Kommentare 0

Erste Hilfe bei Nasenbluten zum Sofortanwenden

Lesen Sie bei eurapon im schnellen Überblick, was bei aufkommendem Nasenbluten (med. Epistaxis) sofort zu tun ist.

Die DOs beim Nasenbluten stoppen – was sollte man tun?

  • Nehmen Sie eine aufrechte Sitzhaltung ein und beugen Sie den Kopf nach vorne, sodass das Blut abfließt.
  • Das Blut mit einem Taschentuch auffangen. Dies erleichtert die Einschätzung, wie schwer die Blutung ist.
  • Die Nase fest mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken.
  • Kühle, feuchte Tücher oder auch eingewickelte Eisbeutel auf Nacken oder Nasenwurzel legen. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße in der Nase zusammen und reduzieren so die Blutung.
  • Ist nach dem ersten Versuch keine Besserung in Sicht, die Nase noch einmal für einige Minuten zusammendrücken

Diese Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten das Nasenbluten normalerweise schnell zum Stillstand bringen. Ist das nicht der Fall, ist der oder die Betroffene jedoch umgehend zum Arzt zu bringen!

Die DON‘Ts beim Nasenbluten – was man nicht machen sollte

Auf keinen Fall sollte man bei Nasenbluten

  • den Kopf in den Nacken legen oder sich gar hinlegen. Dadurch läuft das Blut in den Rachen und somit durch die Speiseröhre in den Magen, was leicht zu Übelkeit oder sogar zu Erbrechen führen kann. Auch besteht dadurch die Gefahr, dass das Blut in die Atemwege gelangt, was zu Atemnot oder Schlimmerem führen kann.
  • die Nase mit Taschentüchern oder Watte stopfen, um so die Blutung zu stillen. Bei ihrer Entfernung können die frisch getrockneten Wunden wieder aufreißen und es beginnt erneut zu bluten.

Verhalten nach dem Nasenbluten

Nach einer Blutung sollte man der Nase und den Blutgefäßen Zeit geben zu heilen, daher 1-2 Tage kräftiges Schnäuzen der Nase vermeiden.

Pflegende Feuchtigkeitssalben, die die Nasenschleimhaut geschmeidig halten, haben eine kurierende und vorbeugende Wirkung. Diese sind mit Finger oder Wattestäbchen in der Nase aufzutragen. Auch sollte man für ausreichend Luftfeuchtigkeit in Innenräumen sorgen, zum Beispiel mit einem Raumluftbefeuchter, großen Grünpflanzen oder sogar nassen Handtüchern.

Häufige Ursachen von Nasenbluten

Häufig liegt der Grund für das Nasenbluten in der Nase selbst. Generell sind die Gefäße in der Nase sehr empfindlich, sodass sie schon durch zu kräftiges Schnäuzen oder Nasenbohren einreißen können.

Unter der dünnen Hautoberfläche der vorderen Nasenscheidewand, welches das rechte und das linke Nasenloch trennt, laufen viele Abzweigungen großer Adern zusammen, die zusammen ein feines Gefäßgeäst bilden. Dieser Ort, wo schlussendlich das Blut herausfließt, hat den charmanten Namen „Locus Kiesselbachi“. Da dieses Gefäßgeäst relativ ungeschützt in der Nase liegt, ist es Eindringlingen von außen, wie zum Beispiel kleinen Kinderfingern, hilflos ausgeliefert und fängt so schnell an zu bluten.
Bei einer Erkältung hingegen ist die Nasenschleimhaut geschwollen, sodass sie in der Zeit generell anfälliger für eine Blutung ist. Für gereizte Nasenschleimhäute sorgen ebenfalls

  • überheizte Räume im Winter,
  • Klimaanlagen im Sommer sowie
  • Allergien im Frühling.

All das fördert die Wahrscheinlichkeit bzw. die Gefahr von Nasenbluten.

Welche ernsteren Krankheiten können hinter Nasenbluten stecken?

Jedoch gibt es auch nichtlokale Ursachen für Nasenbluten. So kann es zum Beispiel als Begleitsymptom oder Vorbote für eine wirklich ernst zu nehmende Krankheit auftreten.

Zu diesen sogenannten systemischen Auslösern für Nasenbluten gehören unter anderem Bluthochdruck oder Nierenerkrankungen. Aber auch bei fieberhaften Infektionen kommt es häufig zu einer stärkeren Durchblutung der Nasenschleimhaut und somit zu Nasenbluten. Deshalb sollte man bei häufigen und ungeklärten Blutungen der Nase unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen.

Es gilt, wer seine Nase pflegt und einige Risikofaktoren vermeidet, beugt Nasenbluten erfolgreich vor. Jedoch dienen die vorhergehende Erste Hilfe für zu Hause nicht der Selbstdiagnose und ersetzt selbstverständlich nicht den Besuch bei einem Arzt.

Ähnliche Artikel auf dem Gesundheitsblog

Schreibe eine Antwort