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Eiweißallergie – wenn die Milch nicht munter macht

Der anbrechende Herbst macht Lust auf gemütliche Nachmittage in wohlig warmen Cafés. Denn was gibt es Schöneres, als mit einer heißen Tasse Cappuccino oder Latte Macchiato das stürmische Treiben der Natur vor dem Fenster zu beobachten und dabei ein gutes Stück Kuchen zu genießen?

Wenn jedoch nach dem Verzehr der Kaffeespezialität Verzehr Blähungen oder sogar Durchfall plagen, dann ist es mit der Gemütlichkeit schnell vorbei. Treten die Beschwerden zudem regelmäßig nach dem Konsum von Milch und Milchprodukten auf, dann kann eine Eiweißallergie die Ursache sein. In unserem Artikel erfährst du mehr zu der Diagnose „Eiweißallergie“ und wie es sich damit trotzdem gut leben lässt.

Woran kann man eine Eiweißallergie erkennen?

Beschwerden nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Gluten und Laktose sind die häufigsten Allergene. Der Markt hat darauf bereits reagiert und in der Gastronomie und in den Supermärkten sind laktosefreie Milch und glutenfreies Brot keine Seltenheit mehr. Auch Ärzten ist diese Entwicklung gut bekannt, da sie von immer mehr Patienten mit diesem Verdacht aufgesucht werden.

Die häufigsten Symptome sind Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz und Hautausschläge direkt nach dem Verzehr des allergieauslösenden Lebensmittels. Ob hinter diesen Beschwerden aber wirklich eine Eiweißallergie steckt, kann nur der behandelnde Facharzt mit Hilfe verschiedener Allergietests eindeutig diagnostizieren.

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Wie kommt eine allergische Reaktion zustande?

Eiweiß ist in der Regel harmlos und wird vom Körper gut vertragen. Bei Allergikern hingegen treten nach dem Konsum starke Beschwerden auf, die zum Teil lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können. Doch wie kommt es dazu, dass ein an sich harmloser Stoff solche Reaktionen hervorruft?

Der Grund liegt in einer Fehleinschätzung des körpereigenen Immunsystems. Dieses erkennt nicht, dass das Allergen ungefährlich für den Organismus ist. Im Gegenteil, unser Immunsystem ordnet ihn als einen Fremdkörper ein und versucht mit allen Mitteln, diesen wieder aus dem Körper zu vertreiben. Zur Abwehr kommen Antikörper mit den Namen Immunglobulin E (IgE) zum Einsatz, die gemeinsam mit dem Allergen einen Komplex bilden, der zur Ausschüttung von Histamin führt.

Histamin ist ein Botenstoff, der für die typischen allergischen Symptome wie Rötungen, Schwellungen und Juckreiz verantwortlich sind. Auch andere Beschwerden wie Übelkeit und Durchfälle sind dem Histamin geschuldet. Allergien treten bei jeder Person in unterschiedlicher Stärke auf. Bei sehr ausgeprägten Allergien kann bereits eine winzige Menge des allergieauslösenden Stoffes einen lebensbedrohlichen Schock auslösen.

Was sind die Ursachen einer Eiweißallergie?

Häufig sind bestimmte Eiweiße in der Milch für die Beschwerden verantwortlich, die in der Muttermilch nicht oder nur in minimalen Mengen vorkommen. Auch die genetische Vorbelastung spielt eine Rolle bei der Entwicklung von Allergien. Bei vielen Menschen zeigt sich diese bereits in frühen Jahren beim Verzehr von Kuhmilch oder Hühnereiern.Blog_Eiweissallergie_01

Auch Mangelernährungen, psychische Erkrankungen oder Alkoholmissbrauch können in einer Eiweißallergie resultieren. Oftmals kommt es auch zu einer Verwechslung einer Eiweißallergie mit der ebenfalls sehr verbreiteten Laktoseintoleranz. Auch geht eine Eiweißallergie häufig mit anderen Allergien, wie beispielsweise einer Nussallergie, einher.

Auch Kinder leiden häufig an einer Eiweißallergie, vor allem gegen Kuhmilch. Im Gegensatz zu Erwachsenen verschwindet diese Allergie in den meisten Fällen vor dem 10. Lebensjahr von selbst wieder.

Kann eine Eiweißallergie behandelt werden?

Wurde eine Eiweißallergie vom Arzt diagnostiziert, dann heißt es von nun an, das Allergen zu meiden. Denn im Gegensatz zu einer Pollenallergie kann diese nicht mit beispielsweise einer Hypersensibilisierung therapiert werden. Deswegen ist der komplette Verzicht auf Lebensmittel, die den allergieauslösenden Stoff enthalten, die einzige Möglichkeit, allergische Reaktionen zu vermeiden.

Empfehlenswert ist die Umstellung von tierischem auf pflanzliches Eiweiß, welches von den meisten Allergikern gut vertragen wird. Wer im Café also zu einem Cappuccino mit Sojamilch greift, kann den Herbsttag komplett beschwerdefrei genießen.

Es gibt eine Vielzahl weiterer Unverträglichkeiten, über die Sie bei uns mehr erfahren können:

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