Heilpflanzen und Kräuter Lexikon: Arnika
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Gegen Prellungen, Verstauchungen und vieles mehr: Die Heilpflanze Arnika

Die Bergblume mit den leuchtend gelben Blüten wächst in den Gebirgen Europas. Seit dem 17. Jahrhundert gilt die aromatisch duftende Pflanze als wirkungsvolles Heilkraut. Die heilenden Kräfte der überwiegend äußerlich angewendeten Arnika stecken in ihren Blüten. Der Korbblütler punktet mit Inhaltsstoffen wie dem Entzündungshemmer Helenalin. Arnikablüten enthalten außerdem sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Flavonoide, Gerbstoffe, würzig duftende Cumarine und einen Hauch ätherisches Öl. Vielerorts ist Arnika auch unter dem Namen Bergwohlverleih bekannt. Die Pflanze steht unter Naturschutz und wurde 1986 zur „Blume des Jahres“ und 2001 zur „Arzneipflanze des Jahres“ gekürt. Arnika steht in den Monaten Mai bis August in Blüte.

Arnika – ein Schmerzmittel aus der Natur

Aus Arnika werden diverse Produkte wie Tinkturen, Salben, Gels und Öle gewonnen , um Blutergüsse, geschwollene Gelenke, Prellungen und Verstauchungen zu behandelt und Entzündungen zu verhindern. Besonders der Inhaltsstoff Helenalin sorgt dafür, dass sich keine Zytokine – Entzündungen auslösende Stoffe – bilden können. Massieren Sie das arnikahaltige Medikament in die Haut ein.

Erste Hilfe leisten Arnikapräparate bei auch bei Schmerzen infolge von Arthritis. Und sogar bei Hämorrhoiden und zur emotionalen Beruhigung in einer Stresssituation erweist sich Arnika als hilfreich. Bei chronisch kalten Füßen und Waden bietet sich ein Wärmebalsam mit Arnika an.

Eine praktisches Hausmittel sind Umschläge aus Arnikablüten-Tee. Verwenden Sie die Umschläge zur Behandlung von Sportverletzungen wie beispielsweise Quetschungen aber auch zur die Linderung von rheumatischen Schmerzen. Arnika-Umschläge haben sich ebenfalls bei entzündeten Insektenstichen und oberflächlichen Venenentzündungen bewährt.

Beachten Sie jedoch: Sollte es dadurch zu Reizungen oder Rötungen kommen, könnte bei Ihnen eine Allergie gegen Korbblütler vorliegen. Klären Sie dies mit Ihrem Arzt ab, bevor Sie mit einer Behandlung fortfahren.

Nicht nur als Tinktur oder Salbe verzeichnet Arnika Erfolge. Die Heilpflanze ist auch aus der Homöopathie nicht wegzudenken. Alternative Mediziner verordnen Arnika in Form von winzigen Kügelchen, den Globuli. Diese entfalten ihre Heilkräfte beispielsweise nach Insektenstichen, Sportverletzungen oder bei einer Zahnfleischentzündung. Das Einnehmen von Arnika darf nur als homöopathisch verdünnte Arznei erfolgen. Sonst können Vergiftungserscheinungen und andere gravierende Beschwerden auftreten.

Arnika im eigenen Garten anbauen

Grundsätzlich ist es einen Versuch wert, die Gebirgspflanze im Flachland Ihres Gartens heimisch werden zu lassen. Sie sollten einen erfahrenen „grünen Daumen“ haben, damit Ihnen eine lohnende Arnikaernte gelingt. Die Samen müssen in Töpfen mit saurer Erde ausgesät werden, denn die Arnikapflanze mag keine Kalkböden. Sie benötigt auch keinen Dünger. Im Frühling werden die jungen Sprösslinge im Garten ausgepflanzt.

Die Blüten mit heilender Wirkung dürfen Sie erst im dritten Jahr während der Hochsommermonate pflücken. Ehe sie für Tees oder Salben verwendet werden, müssen sie an einem schattigen Platz an der Luft trocknen. Informieren Sie sich vor der Weiterverarbeitung eingehend, wie Sie Arnika vorschriftsmäßig verwenden und keine gesundheitlichen Risiken eingehen. Sie sollten ferner wissen, dass sich die Menge der zu erntenden Blüten bei Arnikapflanzen von Jahr zu Jahr verringert.

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