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Erstmaßnahmen bei einem Hexenschuss

Der schnelle Überblick, welche Erstmaßnahmen bei plötzlich aufkommendem Hexenschuss (med. Lumbago) zu ergreifen sind.

Erste Maßnahmen bei einem Hexenschuss

Was sollte man machen, wenn man einen Hexenschuss erleidet?

  • Legen Sie sich auf den Rücken und lagern Ihre Beine mit rechtwinklig gebeugten Knien hoch (Stufenlagerung)
  • Den Rücken wärmen (zum Beispiel durch ein Heizkissen oder eine Wärmflasche) à so werden Muskeln gelockert und der Schmerz gelindert
  • Sanfte Mobilisierung des Rückens (zum Beispiel durch einen Spaziergang oder leichte Dehnübungen) à so wird das Gewebe ausreichend durchblutet

Diese Maßnahmen zur Ersten Hilfe zu Hause sollten eine primäre Abhilfe bei einem schmerzenden Hexenschuss leisten. Ist nach wenigen Tagen keine Besserung in Sicht, ist natürlich umgehend ein Arzt aufzusuchen!

Wie beuge ich einem Hexenschuss vor?

Wer seine Bauch- und Rückenmuskulatur trainiert, entzieht sich zumindest schon mal einem höheren Risiko eines Lumbagos. Durch gezielte Übungen, zum Beispiel mit Therabändern, werden die Muskeln gestärkt und die Wirbelsäule stabilisiert.

Dazu bekommt man auch noch eine bessere Körperhaltung. So ist ein starker Rücken sehr viel weniger anfällig für einen Hexenschuss als ein schwacher!

Wenn Sie ohnehin ein anfälliges Kreuz haben, sollten Sie ein paar Alltagsregeln beachten:

  • Beim Bücken in die Knie gehen
  • Beim Heben den Rücken gerade lassen und die Oberschenkel die Hauptarbeit leisten lassen
  • Bei der Arbeit möglichst oft vom Sitzen zum Stehen wechseln

Generell gilt: Wer einem Hexenschuss vorbeugen will, sollte sich möglichst viel bewegen! So bleibt der Körper flexibel und ist nicht mehr so versteift.

Begriffsherkunft „Hexenschuss“ und seine tatsächlichen Ursachen

Die Bezeichnung „Hexenschuss“ lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Er stellt die mittelalterliche Vorstellung dar, dass Hexen für Krankheiten des Menschen verantwortlich sind, die er sich selber nicht erklären kann. So soll eine Hexe aus dem Hinterhalt einen Pfeil auf den Menschen geschossen, und ihm so die stechenden Schmerzen im Rücken bereitet haben.

Ein Hexenschuss macht seinem Namen alle Ehre, indem er plötzlich auftritt und sein „Opfer“ wie mit einem Pfeil trifft. Die Schmerzen treten im Lendenbereich auf und hindern den Betroffenen oft an jeglichen Bewegungen.

Auslöser für die Schmerzen sind häufig ruckartige Hebe- oder Drehbewegungen. Als Reaktion auf den Schmerz verspannen sich sämtliche Rückenmuskeln so stark, dass der Betroffene meist keine normale Körperhaltung mehr einnehmen kann und eine Sperre im Rücken wahrgenommen wird.

Welche ernsteren Krankheiten können hinter einem Hexenschuss stecken?

Ist die Ursache des Hexenschusses nicht in einer falschen Hebe- oder Drehbewegung zu finden, können auch andere, ernsthafte Ursachen dahinter stecken.

So kann zum Beispiel ein Nerv eingeklemmt oder ein Wirbel blockiert sein. Auch ein Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich könnte die Ursache sein. Der Lendenwirbelbereich ist mit reichlich schmerzleitenden Nervenfasern ausgestattet, die schnell zu ausgeprägten Schmerzattacken führen können und so dem Betroffenen das Leben schwer machen.

Treten zusätzlich zum Rückenschmerz folgende Symptome auf, könnte dies für eine ernstere Ursache sprechen:

  • Taubheitsgefühl
  • Ausstrahlen des Schmerzes in ein anderes Körperteil
  • Lähmung
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen

So besteht durchaus die Gefahr, dass sich hinter einem „einfachen“ Hexenschuss etwas Schlimmeres verbirgt. Da die vorhergehenden Erste-Hilfe-Maßnahmen für einen Hexenschuss nicht der Selbstdiagnose dienen, ersetzen sie selbstverständlich nicht den Besuch bei einem Arzt.

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