Eurapon-Ratgeber: Was hilft gegen Kopfschmerzen?
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eurapon-Ratgeber: Was hilft gegen Kopfschmerzen?

Sie bahnen sich langsam an oder treten plötzlich auf. Sie nehmen sie als Hämmern, Pochen, Stechen, dumpf oder nur ganz schwach war, dabei beeinträchtigen sie Ihre Laune und Ihre Leistung. Doch damit sind Sie nicht alleine, denn jedes Jahr haben 70% der Bevölkerung mindestens einmal mit den fiesen Schmerzen zu kämpfen, 10% sogar mehrmals pro Woche. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet fast 250 unterschiedliche Arten von Kopfschmerz.

Nach Feststellung von Ausprägung, Intensität und Ort kann der Arzt eine Diagnose stellen. Je nachdem, ob die Kopfschmerzen durch andere Erkrankungen hervorgerufen werden oder eigenständig sind, unterscheidet man zwischen sekundären- und primären Kopfschmerzen. Primäre Kopfschmerzen sind z.B. Migräne und Spannungskopfschmerzen und lassen sich auf keine erkennbare Ursache zurückführen. Sekundäre sind (Warn-)Symptome für andere Erkrankungen (z.B. Flüssigkeitsmangel, Hitzschlag, Bluthochdruck, Nasennebenhöhlenentzündung, Tumor oder Hirnblutung). Obwohl es viele mögliche Ursachen für sekundäre Kopfschmerzen gibt, sind 95% der Schmerzen im Kopf primär.

Ursachen von Kopfschmerzen

Wenn Sie wissen, welche Ursache Ihre Kopfschmerzen haben, können Sie sie effektiver behandeln. Bei primären Kopfschmerzen reicht meistens eine gute Selbstbeobachtung. Versuchen Sie sich zu erinnern, ob Sie heute genug getrunken und was Sie gegessen haben.

Weitere mögliche Ursachen für Kopfschmerzen sind:

  • Stress
  • Sauerstoffmangel
  • Wetterumschwung
  • Schlafmangel
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Hormonschwankungen während des Zyklus
  • Muskelverspannungen

Behandlung von Kopfschmerzen

Je nachdem, welche Ursache Ihre Kopfschmerzen haben, können Sie versuchen, dieser entgegenzutreten. Wenn Sie keine Ursache(n) finden können und schnelle Linderung gefragt ist, spricht nichts gegen die Anwendung von folgenden Medikamenten:

Welches Medikament besser ist, lässt sich nicht allgemein sagen, da jeder Mensch die Wirkstoffe anders verstoffwechselt und die Gründe für Kopfschmerzen unterschiedlich sind. So empfiehlt es sich z.B. bei Patienten die täglich 100mg ASS zur Blutverdünnung nehmen, zusätzlich eine 500mg-Tablette gegen die Kopfschmerzen anzuwenden, während Frauen (vor und während der Menstruation) oder Patienten vor und nach einer OP, damit eher vorsichtig sein sollten.

Da ASS eine Blut verdünnende Wirkung besitzt, die 7-10 Tage nach der letzten Einnahme noch wirkt, kann die Blutung verstärkt werden oder OP-Komplikationen auftreten.
Lassen Sie sich am besten individuell von einem Arzt oder in der Apotheke beraten, welches Medikament für Sie am besten geeignet ist.

Vorsicht: Schmerzmittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3-4 Tage am Stück und insgesamt nicht häufiger als 7-10 Tage im Monat benutzt werden. Treten die Kopfschmerzen über einen längeren Zeitraum auf, sollte die Ursache gefunden und gemieden werden.

Vanillepulver gegen Kopfschmerzen – natürliche Behandlungsmethoden

Wer auf Schmerzmittel lieber verzichten möchte, kann auf eine natürliche Behandlungsmethode zurückgreifen. Dabei sollten Sie folgende Methoden ausprobieren und beobachten, was am besten hilft:

  • Viel trinken
  • Eine Tasse Kaffee: Dass eine Tasse Kaffee Wunder wirken kann, weiß jeder Montags- und Morgenmuffel. Doch auch bei Kopfschmerzen sorgt das darin enthaltene Koffein für eine bessere Durchblutung, und damit eine schnelle Schmerzfreiheit. Leider gewöhnt sich der Körper an Koffein, sodass starke Kaffee-Trinker die Wirkung nicht mehr spüren können.
  • Das richtige Essen: Oft sind bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Käse, Zucker, Schokolade, Salami oder Alkohol) Auslöser für Kopfschmerzen. Hier gilt es, sich selbst zu beobachten und diese zu meiden. Wer bei Hunger zu Kopfschmerzen neigt, sollte auf Vollkornprodukte umsteigen und zwischendurch öfter Obst und Gemüse essen. So wird der Fehlgriff zu ungesunden Snacks verhindert und das Gehirn länger mit Glucose versorgt.
  • Vanille: Schon zur Zeit der Pharaonen wurde Vanille gegen Kopfschmerzen eingesetzt, ohne dass man wusste, wie es wirkt. Heute weiß man, dass das ätherische Öl Eugenol enthält, welches schmerzlindernd und antiseptisch wirkt. Ein Teelöffel Vanillepulver oder geriebene Vanille in ca. 200ml Wasser aufgelöst und in kleinen Schlucken getrunken, wirkt auch gegen die hartnäckigsten Kopfschmerzen.
  • Pfefferminzöl: ist in der Apotheke auch als Medikament zugelassen, da es bewiesenermaßen genauso effektiv wie Paracetamol wirkt.
  • Bewegung: Laufen oder Walken bringt den Kreislauf in Schwung und regt die Durchblutung an. An der frischen Luft profitiert dein Körper von der Bewegung, dank der besseren Sauerstoffversorgung doppelt. Außerdem wird bei Ausdauersport der Stresshormonspiegel gesenkt, die Schmerzempfindlichkeit gesenkt und die Stress-Resistenz gesteigert.
  • Genug schlafen: Ein regelmäßiger Schlafrhythmus erleichtert das Ein-und Durchschlafen und sorgt für mehr Erholung. Bei kurzfristigen Schlafproblemen können auch beruhigende Mittel das Einschlafen erleichtern.
  • Muskelverspannungen lösen/vorbeugen: Kopfschmerzen können auch durch verspannte Kiefer-/Nackenmuskeln entstehen. Verspannte Muskeln entstehen häufig durch Stress oder langes Arbeiten in einer bestimmten Position. Vermeide also Stress so gut es geht und baue regelmäßige Lockerungs- und Entspannungspausen ein. Bei Rücken und Nackenmuskel-Verspannungen helfen auch Wärmeauflagen/-Pflaster. Bei verspannten Kiefermuskeln kann der Zahnarzt eine Physiotherapie verschreiben.

Wann sollten Sie wegen Kopfschmerzen zum Arzt?

Die meisten Kopfschmerzen sind harmlos und können gut behandelt werden. Wenn Kopfschmerzen aber regelmäßig auftreten oder sie sich durch Schmerzmittel nicht bessern oder sogar schlimmer werden, sollten Sie damit zum Arzt. Auch wenn Sie wegen der Schmerzen regelmäßig (mehr als 7-10 Mal im Monat) zu Medikamenten greifen müssen, sollten Sie sich lieber untersuchen lassen.

Neue Kopfschmerzen, die täglich auftreten oder schlagartig immer stärker werden und ihr Maximum innerhalb weniger Minuten erreichen, sind Anzeichen für ernsthaftere Ursachen. Kopfschmerzen in Verbindung mit Nackensteife, Fieber, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Gefühlsstörungen, Hörverlust, Wesensänderung, epileptischen Anfällen oder gar Bewusstseinstrübung / Bewusstlosigkeit sollten auf jeden Fall dem Arzt oder Notarzt vorgeführt werden.

Quellen:

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