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Das können Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung des Immunsystems leisten

Das Immunsystem basiert auf einem höchst komplizierten Zusammenspiel angeborener oder unspezifischer Abwehrreaktionen sowie einer erworbenen Immunantwort, die sich an konkrete, spezifische Gefahrenquellen anpasst. Damit das Immunsystem seine Aufgaben optimal erfüllen kann, muss es natürlich ständig mit den Stoffen versorgt werden, die es für seine Funktionen benötigt. Mikronährstoffe – also Vitamine, (Makro-)Mineralstoffe und Spurenelemente – spielen hier eine besondere Rolle. Sie sind in einer gesunden, ausgewogenen Ernährung enthalten. In bestimmten Fällen können sie aber auch als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. In Bezug auf das Immunsystem haben sie freilich keine Schalterwirkung. Es geht vielmehr darum, über eine regelmäßige Versorgung in sinnvoller Dosierung das Immunsystem ideal zu unterstützen.

Vitamin C, Vitamin C und immer wieder Vitamin C

Der Mikronährstoff, der den meisten beim Gedanken an das Immunsystem wohl als erstes einfällt, ist Vitamin C. Es ist das Hausmittel, zu dem schon frühere Generationen mit Vorliebe griffen, um ihr Schutzschild gegen herbstliche und winterliche Erkältungsgefahren zu stärken. Was steckt aber hinter Vitamin C und ist es wirklich so wichtig für das Immunsystem?

Wie wirkt Vitamin C?

Vitamin C oder Ascorbinsäure ist zunächst einmal ein wirksames Antioxidans. Das heißt, es reagiert sehr stark mit sogenannten freien Radikalen. Damit macht Vitamin C diese sehr verbindungsfreudigen Substanzen unschädlich, womit sie auch für Abwehrzellen keine Gefahr mehr darstellen. Darüber hinaus wirkt Vitamin C anziehend auf die Immunzellen (weißen Blutkörperchen beziehungsweise Leukozyten) und fördert deren Produktion. Ein Beitrag von Vitamin C zu einer normalen Funktion des Immunsystems ist also bestätigt. Wieviel Vitamin C täglich zugeführt werden soll ist umstritten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt derzeit 100 mg/Tag. In einer etwas höheren Tagesdosierung von 200 mg unterstützt Vitamin C das Immunsystem zudem, wenn es während sowie nach erheblicher körperlicher Anstrengung besonders anfällig ist.

Weitere wichtige Vitamine für das Immunsystem

Vitamin C ist selbstverständlich nicht die einzige Unterstützung, die Sie Ihrem Immunsystem zukommen lassen können. Auch einige B-Vitamine haben hier eine anerkannte Wirkung. Dazu zählt das äußerst licht-, hitze- aber auch kälteempfindliche Vitamin B6, das für den Stoffwechsel quasi aller Aminosäuren unentbehrlich ist. Folsäure oder Vitamin B9 sowie Vitamin B12 haben ebenso wie Vitamin C einen positiven Einfluss auf das Wachstum der Immunzellen. Günstig auf weiße Blutkörperchen sowie Antikörper wirkt sich zudem Vitamin A aus. Es ist obendrein wichtig für Haut und Schleimhaut, die mechanischen Blockaden gegen Krankheitserreger. Vitamin D schließlich hat eine Funktion bei der Reifung der weißen Blutzellen. Offiziell nicht bestätigt hingegen ist die Wirkung von Vitamin E auf das Immunsystem. In Studien zeigt es aber vorbeugende Effekte gegen Atemwegsinfektionen sowie Erkältungskrankheiten, die bisher jedoch nicht hinreichend belegt werden konnten.

Mineralstoffe und das Immunsystem

Unter den Mineralstoffen und Spurenelementen sind Eisen, Kupfer, Selen und Zink besonders aktiv für eine normale Funktion des Immunsystems. Insbesondere Zink und Selen haben einen Einfluss auf die für Abwehrzellen notwendigen Stoffwechselprozesse. Außerdem beeinflussen sie die Effektivität vieler Abwehrreaktionen durch eine Förderung der Zellteilung.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sollten eingenommen werden?

Am besten ist es zweifelsfrei, wenn alle wichtigen Mikronährstoffe über eine gesunde, ausgewogene Ernährung aufgenommen werden. Das ist aber nicht immer möglich. Bei der Folsäure ist es beispielsweise so, dass wohl bei die Mehrheit der Deutschen ein Mangel besteht. Ähnliches gilt für Vitamin D, welches hauptsächlich über die Sonnenbestrahlung auf der Haut gebildet wird. Gerade im Winter treten hier ebenfalls häufig Defizite auf. Bei Personen, die wenig oder gar keine Lebensmittel aus tierischen Quellen zu sich nehmen, kommt zudem oft ein Vitamin-B12-Mangel vor. Eine Ergänzung kann also in vielen Fällen sinnvoll sein.

Welche Risiken können Nahrungsergänzungsmittel haben?

Stoffe wie Eisen und Zink hingegen sollten nur dann gezielt ergänzt werden, wenn der Arzt einen Mangel feststellt. Bei Zink zum Beispiel beträgt die Spanne zwischen der empfohlenen Tagesdosierung und der maximal verträglichen Menge nur zehn Milligramm. Es kann also leicht zu Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Überdosierung kommen. Im Falle von Zink kann sich das durch Übelkeits- und Durchfallsymptome zeigen. Bei Eisen ist es komplizierter, da es hier darauf ankommt, wieviel Eisen vom Blut aufgenommen und zu Hämoglobin wird. Das restliche Eisen wird in der Leber eingelagert und kann langfristig unter anderem zu Organschäden führen.

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1 Kommentar

  1. Josie

    Sehr schöner Artikel! VOn mir selber kann ich nur sagen, dass mir Zink sehr beim Training hilft. Viel Fitter und viel mehr Energie und der Muskelkater hällt sich auch in Grenzen 😀

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