Kommentare 0

Erste Hilfe bei einer Lebensmittelvergiftung

Lesen Sie bei eurapon im schnellen Überblick, was bei einer Lebensmittelvergiftung sofort zu tun ist.

Die DOs zur Soforthilfe bei einer Lebensmittelvergiftung – was sollte man tun?

  • Trinken Sie möglichst viel. Neben stillem Wasser können auch Tees helfen.
  • Normalisieren Sie den Salzhaushalt mit einer Elektrolyte Lösung (aus der Apotheke).
  • Überlegen Sie, was Sie vor ein paar Stunden gegessen haben.
  • Falls Sie Fisch oder Meeresfrüchte gegessen haben, könnte es sich um eine Fischvergiftung handeln. Rufen Sie in diesem Fall umgehend einen Arzt.
  • Stellen Sie fest, welche Personen ebenfalls von der Speise gegessen haben und ob diese auch Symptome zeigen.
  • Legen Sie sich oder die betroffene Person in Rückenlage mit einem Kissen unter den Knien. Diese Position entspannt die Bauchdecke und lindert Leibschmerzen.
  • Bei alten Menschen, Kindern, Schwangeren oder stärkeren Beschwerden: Verständigen Sie einen Arzt.
  • Bei Fieber oder blutigem Durchfall: Verständigen Sie ebenfalls einen Arzt.

Die DONTs zur Soforthilfe bei einer Lebensmittelvergiftung – was man nicht machen sollte

  • Körperliche Anstrengungen, die zum Schwitzen führen und somit weiteren Flüssigkeitsverlust hervorrufen, sind unbedingt zu vermeiden.
  • Vorsicht bei Hausmitteln wie Milch, da diese die Symptome teilweise noch verstärken können.

Die Symptome einer Lebensmittelvergiftung treten sehr plötzlich auf. So kommt es bereits innerhalb weniger Stunden nach der Nahrungsaufnahme zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfen.

Wann sollte man mit einer Lebensmittelvergiftung zum Arzt gehen?

Treten nur Durchfall und Erbrechen auf, so können Sie mit einem Arztbesuch anderthalb bis zwei Tage warten. Kommen jedoch Fieber, Schwindel oder ausgeprägte Schwäche hinzu, sollten Sie umgehend nach der Ersten Hilfe zu Hause einen Arzt aufsuchen.

Bei Babys, Kleinkindern und alten Menschen ist besondere Vorsicht geraten. Da eine Lebensmittelvergiftung aufgrund ihres schwächeren Immunsystems schwerer ausfallen kann. Diese Personengruppen suchen deshalb möglichst schnell einen Arzt auf.

Einer Lebensmittelvergiftung vorbeugen

Lebensmittelvergiftungen entstehen in der Regel durch von Bakterien verunreinigtes Essen. Eine Vorbeugungsmaßnahme ist deshalb die richtige Lagerung von Lebensmitteln. Verderbliche Speisen sollten immer im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Kochen am besten gründlich die Hände waschen und auch Gemüse und Obst mit Wasser abwaschen. Schneiden Sie Fleisch und Fisch auf einem anderen Brett als Salat und Beilagen.

Besondere Vorsicht bei einer Pilzvergiftung

Pilze sind bezüglich Lagerung und Haltbarkeit ein sehr anspruchsvolles Nahrungsmittel. Daher ist gerade bei selbst gesammelten Pilzen Vorsicht geboten. Nicht selten kann es nach dem Verzehr zu einer Unverträglichkeit oder sogar zur gefährlichen Pilzvergiftung kommen.

Die Dos zur Soforthilfe bei einer Pilzvergiftung

  • Erbrechen hervorrufen: Nach Möglichkeit sollten Sie den Magen schnell leeren. Dies kann durch warmes, gesalzenes Wasser oder durch Kitzeln im Schlund geschehen. Verabreichen Sie keinen Alkohol oder Milch, da dies die Symptome eventuell noch verstärken kann.
  • Den oder die Erkrankte ruhig hinlegen und warm zudecken. Bei Bewusstlosigkeit, bringen Sie die Person in die stabile Seitenlage.
  • Die nicht verwerteten Pilzreste sowie evtl. auch Reste des Erbrochenen aufbewahren und dem Arzt mitbringen. Auf diese Weise lässt sich das Pilzgift bestimmen und die Vergiftung gezielt bekämpfen.
  • Falls die Person ansprechbar ist: In Erfahrung bringen, wie lang die Pilzmahlzeit zurück liegt und wann die ersten Symptome auftraten. Diese Informationen dem Rettungsdienst übermitteln.
  • Auch wenn nur eine Person Symptome zeigt, sollten alle, die von der Pilzmahlzeit gegessen haben, zum Arzt gehen.

Die DON’Ts zur Soforthilfe bei einer Pilzvergiftung

  • Um Erbrechen hervor zu rufen, sollte auf keinen Fall Alkohol oder Milch verabreicht werden.

Die Symptome einer Pilzvergiftung gleichen denen einer Lebensmittelvergiftung, können jedoch auch schwerer ausfallen.

Bemerken Sie nach dem Verzehr von Pilzen folgende Symptome, sollten Sie unmittelbar einen Arzt verständigen:

  • Erbrechen und Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Halluzinationen
  • Kreislauf- und Atembeschwerden

Wie schwerwiegend ist die Pilzvergiftung?

Die Beschwerden können nach einigen Stunden oder auch erst nach mehreren Tagen auftreten. Am Zeitpunkt des Eintreffens der Symptome können Sie erkennen, wie schwerwiegend die Vergiftung ist.

  • Treten die Beschwerden bis 4 Stunden nach der Pilzmahlzeit auf, ist die Vergiftung nicht so schwerwiegend. Es kann sich um eine allergische Reaktion, eine Pilzunverträglichkeit, eine Lebensmittelvergiftung oder um eine Magen-Darm Störung gegen einen giftigen Pilz handeln.
  • Anders sieht die Situation aus, wenn die Symptome erst 6-20 Stunden oder auch bis zu 10 Tage nach der Pilzmahlzeit auftreten. Dann kann die Pilzvergiftung lebensbedrohlich sein. Rufen Sie also unmittelbar einen Notarzt.

Doch auch bei früh eintretenden Beschwerden sollten Sie bei dem Verdacht auf eine Pilzvergiftung direkt einen Arzt verständigen oder in eine Klinik fahren.

Einer Pilzvergiftung vorbeugen

Die Vorbeugung einer Pilzvergiftung beginnt beim korrekten Sammeln, der Lagerung und der Zubereitung. Welche Pilze roh verzehrt werden dürfen, was beim Sammeln zu beachten ist und wie man Pilze korrekt lagert, lesen Sie in unserem Blogbeitrag Pilze als Rohkost.

Weitere Informationen rund um Lebensmittel- und Pilzvergiftungen

  • Die Apotheken Umschau erklärt, was bei einer Lebensmittelvergiftung zu tun ist
  • Auf pilzfinder.de finden Sie Pilzsorten im Überblick, um essbare von giftigen Pilzen zu unterschieden
  • Die Informationszentrale gegen Vergiftungen des Universitätsklinikums Bonn stellt auf gizbonn.de giftige und ungiftige Pilze vor

Ähnliche Artikel auf dem Gesundheitsblog

Schreibe eine Antwort