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Erste Hilfe Maßnahmen bei Verbrennungen zum Sofortanwenden

Lesen Sie bei eurapon im schnellen Überblick, was bei einer Verbrennung sofort zu tun ist.

Die DOs zur Soforthilfe bei einer Verbrennung – was sollte man tun?

  • Bei kleinen Verbrennungen die Stelle mit fließendem ca. 20° C warmen (Leitungs-)Wasser kühlen
  • Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen (Vorsicht! Atemwege müssen dabei immer frei bleiben!)
  • Verbrühte Kleidung ausziehen (Vorsicht! Ist die Kleidung mit der Wunde verkrustet, darf sie nicht ausgezogen werden!)
  • Wunde locker und keimfrei bedecken (mit glatten Baumwolltüchern oder sterilen Kompressen)
  • Arzt aufsuchen

Die DONT´s zur Soforthilfe bei einer Verbrennung – was man nicht machen sollte

  • Größere Verbrennungen am Körperstamm dürfen aufgrund der Gefahr einer Unterkühlung nicht gekühlt werden
  • Keine Hausmittel verwenden
  • Mit der Haut verkrustete Kleidung nicht ausziehen
  • Brandblasen nicht öffnen

Selbstverständlich sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn Sie sich eine Verbrennung zugezogen haben. Die vorhergehenden Maßnahmen zur Ersten Hilfe zu Hause dienen lediglich einer schnellen Hilfestellung für den Betroffenen und keineswegs einer Selbstdiagnose.

Der Schweregrad einer Verbrennung

Neben dem Zustand des Betroffenen ist auch der Verbrennungsgrad entscheidend dafür, wann auf jeden Fall umgehend ein Notarzt gerufen werden muss und wann ein Termin bei einem Hausarzt ausreicht. Sind mehr als 15%, bei Kindern mehr als 7-10% der Körperoberfläche betroffen, sollte ein Notarzt verständigt werden, da ein Kreislaufschock drohen kann.

Eine Verbrennung kann zunächst nach zwei Kriterien beurteilt werden.

  • Ausdehnung (Wie viel Prozent der Körperoberfläche sind verbrannt?)
  • Tiefe (Je tiefer die Verbrennung, desto höher ist der Verbrennungsgrad)

Je nach Schwere der Verbrennung, kann diese im nächsten Schritt in verschiedene Grade unterschieden werden.

Verbrennung 1. Grades (Rötung der betroffenen Hautstelle, Schwellung und Schmerzen, nur die oberste Hautschicht ist betroffen)

Verbrennungen 2. Grades (zusätzliche Blasenbildung mit weißen und nässenden Wundflächen, Ober- und Lederhaut sind betroffen)

Verbrennungen 3. Grades (die verbrannte Hautstelle ist gefühllos und weiß oder braun verfärbt, keine oder nur geringe Schmerzen, vollständige Zerstörung der Haut)

Verbrennungen 4. Grades (die Haut ist schwarz und verkohlt, keine Schmerzen, Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke können betroffen sein)

In den meisten Fällen können Verbrennungen ersten Grades mit den vorhergehenden Erste-Hilfe Maßnahmen problemlos behandelt werden. Anschließend können diese zur Sicherheit bei einem Besuch beim Arzt untersucht werden.
Verletzungen zweiten Grades sollten dagegen umgehend professionell behandelt werden, da sich ansonsten ästhetisch und funktionell ungünstige Narben entwickeln können. Ein Arzt kann die Wunde chirurgisch säubern und weitere Maßnahmen ergreifen, um Narben vorzubeugen.
Bei Verbrennungen dritten Grades ist die Verletzung so hoch, dass sofort ein Notarzt gerufen werden muss, damit der Betroffene ins Krankenhaus gebracht werden kann!

Wie kann ich Verbrennungen vorbeugen?

Im Jugend- und Erwachsenenalter ist, neben der Verbrühung durch heiße Flüssigkeiten, das Grillen einer der Hauptgründe für eine Verbrennung. Deshalb sollte man in den warmen Sommermonaten unbedingt darauf achten, niemals flüssige Brandbeschleuniger (wie Alkohol oder Brennspiritus) auf die Feuerstelle zu gießen, sondern auf Kohle- oder Grillanzünder zurückzugreifen.

Haushalte mit Kleinkindern haben generell ein höheres Risiko für Verbrennungsunfälle.
Um diesen vorzubeugen, sollten Sie z. B. Sicherheitsgitter in Ihrer Küche, vor allem im Herdbereich, anbringen. Häufig verbrennen sich Kinder, wenn sie Töpfe mit kochendem Inhalt von der Herdplatte ziehen. Auch brennende Kerzen, Zündhölzer und Feuerzeuge sollten nie unbeaufsichtigt in der Wohnung gelassen werden. Achten Sie außerdem darauf, keine heißen Flüssigkeiten zu sich zu nehmen, solange sie Ihr Kind auf dem Arm tragen. Durch eine unkontrollierte Bewegung könnte der Tasseninhalt verschüttet werden.

Generell kann man Verbrennungen im Alltag nicht vermeiden. Haben Sie oder eine andere Person eine Verbrennung erlitten, sollten Sie umgehend professionellen Rat einholen.

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