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Freunde sind gut für die Gesundheit

Wenn man gemeinsam trinkt oder in gemütlicher Runde eine Schokoladentorte, Popcorn und Chips-Berge verdrückt, scheinen Freunde zwar Spaß zu machen, aber nicht unbedingt für die Gesundheit förderlich zu sein. Doch genau dies ist der Fall: Nicht nur psychisch geht es Menschen durch soziale Kontakte und gemeinsame Aktivitäten besser, sondern es wirkt sich auf Dauer auch positiv auf die körperliche Gesundheit aus.

Immer mehr Untersuchungen zeigen, dass Freunde und Familie uns dauerhaft glücklich machen können und unser Immunsystem stärken. Soziale Bindungen sind also keinesfalls Zeitverschwendung oder Zeitvertreib, sondern eine lohnenswerte Investition in unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Eine Kanadische Studie mit ca. 25.000 Menschen bestätigte weniger Stress und bessere Gesundheit bei Studienteilnehmern mit Freunden gegenüber diesen ohne Freunde. Dabei blieb das Glück dauerhafter als etwa nach einem Geldgewinn oder einer Tafel Schokolade, wenn die Personen etwas mit ihren Freunden unternahmen. Schon allein ein Plauder-Abend auf dem Sofa ohne jegliche Unternehmungen brachte das erhoffte Wohlbefinden. Nur telefonieren oder im Internet chatten gehören allerdings nicht dazu.

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Geteiltes Leid ist halbes Leid

Wer ein Ventil hat und sich aussprechen kann, staut weniger auf und baut Stress besser ab. Besonders für Frauen ist es bei der Problemlösung wichtig mit jemandem sprechen zu können, um die eigenen Gedanken zu sortieren und zu reflektieren. Denn anders als bei Männern, die bei Problemen innere Monologe führen, um zur Lösung zu kommen, müssen Frauen ihre Gedanken aussprechen um sie zu ‘‘verdauen‘‘.
Daher sind Menschen mit engen Beziehungen besser vor psychischen Erkrankungen geschützt. Es ist ratsam bei Problemen nicht gleich zum Psychotherapeuten zu eilen, sondern zuerst das Gespräch mit Familie und Freunden zu suchen. Zwar ist nicht jeder Ratschlag hilfreich, dennoch tut es gut, Verständnis und Empathie zu erhalten. Das baut auf und ist eine hilfreiche Unterstützung. Außerdem ist es hilfreich, belastende Situationen aus einer neuen Perspektive zu sehen.

Egal ob in einer Lerngruppe lernen, zusammen aufräumen oder abwechselndes Babysitten: Gemeinsam geht alles einfacher. Sogar Tiere bilden Gemeinschaften zum Jagen oder um die Nachkommen abwechselnd zu beschützen.
Außerdem ist es allein schon hilfreich zu wissen, dass man Unterstützung erhalten kann, wenn man diese braucht, selbst wenn man sie nicht einfordert.

Mit einem Online-Tagebuch und 241 Teilnehmern konnte ein deutsch-niederländisches Forscherteam zeigen, dass Freunde auch das Selbstwertgefühl bessern. Menschen, die häufiger Freunde trafen, hatten insgesamt ein besseres Selbstbild als zurückgezogene. Das wahrgenommen Werden und die Wertschätzung eines Mitmenschen gibt uns das Gefühl toll zu sein.

Freunde für ein besseres Immunsystem

Fühlt ein Mensch sich wohl und geborgen, werden Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol abgebaut und Glückshormone (Endorphine) ausgeschüttet. Diese wirken wie ein natürliches körpereigenes Schmerzmittel. Außerdem wird beim Lachen aktiv das Immunsystem angeregt und gestärkt.
Laut einer Untersuchung an Kindern, die ein genetisch höheres Risiko hatten an Depressionen zu erkranken, kann ein einziger Freund schon genügen das Risiko für den Ausbruch der Erkrankung, zu senken.

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Umgekehrt haben einsame Menschen eine höhere Stressbelastung als diejenigen mit guten Freundschaften. Wissenschaftler fanden heraus, dass Einsamkeit genauso gesundheitsschädlich ist, wie Alkoholmissbrauch oder 15 Zigaretten täglich zu rauchen. Es ist sogar schädlicher, als nie Sport zu treiben oder übergewichtig zu sein.

Können Freunde die Familie ersetzen?

Sei es der Partner oder die Verwandten, das wichtigste ist, dass die Harmonie stimmt. Denn gut tut die Beziehung nur, wenn man sich versteht und nicht wenn man sich dauernd streitet.
Verbringen Menschen mit zerrütteten Familienverhältnissen mehr Zeit mit Freunden, so waren sie genauso zufrieden mit ihrem Leben, wie diejenigen, die sich mit ihren Verwandten gut verstanden. Das fand man in einer Studie mit etwa 300 Deutschen im Alter von 27 bis 54 Jahren heraus. Das Wichtigste sei es, enge und gute Freundschaften zu pflegen! Viele, aber oberflächliche Freundschaften füllen zwar die Zeit, aber nicht das soziale Bedürfnis.

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Fazit: Freunde machen glücklicher

Freunde machen glücklicher, selbstbewusster, entspannter, gesünder und verlängern das Leben!
Einsame Menschen hingegen leben meistens unglücklich, ungesund und sterben insgesamt früher.

Wichtiger also als täglich grünen Tee zu trinken, ein bestimmtes Produkt zu verwenden oder zu versuchen die erste Million zu verdienen, ist sich gute Beziehungen aufzubauen und diese aufrechtzuerhalten. Dabei spielt es keine Rolle ob es die Beziehung zum Partner, die Verwandten oder nicht-blutsverwandte Freunde sind. Wichtig ist die Intensität der Freundschaft und wie harmonisch man zusammenpasst.

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