Eurapon Grippe-Ratgeber
Kommentare 0

Grippe – unser Ratgeber rund um den Influenza-Virus

Mit den sinkenden Temperaturen verbreiten sich jedes Jahr aufs Neue auch die Influenza-Viren wieder. Treten Schüttelfrost und Gliederschmerzen auf, dann ist schnell klar: Es ist eine Grippe und keine Erkältung. Welche Symptome noch auf eine Grippe schließen lassen und wie sie behandelt werden kann, das erfahrt ihr in unserem aktuellen Blogtext.

Alle Jahre wieder – warum erwischt es mich jedes Mal aufs Neue?

Das Tückische am Grippevirus ist seine Wandlungsfähigkeit: Indem der Virus ständig seine Erscheinungsform ändert, ist er den menschlichen Antikörpern immer einen Schritt voraus.  Deswegen kommt es auch regelmäßig zu Grippe-Epidemien und Pandemien.

Die Ansteckung erfolgt über eine simple Tröpfcheninfektion. Niest die erkrankte Person und atmet eine andere Person diese Tröpfchen ein, dann ist der erste Schritt in Richtung Grippe bereits getan. Deswegen ist die Ansteckungsgefahr in dicht besiedelten Gebieten auch besonders hoch.

Außerdem sind die Influenzaviren sehr ausdauernd und können mehrere Stunden außerhalb des menschlichen Körpers überleben – je niedriger die Außentemperaturen, desto länger bleiben sie aktiv. Wer viel außerhalb der eigenen vier Wände unterwegs ist, dem bietet regelmäßiges Händewaschen einen guten Schutz vor den Viren.

Woran erkenne ich eine Grippe?

Eine Grippe ist von einer Erkältung nicht immer einfach zu unterscheiden. Im Normalfall tritt sie plötzlich und wie aus heiterem Himmel auf. Typische erste Symptome sind hohes Fieber mit über 39 Grad Celsius, weißer fließender Schnupfen und eine Entzündung des Rachenraums. Daneben gibt es weitere Beschwerden, die im Krankheitsverlauf auftreten können. Unter anderem sind dies:

  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Reizhusten
  • Schweißausbrüche
  • Schüttelfrost
  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Starke Muskel- und Gliederschmerzen
  • Schmerzen hinter dem Brustbein

Eine Grippe geht mit einem stark geschwächten Immunsystem einher, was die Entstehung anderer, schwerwiegender Krankheiten beeinflussen kann. Sobald die ersten Symptome auftauchen, gilt daher die Devise: Ab zum Arzt!

Fieber ist ein typisches Symptom einer Grippe

Gibt es Risikogruppen, die besonders gefährdet sind?

Ist das Immunsystem geschwächt, dann haben die Viren ein besonders leichtes Spiel. Deswegen bekommen bestimmte Personengruppen auch schneller eine Grippe als andere. Besonders gefährdet sind Personen, die

  • älter als 65 Jahre
  • jünger als 1 Jahr
  • unterernährt oder
  • schwanger

sind. Auch Vorerkrankungen können eine Grippeinfektion begünstigen. Unter anderem sind dies Krankheiten wie

  • Diabetes
  • HIV-Infektion
  • chronische Erkrankung des Herzens
  • chronische Erkrankung der Lunge
  • bösartige Tumorerkrankungen

Ist eine Grippeschutzimpfung sinnvoll?

Den oben aufgeführten Risikogruppen wird eine Grippeschutzimpfung empfohlen, um das Erkrankungsrisiko zu senken und einem schweren Krankheitsverlauf vorzubeugen. Dazu kommt eine Empfehlung für Personen die im Gesundheitswesen arbeiten.

Risikogruppen sollten sich einmal pro Jahr impfen

Da die Viren ständig ihre Struktur wechseln, sollte die Impfung jedes Jahr erneuert werden. Eine Schutzimpfung wird von vielen Ärzten und Gesundheitszentren vorgenommen. Nachfragen lohnt sich!

Diagnose Grippe – und nun?

Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe: Soll die Grippe schnell ausheilen, dann muss der Körper geschont werden. Bettruhe ist daher eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Grippetherapie. Auch die jeweiligen Symptome sollten behandelt werden: Inhalation bei Schupfen, Schmerzmittel gegen Kopf- und Gliederschmerzen. Bei hohem Fieber und Schwitzen sollte genügend Flüssigkeit zugeführt werden.

Liegt eine leichte Form der Grippe vor, dann ist sie mit diesen Maßnahmen meist nach wenigen Tagen überstanden. Bei einer schweren Form können auch antivirale Medikamente zum Einsatz kommen. Diese wirken den Grippeviren entgegen, sie verkürzen die Krankheitsdauer und mindern den Schweregrad.

Antivirale Medikamente sollten innerhalb von 48 Stunden nach dem Einsetzen der Grippe eingenommen werden. Da sie die Vermehrung der Viren verhindern, wirken sie besonders gut, wenn sich noch nicht allzu viele Viren im Körper ausgebreitet haben.

Anderen Gutes tun und die Ansteckung verhindern

Personen, die gerade an einer Grippe erkrankt sind, können einer Ansteckung ihrer Mitmenschen mit einfachen Tipps vorbeugen:

  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Mund oder Nase beim Husten und Niesen verdecken
  • nicht in die nackte Hand niesen, sondern ins Taschentuch oder die Armbeuge
  • Verwendung von Papiertaschentüchern und schnelle Entsorgung dieser

Ähnliche Artikel auf dem Gesundheitsblog

Schreibe eine Antwort