Grippe. grippaler Effekt oder Erkältung
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Grippe, grippaler Infekt oder doch nur eine Erkältung?

Husten und Fieber? Das muss eine Grippe sein! Doch so einfach ist es meist leider nicht. Obwohl die Symptome von Grippe und Erkältung ähnlich sind, stecken doch zwei vollkommen unterschiedliche Krankheitsbilder dahinter. In unserem Blogbeitrag erfahren Sie, was die Grippe von einer Erkältung unterscheidet und welche Krankheit hinter dem „grippalen Infekt“ steckt.

Was ist eigentlich ein „grippaler Infekt“?

Ihr Arzt hat einen grippalen Infekt diagnostiziert und Sie fragen sich nun, welche Krankheit sich dahinter verbirgt? Doch sicherlich die Grippe, die steckt ja auch quasi schon im Wort? Weit gefehlt. Ein grippaler Infekt ist einfach nur eine Bezeichnung für eine simple Erkältung. Oder eine „akute Infektion der oberen Atemwege“, wie der Mediziner sagt.

Mit der echten Grippe hat der grippale Infekt außer der Wortähnlichkeit rein gar nichts zu tun. Gemeinsam haben beide Erkrankungen nur, dass sie meist durch Viren hervorgerufen werden. Die Grippe wird jedoch allein durch die Influenza-Viren ausgelöst, während eine Reihe an unterschiedlichen Viren für eine Erkältung ursächlich sein kann.

Was sind die Symptome einer Grippe?

Typisch für eine Grippe ist, dass die Symptome sehr plötzlich und intensiv auftreten. Ging es der betroffenen Person gestern noch gut, so kann sie heute bereits an starken Beschwerden leiden. Häufig treten mehrere Grippeanzeichen parallel auf, auch sind sie in ihrer Ausprägung stärker, als man es von einer Erkältung gewöhnt ist.

Die typischen Beschwerden, die auf eine Grippe hindeuten, sind:

  • Fieber über 38,5 Grad Celsius
  • Husten
  • Starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen

In der Regel kommen weitere Symptome hinzu. Diese können unter anderem sein:

  • Schüttelfrost
  • Appetitlosigkeit
  • Atemnot
  • Erschöpfung
  • Abgeschlagenheit
  • Kreislaufbeschwerden

Die Therapie einer Grippe dauert ebenfalls deutlich länger als bei einer Erkältung. Bei verschiedenen Risiko- und Patientengruppen wie Diabetikern, Senioren und Kleinkindern kann eine Grippe sehr gefährlich werden. Hier empfiehlt sich eine jährliche Schutzimpfung, um die Wahrscheinlichkeit einer Grippe zu minimieren.

Senioren sind besonders gefährdet und sollten bei einer Grippe direkt zum Arzt gehen

Senioren zählen zu den Risikogruppen und sollten sich jährlich gegen Grippe impfen lassen

Woran erkennt man eine Erkältung?

Eine Erkältung beginnt deutlich unauffälliger und langsamer als eine Grippe. Im Normalfall treten die Beschwerden nacheinander auf und lösen sich ab. Die üblichen Beschwerden sind dabei die folgenden:

Viele Betroffene bleiben vom Fieber komplett verschont. Einige leiden an leicht erhöhten Temperaturen, die jedoch nicht an die einer Grippe heranreichen. Bei einem normalen Krankheitsverlauf ist eine Erkältung nach spätestens zwei Wochen ausgestanden.

Wann sollte ein Arztbesuch erfolgen?

Viele Menschen versuchen sich bei einer Grippe oder Erkältung zunächst einmal mit Bettruhe und Selbstbehandlung. Bei bestimmten Beschwerden sollte der Arzt jedoch frühzeitig kontaktiert werden, um Spätfolgen oder Komplikationen zu vermeiden.

Dies sind unter anderem

  • ein plötzliches Einsetzen der Beschwerden
  • hohes Fieber und Schüttelfrost
  • Ohrenschmerzen während einer Schwangerschaft
  • grünlicher bis gelblicher Auswurf
  • starkes Unwohlsein und Leistungsabfall
  • keine Besserung der Beschwerden nach einigen Tagen
  • bestimmte Grunderkrankungen wie Diabetes und Asthma
Bei einer Grippe sollte direkt der Arzt aufgesucht werden

Bei einer Grippe sollte direkt der Arzt aufgesucht werden

Wie kann einer Grippe oder Erkältung vorgebeugt werden?

Ein starkes Immunsystem ist die beste Basis, um gesund durch das Jahr zu kommen. Zur Stärkung der Abwehr ist viel Bewegung an der frischen Luft wichtig, um den Körper abzuhärten. Auch eine gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen und Ballaststoffen fördert die Immunabwehr. Stresssituationen sollten möglichst vermieden bzw. der richtige Umgang mit Stress erlernt werden. Wird dann noch auf Alkohol und Zigaretten verzichtet, dann sind die wichtigsten Kriterien für ein gesundes Immunsystem erfüllt.

Wohnung und Büro sollten mehrmals täglich gelüftet werden. Die vor allem in den kalten Monaten vorhandene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus, was sie anfälliger für Viren macht. Deshalb sollte für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt werden. Eine gute Alternative ist auch ein Luftbefeuchter.

Der Kontakt zu erkrankten Personen sollte vermieden werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Bei den ersten Anzeichen einer Grippe oder Erkältung können Immunstimulantien auf pflanzlicher Basis eingenommen werden. Sie sorgen ebenfalls für ein starkes Immunsystem.

Weitere Tipps und Informationen zu dem Thema, wie Sie einer Erkältung vorbeugen können, haben wir für Sie in diesem Beitrag zusammengestellt.

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