eurapon wünscht ein frohes neues Jahr 2016
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Frohes neues Jahr – rund um die Welt

Vor wenigen Stunden hat in Deutschland das Jahr 2016 begonnen. Neben den bei uns üblichen Feuerwerken und Silvesterpartys gibt es auf der ganzen Welt viele interessante Neujahrstraditionen. Wir möchten euch heute die Jahreswende von ihrer spannendsten Seite vorstellen.

Alle Wege führen nach Rom

Im antiken römischen Kalender war der 1. März als Neujahrstag festgelegt. Dies erkennt man noch heute an den Namen der Monate September (= siebter), Oktober (= achter), November (= neunter) und Dezember (= zehnter). Im Jahre 153 v. Chr. traten am 1. Januar zwei neu gewählte römische Konsuln ihren einjährigen Dienst an. Dabei wurde der Jahresbeginn von März auf das selbige Datum, den 1. Januar, verschoben.

Bis ins 17. Jahrhundert waren in Europa sehr unterschiedliche Daten zwischen Dezember und April für den Jahreswechsel gebräuchlich. Am weitesten verbreitet war der 6. Januar. Erst 1691 legte Papst Innozenz XII. den 1. Januar als Neujahrstag für die katholische Kirche und damit die meisten europäischen Länder fest. Noch heute gibt es jedoch etliche Länder und Glaubensgemeinschaften auf der Welt, die an anderen Tagen das neue Jahr einläuten.

Neujahr von seiner skurrilsten Seite

Doch nicht nur die Tage unterscheiden sich, auch die Traditionen sind weltweit sehr unterschiedlich. Ein kurzer Blick rund um den Globus zeigt, was sich in der Nacht zum ersten Januar noch alles zuträgt:

  • In Ecuador führt man seine leere Reisetasche einmal um den Block und sichert sich damit ein neues Jahr mit vielen Reiseabenteuern. Will man allgemein ein gutes neues Jahr haben, kann man auch einfach draußen um Mitternacht eine papiergefüllte Vogelscheuche anzünden.
  • In Sibirien begeben sich professionelle Taucher in das eiskalte Wasser des Sees Baikal, um dort einen „Neujahrsbaum“ auf dem Grund des Sees zu „pflanzen“.
  • In Chile kann man das neue Jahr auch auf dem Friedhof, zusammen mit den toten Verwandten feiern – umgeben von Kerzen und klassischer Musik.
  • In den Philippinen wird auf einmal alles rund: Es werden runde Speisen gegessen, runde Muster auf der Kleidung getragen und Münzen im ganzen Hause verteilt. Runde Sachen sollen ein Symbol des Wohlstands sein, da diese an die Form von Münzen erinnern.
  • In Südafrika spielt Unterwäsche zu Neujahr eine große Rolle. Will man die Liebe seines Lebens finden, sollte man unbedingt rote Unterwäsche tragen. Will man eher materiellen Erfolg haben, dann ist goldgelb die Farbe der Wahl.

Feiert man Neujahr überall im Winter?

Auch wenn der 1. Januar als Jahresanfang breitflächige Akzeptanz genießt, so gibt es auch heute noch unerwartet viele Gemeinschaften auf der Welt, die sich dem nicht anschließen. Ein paar bedeutende Beispiele sind folgende (Neujahrs-)Feste:

Al-Hijra – das islamische neue Jahr

Datum: abhängend vom islamischen Kalender. 2015 wurde es am 13.-15. Oktober gefeiert.

In Saudi Arabien wird Al-Hijra nicht mit Feuerwerken oder Festlichkeiten gefeiert. Die Speisen sind dabei oft in den Farben Grün und Weiß vorzufinden – Symbole der Fertilität und der Reinheit. Am ersten Tag des neuen Jahres wird deshalb Milch getrunken und Molokhia, eine leckere Suppe aus der grünen Muskraut (Corchorus olitorius), gegessen. 

Diwali – das hinduistische Lichterfest

Datum: Ende Oktober/Anfang September

Das hinduistische Lichterfest Diwali bringt in einigen asiatischen Ländern auch die Jahreswende mit sich. Besondere Traditionen beinhalten großflächiges Dekorieren mit Lampen und Lichtern, gründliche Reinigungsaktionen und das Wegwerfen von ungebrauchten Haushaltsgegenständen. Die Göttin Lakshmi segnet die saubersten Häuser mit viel Glück für das neue Jahr. Die indische Küche wird dabei zu einem Fest des Geschmacks: Kofta Curry, Paneer Makhani und Kadame Kheer sind nur einige der wenigen Gerichte, die zum Genießen verführen.

Rosh Hashanah – das jüdische Neujahr

Datum: September / Oktober

In Israel, suchen Juden am ersten Tag der Rosh Hashanah Gewässer auf, um das Ritual des Tashlik durchzuführen. Dabei werden die Taschen von Brotkrümeln, Steinen oder anderen kleinen Objekten geleert und zur Befreiung von Sünden ins Wasser geworfen. Granatäpfel, als ein wichtiger Bestandteil der Neujahrsspeisen, sollen genau die gleiche Anzahl an Samen haben, wie es Gebote in der Torah gibt: 613.

Egal, wie ihr das neue Jahr letztlich feiert, wir wünschen euch ein glückliches, erfolgreiches und vor allem gesundes neues Jahr!

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