Sport gegen Rückenschmerzen
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Diese Sportarten stärken den Rücken

Statistisch gesehen leiden über 60 % der Bundesbürger mindestens einmal im Jahr unter Rückenschmerzen. Der Anteil der Schüler, die mehrmals pro Woche über Rückenschmerzen klagen, liegt bei 16 %. Daran wird deutlich, dass Rückenbeschwerden auch in jungen Jahren keine Seltenheit sind. Inzwischen warnen Krankenkassen, dass Rückenprobleme die zweithäufigste Einzeldiagnose bei den Krankmeldungen ist.

Warum der Muskelaufbau so wichtig ist

Ohne Muskulatur ist Bewegung nicht möglich. Jeder Muskel erfüllt einen Zweck und verkümmert, wenn er nicht belastet wird. Die Folgen zeigen sich in der nachlassenden Kraft und Beweglichkeit. Schließlich stellen sich auch Schmerzen ein, von denen besonders häufig der Rücken betroffen ist, denn nur eine ausgeprägte Rückenmuskulatur kann die Wirbelsäule ausreichend stabilisieren. Es genügt auch nicht, nur den Rücken zu trainieren: Um Rückenschmerzen vorzubeugen oder sie zu behandeln, dürfen Bauch und Rumpf nicht vernachlässigt werden. Sport beugt also nicht nur Rückenbeschwerden vor, sondern kann sie auch beseitigen. Allerdings sollte vorab geklärt werden, was die Ursache für die Schmerzen ist.

Sport gegen Rückenschmerzen

Untrainierte sollten langsam beginnen. Nach etwa sechs Wochen Training, möglichst mehrmals pro Woche, hat sich die Grundmuskulatur aufgebaut und die Belastung kann gesteigert werden. Wer weniger Zeit hat, sollte dennoch nicht auf Sport verzichten. Außerdem empfiehlt es sich, das Verhalten im Alltag anzupassen. Dazu gehört, die Treppe statt den Aufzug zu nehmen oder das Auto auf kurzen Distanzen stehen zu lassen.

Yoga hilft dem Rücken

Yoga trainiert den gesamten Körper und verbessert die Beweglichkeit. Es muss jedoch erlernt werden. Selbst nach einer umfangreichen Einweisung ist die regelmäßige Teilnahme am Yogaunterricht wichtig, damit die korrekte Durchführung der Übung kontrolliert und verbessert wird. Ein bedeutender Vorteil von Yoga ist, dass es zur Entspannung beiträgt. Stress sorgt für Verspannungen, die ihrerseits Rückenschmerzen auslösen können. Somit ist Yoga gegen Rückenbeschwerden doppelt sinnvoll.

Nordic-Walking und Joggen

Sehr gut geeignet ist Nordic Walking. Die Walking-Stöcke sorgen dafür, dass die Arme mit bewegt werden, was beim flotten Spazieren nicht der Fall ist. Das Nordic-Walking eignet sich auch als Einstieg für alle, die später auf das Joggen umsteigen wollen. Die wichtigste Voraussetzung sind geeignete Schuhe. Wer sich nicht nur auf ebene Wege beschränkt, sondern auch bergauf und bergab geht oder läuft und dabei auch Pfade im Wald nicht auslässt, trainiert den Körper intensiver. Der große Vorteil beim Joggen ist, dass dieser Sport gut geeignet ist, Übergewicht abzubauen, dass seinerseits Rückenbeschwerden auslöst. Wer sich für den Laufsport entscheidet, sollte zusätzlich Übungen für die Bauchmuskulatur und die Schultern durchführen.

Schwimmen für einen gesunden Rücken?

Beim Sport gegen Rückenprobleme ist es wichtig, dass die Wirbelsäule nicht dauerhaft durchgedrückt, sondern auch aufgewölbt wird. Starres Brustschwimmen, bei dem der Kopf aus dem Wasser gehalten wird, ist für die Wirbelsäule nicht gut. So wird auch der Nacken überanstrengt, was beim technisch korrekten Brustschwimmen, bei dem der Kopf mit ins Wasser genommen wird, nicht der Fall ist. Rückenschwimmen und Freistil (Kraulen), eignen sich hingegen sehr gut für den Rücken.

Fahrradfahren für einen gesunden Rücken

Wie beim Schwimmen auch, ist dieser Sport für den Rücken grundsätzlich geeignet, wenn einige Dinge beachtet werden. Vor allem in der Anfangszeit sollte der Oberkörper 15 bis 20 Grad nach vorne geneigt sein, während die Arme in einem Winkel von 90 Grad zum Oberkörper gehalten werden sollten. Außerdem ist es wichtig, dass die Ellenbogen nicht durchgestreckt sind. Das gilt auch für die Beine, wenn die Pedale unten sind. Das Knie sollte nicht durchgestreckt sein.

Training an der Kletterwand

Klettern ist ein sehr rückenfreundlicher Sport, wenn die Technik stimmt. Für einen Einstieg eignet sich ein Kletterkurs, wie er in Vereinen oder Fitnessstudios angeboten wird. Für die Trainingseinheiten stehen Kletterwände zur Verfügung. Klettern trainiert den ganzen Körper und die Konzentration. Sind die Bewegungsabläufe erst einmal verinnerlicht, darf der Schwierigkeitsgrad gesteigert werden.

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