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Aubergine als Rohkost – essbar oder nicht?

Ob im arabischen Auflaufgericht „Moussaka“ oder hauchdünn neben Zucchini und Tomaten im französischen „Ratatouille“ – die Aubergine ist vielseitig und lässt sich einfach mediterran kombinieren und zubereiten. Durch ihren neutralen Geschmack ist sie eine ideale Ergänzung zu würzigen Soßen und Fleischgerichten. Besonders in Kombination mit kräftigem Olivenöl oder kalten Joghurtsoßen ist das Nachtschattengewächs eine gesunde Beilage oder kann sogar die Hauptrolle eines Gerichts einnehmen.

Eines sollte, trotz Vielfältigkeit der Sorten und Zubereitung, jedoch beachtet werden: Roh ist die Aubergine kein Genuss und der Verzehr kann schwere gesundheitliche Folgen haben! Erfahren Sie mehr über die Aubergine im eurapons Rohkostratgeber:

Die Verbreitung der Aubergine

Die ursprüngliche Form der Aubergine ähnelte der Form eines Hühnereis, woher auch der englische Name „Eggplant“, zu Deutsch „Eierfrucht“ seine Herkunft hat. Im 14. Jahrhundert gelangte die Aubergine zum ersten Mal aus dem arabischen Raum nach Europa und wurde danach hauptsächlich in sonnenreichen Ländern wie Spanien, Italien und der Türkei angebaut. In Deutschland werden sie daher in der Regel importiert und sind das ganze Jahr über erhältlich. Kühl gelagert ist die Aubergine bis zu zwei Wochen haltbar.

Giftiger Bitterstoff: Solanin in Auberginen

Die Aubergine gehört zur Gattung der Solanum (Nachtschatten), der mehr als 1500 Pflanzenarten, darunter auch Kartoffeln und die Tomaten, angehören. Bitterstoffe dienen den Pflanzen, um sich gegen natürliche Fraßfeinde zu schützen. Ebenso wirkt auch das Glykoalkaloid Solanin, welches bei allen Früchten der Familie enthalten ist. Für die Aubergine ein optimaler, natürlicher Schutz – für den Menschen kann das Gift in großen Mengen allerdings zu folgeschweren Symptomen führen.

Typische Beschwerden die nach dem Verzehr auftreten können:

  • Bauchschmerzen, Krämpfe
  • Übelkeit
  • kratzendes und brennendes Gefühl im Hals, Atemprobleme
  • Erbrechen
  • Mattigkeit, Benommenheit
  • Durchfall

Durch den Koch-oder Grillvorgang werden das Solanin und die Bitterstoffe allerdings „ausgeschwitzt“, wodurch einem Verzehr des gesunden Gemüses nichts mehr im Wege steht.

Tipp: Unreife Früchte, grüne Stellen und eine starke Bitternote weisen auf einen erhöhten Solanin-Gehalt hin. Sollten Sie ein unreifes Exemplar erwischt haben, können sie dieses bei Zimmertemperatur nachreifen lassen.

Zubereitung der Aubergine – gesund und kalorienarm

Die Aubergine besteht zu über 90% aus Wasser und gehört mit nur ca. 17 kcal auf 100 g zu den kalorienärmsten Gemüsesorten. Beim Braten oder Frittieren werden der Aubergine die enthaltenen Bitterstoffe entzogen und es bleibt wenig Eigengeschmack. In Gerichten wird sie daher häufig mit kräftigen Kräutern wie Thymian oder Salbei kombiniert. Ebenso eignen sich auch Knoblauch oder Zwiebeln, die gemeinsam mit der Frucht geschmort werden.

Weitere Informationen rund um die Aubergine finden Sie hier:

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