, die Sport machen und dabei „übertrainieren“. Da betrifft zum Beispiel Läufer sich an für sie noch ungewohnt weite Strecken wagen.

Ein gesundes Mittelmaß kann hier nur die Lösung sein. Zwar lockert Sport die Gelenke, durchblutet den Körper und trainiert die Muskeln, aber er sollte sich am Ende des Tages auch positiv auf den Schlafrhythmus und die körperliche Verfassung ausüben.

Entspannungsübungen gegen Schlafstörungen

Gezielte Entspannung, wie autogenes Training oder Meditation, kann dem Körper helfen, Stress abzubauen. Wer sich zum Thema Stressmanagement beraten lassen möchte, kann professionelle Hilfe durch spezielle Einrichtungen oder Trainer in Anspruch nehmen. Oft helfen auch schon kleine Auszeiten in Kombination mit ruhiger Musik oder einem guten Buch, um zur Ruhe zu kommen.

Schlafstörungen durch fettiges und schweres Essen

Wer vor dem Einschlafen auf schwere Speisen verzichtet, profitiert von einer ruhigeren Nacht. Der Körper benötigt viele Stunden, um fettiges oder scharf gewürztes vollständig zu verdauen. Vermeiden Sie Getränke wie Kaffee, Cola oder Tee ab Nachmittag, wenn Sie sensibel auf Koffein reagieren.

Ebenso kann auch ein leerer Magen zu Unruhe und nächtlichen Hungerattacken führen. Falls letzteres ohne erklärbare Ursache auftritt, sollten Sie unbedingt einen Arzt kontaktieren. Es könnten Stoffwechselstörungen wie Diabetes oder psychologische Probleme dahinterstecken.

Einschlafhilfe Alkohol – Wahrheit oder Mythos?

Entgegen der verbreiteten Annahme, dass Alkohol als Schlafhilfe geeignet ist, mindert dieser sogar die Schlafqualität bedeutend. Wichtigster Faktor ist die Dosis. Zwar entspannt eine gewisse Menge an Alkohol das zentrale Nervensystem, allerdings ist diese bei vielen Menschen schon nach einem Glas Wein überschritten.

Bei steigendem Alkoholkonsum muss der Körper diesen im Schlaf abbauen, wodurch die Schlafphasen aus dem Gleichgewicht geraten. Darüber hinaus kann der Körper durch täglichen Konsum schleichend süchtig werden.

Kräuter gegen Schlafstörungen

Heilkräuter wirken auf natürliche Art und Weise beruhigend auf den Körper und können einfach in Form von Tee oder Tinktur zu sich genommen werden.

Hopfen

Die weiblichen Blütenstände der Hopfenpflanze (Hopfenzapfen) enthalten die Bitterstoffe Lupulon und Humulon, denen eine schlaffördernde Wirkung nachgesagt wird. Hopfen gibt es als Tee oder Pulverextrakt und wird häufig mit Melisse und Baldrian kombiniert.

Baldrian

Baldrian ist ein beliebtes pflanzliches Mittel gegen Schlafstörungen und schon unseren Großeltern ein Begriff. Die beruhigenden Eigenschaften von Baldrian sollen die Einschlafphase verkürzen, ohne dabei den Schlafzyklus durcheinander zu bringen. Vorzugsweise wird das Kraut als Tee, Tinktur oder Dragee aufgenommen.

Ausnahmefall: Johanniskraut

Johanniskraut hat gegenüber anderer Kräuter besondere Eigenschaften. Es wirkt direkt auf die Empfangsantennen von körpereigenen Botenstoffen, die unsere Stimmung aufhellen. Daher wird es hauptsächlich bei depressiven Verstimmungen verwendet.

Der Effekt von Johanniskraut wird nach zwei bis drei Wochen regelmäßiger Einnahme spürbar. Eines sollte jedoch, besonders bei Menschen mit heller Haut, streng beachtet werden: Die Haut reagiert im Zuge der Einnahme von Johanniskraut empfindlicher auf UV-Strahlen und ist gefährdeter für Sonnenbrände. Johanniskraut kann mit einer Vielzahl von Medikamenten Wechselwirkungen eingehen. Die Einnahme sollte daher vorher mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden.

Was hilft außerdem gegen Schlafstörungen und beugt diesen vor?

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