Training mit der Faszienrolle
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Faszienrollen lockern Muskeln und reduzieren Schmerzen

Das Training mit Faszienrollen ist ein neuer Gesundheits- und Wellnesstrend, dem Sie auch ganz einfach privat zu Hause nachgehen können. Eine Einleitung ist dennoch sinnvoll, um einen schnellen Erfolg zu erzielen und Fehler zu vermeiden. Die Methoden sind eine ausgesprochen preiswerte und leicht zu erlernende Maßnahme, mit der sich die Beweglichkeit verbessert und der Stoffwechsel angekurbelt wird.

Was sind Faszien?

Die Rede ist vom faszialen Bindegewebe, das viele Funktionen erfüllt und dessen Aussehen an ein derbes Netz erinnert. Faszien trennen Muskeln, umgeben Knochen und Organe und sind ableitendes Gewebe für die Lymphe. Bei Verspannungen kann es zu Verklebungen und zu einem Lymphstau kommen. Die Folgen sind nicht nur Schmerzreaktionen, sondern auch allgemeines Unwohlsein, Stressgefühl und ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Verklebte Faszien reduzieren die Beweglichkeit erheblich. Die eigene Unbeweglichkeit oder auch Steifheit kann genau hier ihre Ursache haben. Mögliche Auslöser sind:

  • Stress
  • Bewegungsmangel
  • Schonhaltung nach Verletzungen
  • Langes Sitzen oder Stehen

Bestehen diese Auslöser über längere Zeit, nimmt der bewegliche Bestandteil der Faszien ab und der Zustand verschlechtert sich weiter. Die Elastizität der Faszien ist auch für Sportler wichtig, denn ohne bewegliche Faszien fehlt dem Körper die Kraft für die Leistung. Sie sind außerdem ein bedeutender Energiespeicher. Da sie von einem Nervengeflecht durchzogen sind, leiten sie Empfindungen weiter, was die Bedeutung der Fasziengesundheit noch einmal erhöht.

Die richtige Faszienrolle kaufen

Achten Sie beim Kauf einer Faszienrolle auf die Qualität, damit die Rolle sich nicht verformt, stabil genug ist und auch die gewünschte Wirkung erzielt.

Faszienrollen sind mit glatter, rauer und noppiger Oberfläche erhältlich. Die ersten Übungseinheiten können wegen verklebter Faszien schmerzhaft sein, sodass sich Rollen mit einer glatten Oberfläche anbieten. Sie sind weniger unangenehm und erzielen trotzdem eine gute und schnell spürbare Wirkung. Auch Sportler, die die Faszienrolle für das Aufwärmen und das anschließende Dehnen anschaffen möchten, sind mit der glatten Faszienrolle sehr gut bedient. Eine Rolle mit einer rauen Oberfläche dient der Sicherheit und verhindert ein Abrutschen bei den Übungen. Auch sie empfiehlt sich für Einsteiger.

Neben Unterschieden in der Oberfläche können Sie auch zwischen verschiedenen Härtegraden wählen. Hartes Material hat einen stärkeren Massageeffekt. Weicheres Material ist in der Anfangszeit aber deutlich angenehmer. Die Entscheidung sollte daher auch das persönliche Schmerzempfinden mit einbeziehen. Sehr sinnvoll ist es, die Faszienrolle in einem Sportgeschäft auszuprobieren und sich von einem kundigen Mitarbeiter oder einem Physiotherapeuten die Bewegungsabläufe erklären zu lassen.

Wie trainiere ich richtig?

Das Faszientraining stellt eine gelungene Mischung aus therapeutischem Hilfsmittel und Fitnessgerät dar. Beim Ausrollen lösen sich im Bindegewebe Verspannungen und Verklebungen, außerdem steigt die Durchblutung. Ein Ausrollen der verklebten Faszien sorgt dafür, dass sie wieder leicht aneinander entlang gleiten und so die Beweglichkeit des Körpers steigt.

Um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen, legt Sie sich entspannt  auf die Faszienrolle und rollt anschließend langsam vor und zurück über den Muskel, der schmerzt, gedehnt oder aufgewärmt werden soll. Auf diese Weise wird die Blutzirkulation angeregt und die entsprechende Muskelpartie entspannt. Eine kurze Pause von wenigen Sekunden auf dem „Dawos-Punkt“ (Da wo es wehtut), verstärkt die entspannende Wirkung.

Verzichten Sie auf aggressives Rollen und zu starken Druck. Gewöhnen Sie Ihre Muskeln an den Druck! Und wie bei jedem anderen Training gilt auch hier: Atmen Sie regelmäßig, damit das Gewebe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann.

Sehen Sie davon ab, über die Gelenke zu rollen, hierbei könnten nämlich die Gelenkspalten auseinander gezogen werden. Besondere Vorsicht ist außerdem an der Lendenwirbelsäule geboten, denn dies ist ein besonders empfindlicher Bereich des Körpers. Schließen Sie vor Beginn unbedingt Erkrankungen der Wirbelsäule und schwerwiegende Haltungsschäden aus. Verlassen Sie sich am besten bei Ihren Übungen auf Ihr Körpergefühl, so können Sie schon viele Fehler vermeiden. Verbessert sich der Schmerz nicht, ist ein Arzt oder ein Physiotherapeut zu befragen.

schonendes Training mit der Faszienrolle

Mit einem langsamen Einstieg klappt das Training mit der Faszienrolle besonders schonend. Es ist also durchaus erlaubt, sich mit Armen oder Beinen abzustützen und so den Druck etwas zu mildern. Mit der nötigen Disziplin klappt das Training mit jedem Mal besser. Besonders ermutigend ist, dass sich der Erfolg sehr schnell einstellt. Schon nach wenigen Minuten fühlen sich die Muskeln beweglicher an und der Schmerz lässt nach. Denn das Schöne am Faszientraining ist: Nicht die Länge sondern die Frequenz des Trainings ist von Bedeutung. Zu langes Rollen kann die Schmerzherde sogar verschlimmern. Ein 15-20 Minutiges Ganzkörpertraining mehrmals pro Woche wird Ihre Beweglichkeit verbessern und Ihre Mobilität erhöhen.

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