Erkentnisse der Glücksforschung
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Die fünf wichtigsten Erkenntnisse der Glücksforschung

Wir sagen „Glück gehabt“, wenn wir einer unangenehmen Situation entronnen sind. Wir wünschen einander Glück zum Geburtstag, vor Prüfungen, zum Neujahrsbeginn etc. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, was das ist: Glück? „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist“, sagte einst der Philosoph Arthur Schopenhauer. Doch ist das schon alles? Ist Glück etwa nur das chemische Zusammenspiel der Botenstoffe für Glücksgefühle, wie Dopamin, Serotonin und Endorphine? Werden wir als Glückspilz geboren? Und kann uns das Glück verlassen? Auf der Suche nach Antworten haben wir die wichtigsten Erkenntnisse der Glücksforschung für Sie zusammengetragen.

Menschen können glücklicher werden

Einen schlechten Start gehabt zu haben, bedeutet nicht automatisch lebenslanges Unglück. Man unterscheidet nämlich 3 verschiedene Arten des Glücks: Momentane Zufriedenheit, unsere Grundgestimmtheit, und zukünftig erwartetes Glück. Die Grundgestimmtheit ist tatsächlich eine genetisch veranlagte Neigung, wer ein günstiges Persönlichkeitsprofil geerbt hat, ist glücklicher. Dennoch kann man an seiner derzeitigen Zufriedenheit und dem in der Zukunft liegenden Glück arbeiten.

Zu den Themen „ die Stimmung bessern“ und „negative Gefühle beeinflussen“ finden Sie zwei spannende Artikel bei uns!

Soziale Beziehungen sind wichtig für unser Glück

Ein Umstand, der glückliche Menschen auszeichnet, ist deren soziales Netzwerk. Und damit sind nicht virtuelle Facebook-Freunde gemeint, sondern eine gute Beziehung zu Partner, Familienangehörigen und echten Freunden. Viele Beziehungen und Freundschaften scheitern heutzutage am Faktor Zeit, bestimmt haben Sie selbst schon Verabredungen mit dieser Begründung abgesagt. Nehmen Sie sich bewusst einen halben Tag in der Woche Zeit, Ihre sozialen Kontakte am Leben zu erhalten, sei es durch Besuche, gemeinsame Unternehmungen oder Telefonate. Sie werden so viele positive Gefühle erleben, die wichtig sind, wenn man glücklich sein oder bleiben will.

Erfahrungen machen glücklicher als Besitztümer

Unsere Gesellschaft legt den Fokus stark auf Besitz und Konsum. Das Problem dabei ist, dass wir uns an Besitztümer rasch gewöhnen. Investieren wir jedoch in Erfahrungen, vom Urlaub bis zum Konzertbesuch, erlangen wir dadurch Erinnerungen, die unsere Persönlichkeit prägen. Je mehr wir erleben, desto reifer und vielseitiger werden wir. Bei Besitztümern neigt man zu Vergleichen, und da uns Internet, Fernsehen und Co. täglich mit Werbung konfrontieren, wo neuere, „bessere“ Produkte gezeigt werden, schürt es Unzufriedenheit. Wenn wir in Erlebnisse investieren, konzentrieren wir uns eher auf Dinge, die uns persönlich etwas bringen, und vergleichen weniger. Bringt uns das neue Handymodell wirklich so viel? Oder doch eher ein Städtetrip mit der besten Freundin, der zu einer lebenslangen Erinnerung wird? Das Tolle an Erfahrungen und Erlebnissen ist auch, dass Sie die Pflege der sozialen Kontakte miteinbeziehen können.

Optimisten kommen weiter

In extremen Situationen kann positives Denken sogar dazu führen, dass wir den Kampf ums Überleben gewinnen. Heißt das nun, dass wir alles durch die rosarote Brille sehen müssen? Mitnichten. Aber manchmal bringt uns eine Änderung des Blickwinkels („das Glas ist halb voll, nicht halb leer“) dazu, zufriedener im Leben zu werden. Selbst wenn es wissenschaftlich nicht bewiesen ist, dass Optimisten wirklich länger leben als Pessimisten, bringt es einem persönlich mehr, alles halb so schlimm, dafür aber doppelt so gut zu finden, oder?

Glückliche Menschen sind gesünder und leben länger

Fühlen wir uns wohl, sind wir glücklich, und wenn wir glücklich sind, fühlen wir uns wohl. Klingt sehr einfach, solange alles im Einklang ist. Plagen uns aber vermehrt Infektionskrankheiten, sollten wir uns überlegen, wie es um unser emotionales Wohlbefinden steht, denn glückliche Menschen haben ein besseres Immunsystem. Wer viel lacht, produziert viele körpereigene Hormone, die stressreduzierend und schmerzlindernd wirken. Auch nach längerem Laufen oder Tanzen werden Endorphine ausgeschüttet, und Glücksgefühle stellen sich ein.

Im Zweifelsfalle hält man sich einfach an das Sprichwort aus dem deutschen Volksmund, welches schon einige Generationen begleitet hat: Wer des Morgens dreimal schmunzelt, wenn’s regnet, nicht die Stirne runzelt, und abends lacht, so dass es schallt, wird 120 Jahre alt.

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