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Die Durchführung eines Schwangerschaftstests

Wenn eine Frau einen Schwangerschaftstest durchführt, ist eine gewisse Nervosität vorprogrammiert, denn je nach Ergebnis verändert sich dadurch möglicherweise ihr ganzes Leben. Um ein möglichst zuverlässiges Ergebnis zu erreichen, ist eine korrekte Durchführung des Schwangerschaftstests wichtig. Hier haben wir ein paar Tipps gesammelt, die Ihnen in diesem wichtigen Moment vielleicht hilfreich sein können:

Was ist beim Kauf zu beachten?

  • Kaufen Sie den Schwangerschaftstest am besten in der (Online-) Apotheke oder in der Drogerie. Bei Ebay finden sich immer wieder Billigangebote, aber diese können mit einem Qualitätsprodukt nicht mithalten und stiften unnötige Verwirrung durch ein „schwach positives“ Ergebnis (eventuell auftretende Verdunstungslinien) etc.
  • Achten Sie auf das Verfallsdatum!
  • Der Schwangerschaftstest sollte trocken und bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Die Anwendung eines Schwangerschaftstests

Lesen Sie sich den Beipackzettel des Herstellers genau durch, auch wenn Sie bereits einen Schwangerschaftstest einer anderen Marke durchgeführt haben. Vor allem die Zeit, in der das Ergebnis abgelesen werden sollte (weder zu früh noch zu spät ist ratsam), variiert je nach Hersteller und Marke und Testsorte.

Beachten Sie, dass der Test am aussagekräftigsten ist, wenn er mit dem Morgenurin durchgeführt wird (oder der Urin für mindestens 4 Stunden zurückgehalten wurde). Das Schwangerschaftshormon HCG ist dann konzentrierter vorhanden (wenn es überhaupt vorhanden ist).

Fangen Sie den Urin entweder in einem restlos sauberen Becher auf und tauchen Sie den Teststreifen hinein, oder halten Sie den Teststreifen direkt in den Urinstrahl, je nach Herstellerempfehlung. Dann muss man sich die angegebene Zeit gedulden, in der die Enzyme des Teststreifens reagieren. Eine Reaktion passiert auf jeden Fall, auch wenn keine Schwangerschaft besteht. Ein Schwangerschaftstest hat nämlich entweder 2 Felder, eines für das Ergebnis, und ein Kontrollfenster, welches angibt, ob der Test funktioniert hat, oder eine digitale Anzeige. Wenn nicht eindeutig zu erkennen ist, ob sich der Streifen verfärbt hat, sollte der Test nach einigen Tagen wiederholt oder der Gynäkologe aufgesucht werden.

Der Test ist negativ ausgefallen – verlässlich?

Bleibt die erwartete Regelblutung dennoch aus, bzw. bestehen Symptome wie ziehende Schmerzen im Unterleib oder den Brüsten, ungewöhnliche Essensgelüste, Übelkeit bzw. Erbrechen, Schwindel etc., gilt es in jedem Fall, einen fachmännischen Rat beim Gynäkologen einzuholen.

Es gibt einige Gründe, die einen Test fälschlicherweise negativ ausfallen lassen. Dazu gehören:

  • Der Urin ist stark mit Bakterien versetzt, bzw. das Sammelgefäß war verschmutzt.
  • Vor dem Test wurde außergewöhnlich viel Flüssigkeit zugeführt, wodurch die Konzentration des HCG-Gehalts im Urin zu gering war.
  • Es besteht eine Eileiterschwangerschaft, bzw. die Eizelle hat sich nicht in der Gebärmutter eingenistet.
  • Der Test wurde zu früh durchgeführt (bedenken Sie die Regelmäßigkeit Ihres Zyklus).

Beeinflusst die Einnahme der Pille den Schwangerschaftstest?

Gleich vorneweg: Nein. Auch wenn dem Körper bei manchen Präparaten aufgrund der enthaltenen Hormone eine „Scheinschwangerschaft“ vorgegaukelt wird, die Pille enthält kein HCG und der weibliche Körper produziert auch durch die Einnahme der Pille kein HCG, jedoch reagiert der Schwangerschaftstest ausschließlich auf das Schwangerschaftshormon.

Das Testergebnis ist positiv

In diesem Fall liegt mit ziemlicher Sicherheit eine Schwangerschaft vor. In wirklich sehr seltenen Fällen können Probleme mit den Eierstöcken, Tumore, oder die Wechseljahre ein falsches positives Ergebnis liefern. In jedem Fall ist es nun an der Zeit, einen Termin beim Gynäkologen zu vereinbaren. Wenn Sie schwanger sind, und eine Ultraschalluntersuchung schon in der fünften oder sechsten Schwangerschaftswoche durchgeführt wird, ist es möglich, dass noch kein Hinweis sichtbar ist. Bei einer fortgeschrittenen Schwangerschaft ist es hingegen möglich, dass bereits Herztöne des Embryos hörbar sind. Eine Blutuntersuchung liefert ebenfalls Klarheit, da auch hier das Hormon HCG enthalten ist. Über das Blut wird die genaue Höhe dieses Wertes bestimmt, welcher Aufschluss darüber gibt, wie lange die Schwangerschaft bereits besteht.

Wenn alle Werte vorliegen, und die Schwangerschaft bestätigt ist, bekommen Sie vom Gynäkologen den Mutter-Kind-Pass ausgehändigt.

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