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Fußbäder als Hausmittel

Die Allzweckwaffe Fußbad ist für jeden, der einen Wasserkocher und eine große Schüssel besitzt, im Handumdrehen machbar. Zudem ist nicht nur die Anwendung schnell und einfach, sondern auch deutlich preiswerter als der Einsatz spezieller Medikamente.

Die optimale Temperatur eines Fußbads liegt zwischen 36 und 40 °C. Bei Fußbädern mit Ölen empfiehlt sich die Zugabe eines Emulgators, der die nicht mischbaren Zutaten besser vermengt. Dafür können Sie zum Beispiel einen Esslöffel Sahne oder etwas Vollmilch verwenden. Erfahren Sie mehr über die Vielfalt von Fußbädern in eurapons kleiner Apotheke der Hausmittel.

Das sollten Sie bei einem Fußbad beachten

Ein Fußbad ist schnell vorbereitet und kann in wenigen Schritten durchgeführt werden:

  1. Das Gefäß mit dem heißen Wasser befüllen, kurz mit dem Finger die Temperatur testen und vorsichtig  beide Füße und Unterschenkel in das Gefäß setzen. Das Wasser sollte mindestens über den Fußknöchel reichen.
  2. 10-20 Minuten sollten Sie mindestens im Fußbad verweilen und zwischendurch die Füße sanft beugen und strecken.
  3. Zum Schluss können Sie gegebenenfalls die Füße und Waden abbürsten um die Durchblutung stärker zu fördern.
  4. Das Fußbad am Ende mit einer kurzen Kaltanwendung (15-30 Sekunden) beenden. Nach der kalten Dusche oder einem kaltes Fußbad beide Füße kräftig abtrocknen.

Tipp von eurapon:  Bei Neigung zu geschwollenen oder brennenden Füßen empfiehlt es sich,  die Füße anschließend für ca. 15 Minuten hochzulegen.

Fußbäder gegen Hornhaut & eingerissene Fersen

Um widerstandsfähig und geschmeidig zu bleiben, benötigt unsere Haut besonders an den Füßen stets genügend Feuchtigkeit. Fehlt diese allerdings, kommt es schnell zu unangenehmen Rissen (Schrunden) und Verhornungen. Zu enges Schuhwerk, das an Ballen und Fersen Druck ausübt und an der Haut reibt begünstigt die Bildung von Hornhaut. Folgende Fußbäder wirken schnell und effektiv gegen Hornhaut:

Apfelessig & Olivenöl

Geben Sie etwa 50-100 ml Apfelessig mit etwas feuchtigkeitsspendendem Öl, z.B. Olivenöl, in den Behälter und baden Sie Ihre Füße ca. 10 Minuten in der Lösung.

Milch & Honig

Honig ist aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung bestens für die Füße geeignet. Tauschen Sie bei 1 Liter Fußbad einfach die Hälfte durch Milch und lösen Sie 3 EL Honig in der warmen Mischung auf.

Tipp von eurapon: Nachdem die Haut ausreichend in dem Fußbad eingeweicht wurde, können Sie die obersten Hornhautschichten dann ganz einfach mit einem Bimsstein abrubbeln. Diese Prozedur lässt sich, je nach Stärke der Verhornung, mehrmals in der Woche wiederholen. Vergessen sie zudem nicht, die betroffenen Stellen noch mit etwas Teebaumöl oder reichhaltiger Creme einzureiben.

Fußbad – das natürliche Deodorant

Füße stecken oft stundenlang in engen, warmen oder feuchten Schuhen und neigen dazu, unangenehme Gerüche anzunehmen. Eine altbekannte Lösung gegen Geruchsbildung ist Natron als Hausmittel. Der pulverförmige Allrounder wirkt desodorierend und regt darüber hinaus die Entsäuerung des Körpers an. Die Füße einfach 20-30 Minuten in das heiße Wasser mit dem gelösten Natron (ca. 50 g) legen und 20-30 Minuten einwirken lassen.

Ebenso bewährt ist ein Fußbad mit schwarzem Tee. Die enthaltene Tanninsäure tötet Bakterien ab und wirkt antiseptisch auf geruchsbildende Bakterien. Einfach zwei Teebeutel in einem halben Liter Wasser kochen, die Beutel entfernen und einen weiteren Liter heißes Wasser in das Gefäß füllen.

Essig soll ebenfalls wirksam gegen den lästigen Fußgeruch wirken. Gießen Sie dafür eine Tasse Essig in das warme Wasser und bei Bedarf noch 6-8 Tropfen ätherisches Öl, wie zum Beispiel Thymianöl. Das Heilkraut, das wir vor allem aus der Küche kennen, ist schon seit Jahrtausenden für seine antiseptische Wirkung bekannt. Vorsicht: Bei offenen Wunden oder empfindlichen Blasen sollte auf ein Essig-Fußbad verzichtet werden!

Mit Fußbädern gegen den Fußpilz

Hautrötungen, Schuppen, Juckreiz oder Brennen zwischen den Zehen – Fußpilz ist eine der am häufigsten vertretenen Krankheiten Europas und im höchsten Maße ansteckend. Die Sporen des Fadenpilzes, die auf den Hautschüppchen der Betroffenen sitzen, können sich über den Boden leicht verbreiten und an andere weitergegeben werden.

Schwarzer Tee wirkt nicht nur gegen Geruchsbildung, sondern beugt ebenso Pilzinfektionen vor und mildert die übermäßige Bildung von Schweiß. Alternativ können Eichenkraut, Zinnkraut oder Salbei für einen Aufguss verwendet werden.

Entspannung und Pflege mit ätherischen Ölen

Fußbäder müssen nicht immer akut angewandt werden. Als vorbeugende Maßnahme können Sie ein bis zwei Mal die Woche durchgeführt werden und sind gleichzeitig vegetativ beruhigend und entspannend für unseren Organismus. Die Bedeutung unserer Füße für unser Wohlbefinden wird häufig unterschätzt. Dies wird spätestens deutlich, wenn uns an den Füßen kalt ist oder uns nach einem langen, aktiven Tag Schmerzen plagen. Durch die Wärme des Fußbads wird die Durchblutung der Füße und Beine angeregt und nebenbei auch angenehm gepflegt. Für ein entspannendes Fußbad eignen sich wohlriechende ätherische Öle jeder Art. Zitronenöl sagt man eine stimmungsaufhellende Wirkung nach. Für eine weiche, gepflegte Haut sind Mandelöl oder Lavendelöl ideale Zusätze.

Weiterführende Links zu Fußbädern

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2 Kommentare

  1. Petra

    Hallo zusammen, ich persönlich finde Fußbäder klasse. Ergänzend zu einem klassischen Fußbad würde ich zur täglichen Prävention von Fußpilz Einlegesohlen aus Zedernholz in die Schuhe legen. Online habe ich eine informative Seite gefunden, auf der erläutert wird, wie man sich im Fall einer solchen Fußinfektion verhalten sollte. Zudem gibt es online ja auch immer so einige Empfehlungen, aber ich halte immer viel von so ganz natürlichen Behandlungsformen. Demnach sagt mir die Behandlung mit Einlegesohlen aus ganz natürlichem Zedernholz zu, und die Wirkung hat mich gleich nach zwei Tagen fasziniert.

  2. ElkeY

    Mit Fußbädern habe ich auch schon gute Erfahrungen machen können. Auf gegen-fusspilz.de habe ich zu Fußbädern mit Teebaumöl gelesen. Teebaumöl soll ja ähnlich antibakteriell wirken wie es auch das Zedernholz tut. Als Ergänzung zu den natürlichen Einlegesohlen aus Zedernholz mache ich etwa einmal die Woche Fußbäder und denke auch immer daran, die Füße gründlich trocken zu rubbeln. Demnächst werde ich es einmal mit Milch&Honig ausprobieren -danke für den Tipp! Elke

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